Masken
Maschinen 174
oder eines Rades, das Auf- und Absteigen oder das >horizontale Hin- und Hergehen einer Stange rc.,und diese Bewegung wird dann zur Hervorbringungeiner Arbeit benutzt, zu welcher außerdem Menschen-hände erforderlich sein würden. Eine solche Ma-schine nennt mau eine Bewegungsmaschine,und dergleichen sind die Wasserräder und die Wind-mühlenflügel t als die einfachsten, ferner die Dampf-maschinen , btc Apparate zur Erzeugung eines elec-trischen Stromes und dergl. Eine Maschine, vonwelcher die Arbeit verfertigt wird und die gewöhnlichaus mehreren, oft sehr künstlich zusammengesetztenTheilen besteht, heißt eine Arbeitsmaschine.Die Uebertragung der von der ersteren erzeugten Be-wegung auf die letztere kann auf sehr verschiedene Artgeschehen, wozu oft ebenfalls eine künstliche Ver-einigung mehrerer einzelner Theile, Hebel, Rollen,Winden, Räder, Schrauben rc. erforderlich ist,welche man die Umtriebs- oder Zwischcnma-schine, zuweilen auch das Geschirr nennt. EineBewegungsmaschine kann meist zur Bewegung ver-schiedener Arten von Arbeitsmaschinen und auchmehrerer derselben zu gleicher Zeit benutzt werden,und so werden oft durch eine einzige Dampsmaschinealle in einer Fabrik rc. gebrauchten Arbeitsmaschinenin Bewegung gesetzt und auch noch verschiedeneNebenarbeiten, wie das Aufheben und die Fortbe-wegung von Lasten rc. ausgeführt. — Besondersseit dem Anfange dieses Jahrhunderts sind eine großeMenge Maschinen erfunden und die vorhandenenbedeutend verbessert worden, und diese große Ver-vollkommnung und Ausbildung desMaschinenwejenshat einen außerordentlichen Einfluß auf das ganzeGebiet der menschlichen Industrie gehabt und diesersowie dem Handel ganz neue Richtungen gegeben.Man hat es ihnen zu danken, daß eine Menge zumBedürfniß, zur Bequemlichkeit und zum Luxus die-nender Gegenstände für einen, früher nicht für mög-lich gehaltenen wohlfeilen Preis und zugleich in einerviel größeren Vollkommenheit erzeugt werden, wo-durch wieder der Verbrauch dieser Gegenstände außer-ordentlich zugenommen hat; es werden sogar jetztdurch Hülfe von Maschinen Arbeiten ausgeführt,welche durch blose Menschenkraftjund selbst mit Auf-wendung bedeutender Kosten kaum möglich sein wür-den. Besonders hat die Benutzung deö Dampfesals Triebkraft die außerordentlichsten Wirkungen her-vorgebracht. Auch werden viele Dinge durch Ma-schinen in viel größerer Gleichmäßigkeit erzeugt, alses durch Menschenhände möglich sein würde. ZurVerfertigung der zahlreichen Maschinen und der ein-zelnen Theile derselben sind oft wieder besondere,eigenthümliche Maschinen nöthig und sie geschiehtgroßentheils in eigenen oft sehr umfangreichen Dia-schi neufabriken, zu deren Anlegung zum Theilbedeutende, durch Actien aufgebrachte Kapitalien er-forderlich gewesen sind. Am frühesten und am höch-sten ist das Maschinenwesen, sowohl in Bezug aufdie Anwendung als auch auf die Anfertigung derMaschinen, in England ausgebildet worden undlange Zeit wurden daselbst die meisten und vollkom-mensteu Maschinen verfertigt, init denen die dortigenFabriken fast alle anderen Länder versahen. In derneueren Zeit haben aber andere Länder und nament-lich Frankreich, Belgien und Deutschland, solcheFortschritte in der Ma'schinenfabrikation gemacht, daßsie mit England jetzt auf gleicher Stufe stehen, undnamentlich werden jetzt von den zahlreichen deutschenFabriken ausgezeichnete Dampfmaschinen verfertigt.
