London
auf Canton, Shangai, in Penee Sterl. für 1 Dollar.
„ Bremen, in Thlr. Gold für 1 oder für 100 Pfd.Sterl.
„ Hamburg, in Mk. und Schill. Bco. für 1 Pfd.Sterl.
„ Buenos-Ayres, in Penee Sterl. für 1 PiasterPapier.
,, Konstantinopel und Smyrna, in türk. Piaster-für 1 Pfd. Sterl.
„ Kopenhagen, in Reichsthlr. für 1 Pfd. Sterl.
„ Malta, in Penee Sterl. für l Oncia von 2 1 /^Scudi oder 30 Tari.
„ Rom, in Penee Sterl. für 1 Scudo.
„ Mexiko, in Penee Sterl. für 1 Piaster.
„ Dublin und Kork, in Procenten Verlust.
Der Preis des Goldes und Silbers in Barrenwird für die Unze Troygewicht Standardgold undStandardsilber, resp. 22 Karat oder 9107s Tsdth.Feinheit (s. Fein), in welchem die englischen Mün-zen ausgeprägt sind, angegeben, und außerdemwerden auch noch amerikanische Piaster (nämlichmexikanische und Säulenpiasler) für die Unze rauhnotirt.
Wechselrechtliches und Stempeltaxe, s.Großbritannien.
Platzgebräuche. Die bemerkenswerthestenU s a n z e n beim Waarenhandel sind folgende: DiePreise der Gewichtswaaren werden in der Regel fürdas Pfund oder für den Centner (Ilundredweight),für einige Artikel, namentlich für Hölzer, fette Oelejedoch für die Tonne gestellt. — Die meisten Ein-fuhrwaren aus Europa werden aus 4 Monat Zeitoder gegen baar mit 2 1 / 2 0 / 0 Disconto verkauft; aus-genommen sind: Wolle auf 8 Mon. Zeit oder 5%Disc., Talg, Potasche, Schweinsborsten und Eisen0 Mon. oder 27 2 %, Flachs und Hanf 9 Mon. oder3 3 /*%, Rosinen 2 Mon. und 1%, Klee-, Lein- undRappsamen und Zink ohne Disconto. Kaffee undRum aus den westindischen Colonien werden nurauf 1 Mon., Zucker auf 2 Mon. Zeit verkauft.Baumwolle mit lo/o und 4 Wochen Zeit, Carol.Reis mit 1% und 14 Tage Zeit, Taback mit 2 %und 2 Mon., Maryland aber nur mit 1% Dis-couto, Salpeter ohne Disconto. Droguerien mei-stens 14 Tage mit 2 1 / 2 °/ 0 Disconto, ausgenommenSchellack, der bei Empfang baar bezahlt werdenmuß, oder wenn gewünscht, 3 Mon. rentenfrei lie-gen bleiben darf gegen 15°/» Disconto. Farbewaarenmeistens wie Schellack, mit Ausnahme Cochenille1 Mon. und 272 "/«' und die feinen Farbhölzer 14Tage mit 2 i / 2 °/ 0 Disconto. RaffinirterZucker wirdmeistens comptant verkauft. Waarencourtage istV 2 °/o für Einkauf und 1% für Verkauf. Die wohl-feilen Artikel werden gewöhnlich zum Ladungsgewicht,werthvollere aber nach neuem Gewicht verkauft.
