Mallixkraut 176 ' Matico
von ca. 200 Pfd. Die Preise sind großen Schwan-kungen unterworfen; die ausgesuchte geputzte Waarekostet gegen 50V,, mehr als der natürliche. Zuweilenwird er mitSandarak vermischt, der aber beim Kauennicht weich wird, sondern ein knirschendes Pulverbildet. Früher wurde auch das Holz des Mastix-baumes unter dein Namen lügnam Pcntisci in derMedizin gebraucht; jetzt wird es nur zuweilen zuZahnstochern benutzt. Die gepulverten Lentiscus-blätter verwendet man in Griechenland und inder Levante als Gerbematerial und sie sind daselbstein Handelsartikel.
Mastixkraut wird das Katzenkraut zuweilengenannt.
Masulipatam oder Masulipatnam, See-stadt in der ostiudischen Präsidentschaft MadraS aneinem Arme des Kißna, mit 80,000 sehr betriebsamenEinwohnern, einem guten Hafen und Fort, in wel-chem sich das Regiernngs- und Gerichtsgebäude be-findet. Die Stadt ist besonders wegen ihrer Baum-wollenmanufakturen berühmt, die aber früher vielbedeutender waren als jetzt, indem von ihren Erzeug-nissen viel nach Europa kam, während sie jetzt nurnoch in den asiatischen Ländern einigen Absatz finden,da sie kaum im Stande sind, die Concurrenz derwohlfeilen englischen Fabrikate zu bestehen. Indessenfindet ein bedeutender Zwischenhandel mit englischenManufaktnrwaaren statt, welche von hier in dasInnere des Landes gehen, und der Handel der Stadtmit den aus dem Innern kommenden Produkten:Baumwolle, Indigo, Reis, Edelsteine aus Golkonda,Perlen rc. ist ebenfalls sehr lebhaft.
Geldwährung, s. Ostindien. — Früher rech-nete man hier außer nach Silberrupien zu 16 Annas,auch wie in Madras nach Pagoden zu3VsRupienund diesen Werth haben die hiesigen Pagoden unddie von Madras auch noch in den jetzigen Compag-nierupien. Die Pagode war eine Goldmünze.
Maße und Gewichte. Das hiesige Längen-maß ist der J ard ä 2 Cnbits L 3 Spans a 2Palms, der aber 38V« engl. Zoll lang und = 0, 911BNieter ist.— Getreide maß. Das Garce hat5 Candies a 80 Mercals ä 6 Mannikahs ä2Schvahs oder Zavahs ä 2 Solahs ä. 2 Arsolahs ä 2Giddahs; es enthält an Gewicht 1800 Seers undwird an Rauminhalt — 1250 alten engl. Gallons,— 5505, 8 Liter gerechnet. — Die Einheit des Häu-delsg ewichts ist der Seer, der aber von sehr ver-schiedener Schwere ist. Der Cutcha-Seer. dessensich die hiesigen Kaufleute bei den Geschäften untersich bedienen, wiegt liy 4 Unzen engl. adp., --------
318,9 S1 Grammen; außerdem gibt es aber noch meh-rere besondere Seers für verschiedene einzelne Artikelzu 121/a, 12 und 9 Unzen engl. adp. oder 354, 3ß7 ,340,198 und 255,14g Grammen, und für den Handelmit Calcutta und Heiderabad gibt es einen soge-nannten Pncka-Seer, welcher 2 Pfd. engl. ad'p.,= 907,i 8 Grammen wiegt. Das Candh hat20 Maunds ä 40 Seers ä 8 Nowtanks ä 2 Chat-tanks , und die Schwere dieser Gewichte ist eben soverschieden als die des Seers. Beim Goldgewichtwird der Seer in 24 Tolams h 30 Chunams getheiltund wiegt 4296,gg engl. Troygrän,--- 278,497 Gram-men. Das Silber wird nach alten Madrasrnpiengewogen und 24 derselben auf den Seer gerechnet,welcher demnach -- 274 ,9314 Grammen ist.
