Hair-Plush
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Haiti
i u Fraüenkleidern, Halstüchern und dergl. ver-!wendet wird. Man verfertigte ihn ursprünglich inEngland, dann aber auch in der Schweiz und inDeutschland.
Hair-Pliishunb Hair-Shag, sind englischeT^üschsorten von Wolle mit Bedeckung von Kameel-haar. Eine superfeine Gattung derselben wird"rad Lair-8llag genannt; ganz von KameelhaarVerfertigte seidenartige heißen Hair-Silk-Shag oderbeather-Shag.
-Hair-Seating werden in England die schwarzenmvßhaarstoffe zu Möbel-Ueberzügen genannt.
Haiti oder H ayti und St. Domingo. DerUmfang der ganzen zwischen Cnba, Jamaica undtwrtvrico gelegenen Insel in Westindien, wird zuu ‘0 □ Meilen, ihre Bevölkerung zu 800,000 ange-äEben, worunter 400,000 Neger, fast ebensovielMulatten und 30,000 Weiße sich befinden. — Auf®«ti (im Westen, ehemals französisch) rechnet mano?8 O Meilen mit 600,000 Seelen. Diese Republik00n Schwarzen beherrscht und bis zum Jahretodg bestand hier das Kaiserthum Soulouques.„uf St. Domingo (im Osten), kommenüber 812 □ Meilen mit nur 200,000 See-Un, meistens Weiße, mit afrikanischer Bei-wlschung. — Nachdem die französische Nationalver-sammlung 1701 alle Neger für frei erklärt hatte,wachw sich in diesem Jahre der französische Theil derPinsel, der spanische, erst 1705 an Frankreich abge-dsetene Theil, später unabhängig. Nach erfolgter-Vereinigung und Wiedertrennung beider Theile,unterwarf sich St. Domingo 1861 wieder freiwilligder spanischen Herrschaft, worauf unterm 20. Mailetztgenannten Jahres die Königin von Spanien dieAnnexation genehmigte. Im Innern ist die Inselein ebenes, reich bewässertes Hochland mit frucht-barem Boden, herrlichen Thälern und großen Sa-vannen, von Gebirgsketten durchzogen, die sich bisauf 6 — 8000 Fuß erheben und unter denen beson-ders das früher durch Goldreichthum berühmte Berg-land Cibav im Osten bemerkenswerth ist. ImNorden und Westen sind die Küsten steil und felsig,bslden aber eine Menge Buchten und Häfen. EsAcht zahlreiche Flüsse, unter denen der Artibo-uitv, St. Jag» und der Neiva die bedeu-wndsten sind. Die Insel war früher eine der"luhendsten Colonien, deren jährliche Erzeugnisseemen Werth von 45 Mill. Thlr. hatten. Sie erzeugtealle westindischen Produkte im Uebersluß, besonders?^lsee, Zucker, Cacao, Taback, Baumwolle, Blau-M, Mahagonyholz, viel Rindvieh, edle und unedleMetalle, Schwefel, Steinkohlen rc. Durch die Un-unt en ' 11)ie durch verkehrte Maßregeln der Regierungswd durch die Faulheit der Sieger hat der AnbauSchar sehr abgenommen, liefert aber noch immer einedeutende Ausfuhr besonders von Kaffee, Banm-°ue' Honig, Cacao, Mahagonh - und Farbholz re.DieTotal-Einfuhrerreichte in dem Jahre
1859 einen Werth von 6,800,000 LA.