Banken u. H an del saust alten. Die Bankvon England, welche in London ihren Sitz hat,fvurde im Jahre 1694 auf Actien gegründet. Sie'st zunächst bestimmt, für die Regierung die Nego-zwungen, Umschreibungen und Zinszahlungen fürdie Staatsanleihen zu besorgen, die Schatzkammer-Mine in Umlauf zu setzen und der Regierung von<o eit zu Zeit die Geldsumme, deren sie bedarf, vor-zuschießen; auch besorgt sie die Ausprägung derMünzen für die Regierung sowohl als für Privat-personen. Ferner leistet sie Vorschüsse auf Waaren,Pauspapiere, acceptirte Wechsel, die nicht späterÄ6 Monaten fällig sind, und andere sichere^elddokumente; sie discontirt Wechsel, die nicht
London
länger als 3 Monat zu laufen haben, jedoch mitAusnahme solcher, auf denen sich ein Giro einerActien-Zettelbank befindet, und sie bestimmt dadurchden Discontfuß; sie nimmt Depositen an, die sienicht verzinst, und macht Girogeschäfte, indem sieden Geschäftsleuten Conten eröffnet, auf denen sie diegegenseitigen Zahlungen derselben durch Ab- undZuschreiben besorgt, und die auf sie ausgestelltenAnweisungen der Contoinhaber einlöst; auch kannJeder, der eine laufende Rechnung bei ihr hat, eineDiscontorechnung bei ihr eröffnen. Sie gibt fernerBanknoten in Abschnitten von 5—1000 Pfd. Sterl.aus, die sie jederzeit auf Verlangen gegen baaresGeld einlöst und die im ganzen Lande als gesetzlichesZahlungsmittel gelten, daher sie das allgemein cir-kulirende Papiergeld bilden. Die Summe derselbendarf nur so viel betragen, als der Reservefond derBank, ihr Borrath an ungemünzten edlen Metallen(Bullion) und das Kapital, welches die Regierungihr schuldet, ausmacht. Allwöchentlich macht sieihren Status öffentlich bekannt. Ihre Functionensind daher in zwei Abtheilungen gesondert, vondenen die eine nur die Creirung und die Cirkulationder Noten, die andere die übrigen cominerziellenGeschäfte besorgt. Am 11. Dec. 1852 hatte dieBankfür22,722,150 im Jahre 1862 für 20,607,000Pfd. St. Noten im Umlauf. Sie hat in mehrerenbedeutenden Städten des Landes Filiale, welche imWesentlichen die nämlichen Geschäfte machen, aberkeine Vorschüsse leisten; sie geben ihre eigenen Notenvon 5—500 Pfd. Sterl. aus, die sowohl bei ihnen,als bei der Hauptbank in London zahlbar sind. DieActien der Bank, Bank-Stocks genannt, bildeneinen Gegenstand des Fondshandels und ihr Courswird regelmäßig an der Börse notirt. Sie erhaltenaus dem Gewinn der Bank eine halbjährliche Divi-dende , welche am 5. April und 10. October bezahltwird, und die zwischen 4*7 und 10% geschwankthat; ihre Höhe hat, da die laufende Dividende imCours begriffen ist, den wesentlichsten Einfluß aufden Cours der Actien. — Außer der Bank von Eng-land bestehen in London noch mehrere Privatbanken,von denen folgende die wichtigsten sind: Die Lon-doner Handelsbank, Commercial-BankofLon-don , mit einem Kapital von 2 Mill. Pfd. Sterl. in2000 Actien L 1000 Pfd., welche hauptsächlich guteWechsel discontirt und übrigens die gewöhnlichenBankgeschäfte macht. Ferner: die C 0 l 0 n i a l b a n k.welche Zweiganstalten in fast allen englischen Colo-nien hat; die Orientalbank, mit Filialen inCalcutta, Bombay, Madras und Colombo auf Cey-lon; die Union-Hank of London, bie Lon-don- and Westminster-Bank, bte London-Point-Streth-Bank , bie Alliance-Bank ofLondon et Liverpool, die Bank of Austra-lasia, die Bank of London, die Bank ofNew-South-Wales, die Bank of Victoria,die London et County-Point-Streth-Bank,die National-Bank, die Royal-Bank ofLondon, die Union-Bank of Australia,die S0uth-Australian-Banking-Company,die Bank of British Nord-America, sowieeine Menge Banquiers, die Alle, ähnlich wie djeBank of England, ihre Geschäfte eingerichtet haben.
Von H a n d e l s a n st a l t e n rc. sind vorzugsweiseanzuführen: die neue prächtige Börse (Royal Ex-change), die StockSbörse (Stock-Exchange) und2 Getreidebörsen, die neue Kohlenbörse (New-Coal-Exange) , das Zollhaus (Custom house),
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