Masulipatams oder Masulipatnamsnannte man früher baumwollene Schnupftücher von1'/«—IV« brab. Elle ins Gevierte, ferner feine bunte
gemalte und gestreifte Baumwollenzeuge, welche inMasulipatam und überhaupt auf der Küste vonKoromandel verfertigt wurden und häufig nachEuropa kamen. Später hat man sie in den euro-päischen Fabriken nachgeahmt.
Matalanga heißt eine Art spanischer Anis ausder Provinz Jaen.
Matanzas oder S an Carlos de Matanzas,an der Nordküste von Cuba, in reizender Lage, nächstHavannah der wichtigste Hafeu dieser Insel unddurch Eisenbahn mit letzterer Stadt, überhaupt mitdem Innern des Landes verbunden. Im Jahre1827 hatte sie nur 13,000, 1836 schon 56,000 Einw.;jetzt zählt sie mindestens 60,000 Seelen. Haupt-artikel der Ausfuhr ist Zucker, wovon jährlich imDurchschnitt 390,000 Faß; außerdem Melasse 55,000Oxhoft, Kaffee 3,400,000 Pfund exportirt werden.Die Gesammtzahl der Schiffseinküufte im Jahre1862 betrug 703, der bezügliche Tonnengehalt176,837, worunter die amerikanische Flagge mit326, die spanische mit 190, die englische mit 132 unddie französische mit 7 vertreten war. — Die Stadtbesitzt eine Bank unter dem Namen Sän Carlos-Bank.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,
Westindien.
Matapolams, s. Madapolams.
Mate, f. Paraguaythe e.
Materialwaaren oder Spezereiwaarensind eigentlich alle Artikel, welche, ehe sie verbrauchtwerden können, einer weiteren Bearbeitung bedürfenund die also das Material oder der Stoff zu letzterersind. Gewöhnlich aber versteht man darunter dieverschiedenen rohen oder halb verarbeiteten Waaren,welche theils zur Speise, theils zu anderen Zweckendienen und mit denen die Detaillisten handeln,namentlich Colonialwaaren, Gewürze, verschiedenetrockne Früchte und Gemüsewaaren, ausländischeButter und Käse, Oel zum Speisen und Brennen,Tabak und manche Farbewaaren. Die Kaufleute,welche damit handeln, werden daher Materialistenoder Spezereihändler genannt. Der NaweSpezereiwaaren ist besonders im südlichen Deutscheland gebräuchlich, wo man unter Materialwaarendie Drogueriewaaren versiebt.
Nnior ?6r1nrum, s. Perlmutter.Mathematische Instrumente sind die versch^denen Instrumente, welche bei der angewandtenMathematik, der Geometrie, Feldmeßkunst, Mark-scheidekunst und zum Theil auch bei der Astronom^gebraucht werden, die aber keine Gläser zum H"Vdurchsehen haben, in welchem Fall sie zu den opt^scheu Instrumenten gehören. Die kleinen, wie Zsi'-fei, Reißfedern und bergt., werden gewöhnlich tnBestecke vereinigt, welche Reißzeuge ls. d.) heißewSie werden meist von den Mechanikern in den gr^ßen Städten verfertigt, von denen mehrere das Ge-schäft, besonders was die häufig gebrauchten Art»
dieser Art betrifft, auch fabrikmäßig betreiben- ^geringerer Qualität werden diese, besonders Zlrke'Reißfedern und dergl. auch in Nürnberg und Für vverfertigt. Früher bezog man die besten Justrunmaus England, jetzt aber werden die in Dentschkalverfertigten von keinen anderen übertroffen.
Matico oder Mutica. Folia oder II er ~VMatico, kommt von einer in Peru wachseü^Pfefferart, wahrscheinlich Piper asperifolium 9 e 'Die Blätter sitzen auf knotigen rundlichen Stiele 'sind eirund und länglicht, stark netzförmig geader,