Maskapci
175
Mastix
bloße Nasen, Backen, Bärte rc. Eine besondere Artsind die sogenannten Nacht mästen aus einemfeinenGewebe, das mit wohlriechendemOele getränktist, welche zuweilen von Damen während der Nachtznr Conservirung des Teints angelegt werden. DieMeisten Maskenfabriken sind in Venedig und inParis, doch gibt es deren auch in mehreren anderenitalienischen und sranzösischen Städten: in Deutsch-land ist die bedeutendste Fabrik vonGropius inBerlin, welche eben so schöne und wohlfeilere Mas-ken liefert, als die italienischen und sranzösischen. —Ueber Puppenlarven f. Puppenköpfe.
Maskopei bedeutet ursprünglich so viel als dasholländische Maatschappij (s. d.), nämlich Han-delsgesellschaft oder Compaflniegeschäft; man brauchtes aber jetzt nur noch zuweilen von einer BerbindungMehrerer Personen zur Erbauung oder zum Kaufeines Seeschiffes, indem man sagt, sie haben MaS-kopei mit einander gemacht.
Maslak, s. Opium.
Masliebe, s. Gänseblume.
Massa, ein Gold- und Silbergewicht im engli-schen Ostindien, auch der Name eines Edelsteinge-wichts in Surate.
Masse, Concursmasse, Creditmasse,Faillitmasse, heißt'bei einem Concurs das ge-summte Vermögen des Failliten oder Gemeinschuld-Uers, welches den Gläubigern überlassen und nachBerhältniß ihrer Forderungen unter sie vertheil:wird.
Massikot, s. Bleigelb.
Masftru heißt ein leichter, taffetartiger ostindi-scher Seidenzeug, der besonders in Surate verfertigtwird.
Maße, s. Getreidemaße, Hohlmaße, Kör-permaße, Längenmaße.
Maßel, Maaßel, Mäßlein, ein österreichi-sches und bairisches Getreideinaß.
Maßkanne, ein Flüssigkeitsmaß in Baiern.Maßiasch, s. Ungarische Weine.Masioyrinde, von dem auf Java und anderenKindischen Inseln wachsenden Laurus Burmanni;
ist dünn, braun, mit einer grauen Oberhaut undMgenehmem, dem Zimmt ähnlichen Geruch undGeschmack. Unter ihrem Namen kommt sie inDeutschland nicht vor, doch soll sie oft für Kulila-ban rinde verkauft werden; sie ist aber weniger ge-^"rzhaft als diese.
Mastello, ein Flüssigkeitsmaß im Kirchen-staate < s. R ö m i s ch e Staaten) und in Venetien,st Oesterreich.
Masten oder Mastbäume sind lange und starkeBaumstämme, meist von Tannen- oder Fichtenholz,welche auf See- und Flußschiffen senkrecht stehen und? ,c Segel tragen. Sie sind mit ihrem Fuße aufSchiffskörper gehörig befestigt und werden nach°ven durch Tauwerk, auf Seeschiffen durch die soge-«annten Wanten (Wandel in ihrer senkrechtenStellung erhalten. Auf den Seeschiffen sind dietasten bis über 100 Fuß lang und da es seltenaumstämme von dieser Länge und der nöthigentarke gibt, so werden sie aus 3 Stücken zusainmen-hrts •' toDU teilen das unterste der eigentliche Mast,vnmtelstedie Stenge und das oberste die Bram-Das unterste Stück, welches bei den!LrJ 1 Masten über 3 Fuß in: Durchmesser haben jftrtm ^stebt bei diesen aus einem schwächeren Baum- immc, die Zunge genannt, welche mit mehreren
vierseitig behauencn, genau zusammenpassenden unddurch starke eiserne Bänder zusammengehaltenenBalken, die Wangen oder Schelpen, umgebenwird. Auf diese Art sind jedoch gewöhnlich nur diebeiden größten Masten der Seeschiffe eingerichtet.Der größte oder Hauptmast, welcher der großeMast genannt wird, steht in der Mitte des Schiffes,geht durch den ganzen Körper desselben und ruht aufdem Kiele. Vor diesem steht der Fockmast, welcherum V» kürzer ist und ebenfalls bis auf den Kielhinabgeht, und hinter dem großen Mäste steht derB e s a n m a st, welcher nur s /., der Höhe desselben hat.Außerdem haben die Seeschiffe noch einen viertenMast, welcher schief über das Vordertheil hinausragtund das Bugspriet, das zu seiner Verlängerungangesetzte Stück der Klüverbaum und die zweiteVerlängerung der Jag er genannt wird. Die Fluß-schiffe haben in der Regel nur einen oder zwei, auseinem einzigen Baume bestehende Masten und keinBugspriet.— Die Masten sind ein wichtiger Gegen-stand des Holzhandels, besonders in den Ostseehäfen,da die besten aus den Waldungen Schwedens, Nor-wegens und des nördlichen Rußlands kommen.Früher gingen viel dergleichen Stämme aus demBadischen auf dem Rheine nach Holland; jetzt abersind die dasigen Wälder ziemlich erschöpft und diegroßen sogenannten Holländertannen sind daselbsteine Seltenheit. Das beste Holz zu Masten gibtdie Nordamerikanische Weymouthskiefer. (S. auchHolz).
Mastikot, s. Blei gelb.
Mastix, Mastich oder Mastixgummi,Gummi oder liesinaMasticliis, ist das weiß-liche oder hellgelbe, harte, trockene und durchscheinendeHarz der besonders auf den griechischen und türki-schen Inseln wachsenden Mastixpistazie, PistaciaLentiscus , aus der es im Sommer von selbst aus-schwitzt und im Herbst aus Einschnitten fließt, dieman in die Bäume macht. Aus den Früchten diesesBaumes gewinnt man ein Oel, welches dem Olivenölähnlich ist. Das beste Mastixgummi, der sogenannteSerailmastix, Mastix electa, s. in granis, gingin früherer Zeit nur nach Konstantinopel und hateine matte Oberfläche, wie bestäubt, glänzt jedoch aufdem Bruche wie Glas. Dabei hat es einen gewürz-haften, etwas zusammenziehenden Geschmack und aufKohlen verbrannt einen angenehmen balsamischenGeruch, und löst sich in Weingeist größtentheils, inätherischen und fetten Oelen völlig auf. Durch dasAlter bekommt es eine gelbliche Farbe, welche diegeringere Waare auch von Natur hat. Oft hängteine thonartige Masse an den Körnern, welche durchAbputzen davon entfernt werden muß; auch ist eshäufig mit Steinchen, Rindenstückchen und anderenUnreinigkeiten vermischt. Der Preis richtet sich nachder Menge dieser Beimischungen und nach der Farbe.Das beste kommt von der Insel Chios, wo der Baumkultivirt wird und der Ertrag ein Monopol der tür-kischen Regierung ist.— Mastix in S-orten nenntman geringe unreine Waare, welche besonders ent-steht, wenn das Einsammeln bei regneriger Witterunggeschieht. Der Mastix enthält nur Spuren vonätherischem Oel, Harz und Masticin. — Maubraucht den Mastix zu Zahnkitt, in der Medizin zuSalben, Pflastern, Zahn - und Räncherpulvern; dieAuflösung desselben in Weingeist oder Terpentinöl,der M a st i x f i r n i ß, wird zum Lackiren, zum Ueber-ziehen von Gemälden und beim Vergolden gebraucht.Mau bezieht ihn hauptsächlich von Trieft, in Kisten