1860 . 8,737.000 „
1861 „ „ ,. 8,938,463 „
~ 1862 . 10,456,745 „
Der Werth der Total-Ausfuhr belief sich:
in 1860 auf 8,633,900 Ain 1861 „ 8,535.000 „in 1862 „ 11,728,690 „
»r«a!° ^esigen europäischen Importen bestehen zum° "Meri Theil aus Baumwollenwaaren, meistens
englischen Fabrikaten als Shirtings, Domestics,blue Twills und Kattunen, ferner aus schweizerBaumwollwaaren und Tüchern: Von französischenManufakturen wird hier jetzt nur sehr wenig impor-tirt; die Rouener Gingas, von denen hier früher sehrviel ankam, sind durch die schweizer Waare ver-drängt, und die schönen Mühlhauser Kattune, Jac-conets und Calicos können ihres theuren Preiseshalber nicht mit der Manchester Waare concurriren.Es wird jedoch neuerdings viel von französischenLuxus-Artikeln hier angebracht; dieselben findenguten Absatz, ein Zeichen des zunehmenden Wohl-standes und der voranschreitenden Civilisation indiesem Lande, hauptsächlich hervorgerufen durch diegesteigerten Preise des hiesigen Hauptprodukts,Kaffee. — Die amerikanischen Baumwollwaarensangen an, sich hier ein immer größeres Feld zu er-werben. Von Weinen, >Dpirituosen und sonstigenGetränken kommen die Hauptzufuhren von Mar-seille. In letzterer Zeit fängt man an, auch in dieserBranche von Deutschland mit Erfolg zu importiren;so wird insbesondere deutsches Bier dem englischengleichgestellt, wenn nicht vorgezogen, so schlagen diedeutschen Stearinlichte die französischen und ameri-kanischen aus dem Felde, und in Tuchen, Glas-waaren, Strumpfwaaren, Cigarren, auch einigenEisen- und Seidenwaaren behaupten die deutschenFabrikate ihrer verhältnißmäßigen Billigkeit halberden ersten Platz. — Die Zahl der in den dem aus-wärtigen Handel geöffneten 10 Häfen Haitis (Portau Prince, St. Marc, Gonaives, Je're-mie, Miragoane, Jacmel, Aux Cayes,Aguin, Cap Haiti, Port de Paix) ein-undausgegangenen Schiffe betrug im Jahre 1859: 943 mit166,829 Tonnen; 1860 stieg sie auf 1164 Schiffemit 209,620 Tonnen. Im Jahre 1861 sind 1351Schiffe mit 246,204 Tonnen und in 1862: 1698Schiffe mit 310,233 Tonnen ein- und ansklarirt. —Hauptstadt von Haiti ist Port au Prince ls. d.).— Die Hauptstadt von St. Domingo ist St.Domingo an der Südostküste und am schiffbarenFlusse Ozonna, 16,000 Einw., die älteste StadtAmerikas, da schon 1494 Barth. Columbus unterdem Namen I fabelt a hier eine Stadt anlegte, diejedoch wieder einging, worauf 1504 die jetzige Stadtgegründet wurde. Außerdem die Städte St.Jago, 14,000 E., und Vega, 8000 E., mit demvortrefflichen Hafen Samana. Inseln: Sa-mana im Norden und Saona im Süden.
Geld Währung. Man. rechnet nach spani-schen oder mexikanischen Piastern, hierGourdes genannt, die man in 100 Centimes,Cents oder Sons, oder in 4 Gonrdinesà 3 Escalins à 87 3 Centimes eintheilt. ImUmlauf befindet sich jedoch fast nichts als Papier-geld, dessen Masse zur Deckung der Staatsausgabenfortwährend vermehrt wird und das einen sehr ge-ringen, schwankenden Werth hat. Dieser wird nachdem Preise der spanischen Dublonen von 16 Silber-piastern angegeben. Zahlt man 234 Gourden inhaitischem Papiergeld für 16 Silberpiaster, so ist derWerth der Gourde ca. 3 Sgr. im 30 Thaler Fuß. —Das Papiergeld besteht aus Billets oder Bonszu 1, 2 und 10 Gourden; die Kupfermünze ausStücken zu 1 und 2 Centimen. Seit Ende desJahres 1863 wird in Haiti eine neue Landesmünze inBronze u. zwar 5, 10 u. 20 Centimenstücke geprägt.
Coursverhältnisse. Die spanischen, mexika-nischen und südamerikanischen Gold- und Silber-
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