Maschinenschmieröl ist das aus der trocknenDestillation gewonnene, schwerere Oel, welches nachdem Photogen und Solaröl überdestillirt. Es hatein specifisches Gewicht von 0, n2 — 0, 95 . Man setztzu demselben auch noch andre Fette, wie Wallrath rc.hinzu. Es enthält auch noch Quantitäten von Pa-raffin.
Mascochi heißt eine Gattung leichter geblümterBaumwollenzeuge, etwas stärker als Musselin, diebesonders in Oesterreich verfertigt werden und nachder Türkei gehen.
Masholder, s. Ahorn.
Maskat, Hauptstadt eines Reichs in der arabi-schen Provinz Oman, dessen Beherrscher auch dieostafrikanische Küste vomAequator bis zum 10. Gradsüdlicher Breite besitzt und jetzt auch auf der InselZanzibar (s. d.) an dieser Küste residirt. DieStadt Maskat liegt au der südöstlichen Küste desMeeres von Oman und ist ein wichtiger Seehandels-platz , welcher in bedeutendem Handelsverkehr mitPersien, Indien und der arabischen Küste steht. Siehat 60,000 Einwohner und einen gegen alle Windegesicherten, von mehreren Forts vertheidigten Hafen,der beste und fast der einzige an dieser ganzen Küste.Sie ist eine Hanptniederlage der Erzeugnisse Ostin-diens , Persiens und Arabiens und führt hauptsäch-lich Kaffee, Gummi, Weihrauch und andere Dro-guerieu, Datteln , Elfenbein, Straußfedern rc. aus;besonders wird hier ein bedeutender Perlenhandel be-trieben. Sie besitzt eine Anzahl Handelsschiffe, welchemeist Eigenthum des Jmans selbst sind und dieKüsten Arabiens und Afrikas, sowie die von Ostin-dien , selbst bis Calcutta befahren. Der Jman ge-währt vollständige Religionsfreiheit und die Bewoh-ner der Stadt bestehen daher aus den verschiedenste»Nationen.
Geldwähruug. Die hiesige GeldwährunHist zweierlei. Die Einheit derselben, der Mahmudroder Mabomedi, ist entweder eine geprägte Kupfer-münze oder eine bloß ideale Münze. Die ersterewird in 20 Gaß oder Goz getheilt, der ebenfalls inKupfer geprägt ist, und es werden 20 solcher Mäh-mudis auf den spanischen Dollar gerechnet, daher derWerth desselben 2 Sgr. l f846 Pfa. = 7 Kr. Pfg-südd. W. — 2 3 /s Pence Sterl. In Handelsgeschäfte»rechnet man jedoch gewöhnlich nach Tomans zu 100Mahmudis, welche beide nicht geprägt sind, und vo»diesen Mahmudis gelten 5 eine Silberrnpie, b etToman also 20 Rupien. Nach einer andern Angabeaber gilt der spanische Piaster 10’,4 solcher MahMswdis, so daß der Werth des Mahmudi 4 Sgr. 0,03-2^prenß. Crt. betrüge. — Die hier coursirenden Di»^zen sind spanische Piaster, ostindische Rupien, deutschtConv -Speciesthaler und französische Münze». ^H a n d e l s g e w i ch t ist der M a u n d oder M a h »■welcher in 24 Cuchas getheilt wird und 3,9089 $ llD#grammen wiegt.
Masken oder Larven, Nachbildungen dessichts, mit denen man bei Maskeraden rc. das Ge-sicht bedeckt, um sich unkenntlich zu machen. M»verfertigt sie entweder von einer Papiermasse,, oDe .,von feinem Leinen- oder Baumwolleuzenge, die l»Wachs überzogen und auf der äußeren Seite bemaund lackirt werden, zuweilen jedoch auch vonden zeuge oder von Sammt. Sie haben entweder vnatürliche Farbe des Gesichts, oder sind ganz lve ooder ganz schwarz; die letzteren bedecken meist mdie obere Hälfte des Gesichts; auch verfertigt m