Mauritius
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Mkcktentmrghs
2)iiU. Pfd. erzeugt werden. Die Bewohner beschäf-tigen sich meist mit Acker- und Plantagenbau. DieHauptstadt ist St. Louis oder P o r t N o r d o u e st,früher PortNapoleon, 76,000 Einw., eine meistaus hölzernen, niedrigen Häusern bestehende Stadtmit ungepflasterten Straßen und Freihafen, in wel-chem während des Jahres 1861 im Ganzen 763Schiffe, darunter 40 mit Ballast eingelaufen sind;492 kamen mit englischer, 17!» mit französischerFlagge an. Ihr Gesammttonnengehalt belief sichauf 284,135 Tonnen. 1862 liefen nur 663 Schiffeein. Einen größeren Hafen hatPortBourbon,oder Port Sudest, früher Port Jmperial,welcher ebenfalls lebhaften Handel treibt. — DerGesammtverkehr der während des Jahres 1861 vonMauritius ausgeführten Güter belief sich auf1.937,780 Pfd. Sterl., nebst 13,000 Pfd. Sterl. inBaarschaften. Eingeführt wurde zum Werthevon 2,249,123 Pfd. Sterl. und an Baarschaften398,165 Pfd. Sterl. Im ^Jahre 1862 erreichtenEin- und Ausfuhr ähnliche (summen. Bon Zuckerwurden in letztgenanntem Jahre 267,996,746 Pfundim Werthe von 2,451,061 Pfd. Sterl. exportirt.
Rechnungsart und Münzen. Man rechnethier meist, wie in England nach Pfund zu 20 Schill.a 12 Pence Sterl, doch auch noch wie früher nachEourant- oder Colonial-Piaster oder Dollars zu 100Eents oder nach Colonial-Livres zu 10 Cents k 2Ions und auch nach ostindischen Rupien. DerEolonial-Piaster gilt 4 Schill. Sterl. oder ca. 1 Thlr.10 Sgr. im 30 Thlr. F., der spanische Piaster abergilt 4% Schill. und es sind daher 12 spanische —13 Colonial-Piaster. Der letztere ist nicht geprägt,Megen hat die englische Regierung ganze, halbe,^iertel-, Achtel-und Sechzehntel-Piaster, ganz wieme spanischen prägen lassen. Unter der französischenHerrschaft sind für die Insel Silbermüuzen zu 10Eolonial-Livres, von denen 2—1 franz. Frankengerechnet werden, Mchlagen worden, welche an (Ze-ucht und Feingehalt den 5 Frankenstücken ziemlichMich sind, sowie auch Kupfermünzen, 8ous margueK,1% Cents oder 3tLolonial-Sous. Die ostindische^on^pagniernpie gilt im Handelsverkehr gewöhnlich2 Schill. Sterl.
53(111 f'en. In St. Louis befindet sich neben ver-gebenen Kreditinstituten eine Bank, Oommoroial-welche int Jahre 1831 mit einem Kapital von^>0,000 Piastern in Actien ü. 500 Piaster gegründetwurde und früher selbst Noten ausgab. Dieses^rcht trat sie jedoch im I. 1849 an die Regierungwelche seitdem durch die Bank Regierungsnoten5 und 10 Rupien ausgeben läßt, die als Papier-rirknliren und von den Regierungscassen zu 110 Pence Sterl. für die Rupie eingewechselterden. Die halbjährliche Dividende der Bank be-. gewöhnlich 4»/o. — Bor wenigen Jahren haben^.gusche Kapitalisten ein neues Kreditinstitut „Thecv^:^°1°iiial Hank“ etablirt, da der Verkehr der^Mel fortwährend steigt.
» ,^"rse. Der Cours der 3-Monatwechsel auf^on ist in der Regel 4 bis 6% Agio; der Dis-^ Jcchx ^ em d^tze schwankt zwischen 6 und 12%
eiiiir und Gewichte sind zwar gesetzlich dieim eä L sind noch meist die alten französischen9 Man rechnet gewöhnlich 7 Annes —
wird (eigentlich 9 ,„«2 Yards); die Belle
7 1*1^ engl. Weingallons a 4 Quarts ä 2v nw a 4 Gills getheilt; 30 Veltes sind 1 Cask oder
Barrique; der Qniutal oder 100 Pfd. franz. Mark-gewicht wird --- 108 Pfd. engl. aüp. gerechnet. DasTon ist bei Zucker und Ebenholz ----- 2000, bei Kaffeeund Getreide ----- 1400, bei Gewürznelken — 1000Pfd., bei Baumwolle ----- 750 Pfd. Markgewicht.Kaffee wird pr. Sack von 110 Pfd., Baumwolle pr.Ballen von 250 Pfd. verkauft.
Mausöhrchen, s. Habichtskraut, gemei-nes.
Mauth wird in Oesterreich, Baiern rc. der Zoll,besonders auf Waaren, auch das Zollamt genannt.Daher Mauthbrief, die Deklaration, welche denvom Auslande eingehenden Waaren vom Absenderbeigegeben werden und die den Ort und das Datumder Absendung, den Namen des Absenders und desEmpfängers, Zeichen, Inhalt, Brutto- und Netto-gewicht der einzelnen Colli, letztere nach dem Gewichtdes Bestimmnngsortes, sowie auch gewöhnlich denWerth der Waaren enthalten muß.
Mauthamt, s. Zollamt.
Mauve , eine Farbennüance des Anilin; es istein zartes Dunkelviolett, der schwarzen Malve ähn-lich, von der es den Namen erhalten hat.
Maxd'or, eine ältere Goldmünze in Baiern, s. d.
Maxirnuin, das Höchste, der höchste Preis einerWaare.
Mayennes sind seine weißgebleichte Hanfleinen,welche in den französischen Departements Maineund Somme verfertigt und über RenneS und St.Malo ausgeführt werden.
Mazagrantine hieß ein früher gebräuchlicherfranzösischer changirter Zeug aus Seide und Wolle,in welchem das einfache glatte Muster von schwarzemoder andersfarbigem wollenem Garne eingewebt war.
Mazamet ist eine Art dichter, geköperter wollenerMolton, der in Frankreich im gleichnamigen Orte beiCastres in Languedoc verfertigt wird.
Mazeminer, s. Maceminer.
Ma^ze, eine Anzahl von 50 Stück zählenderGüter in Konstantinopel.
Meat-beef, s. Fleischzwieback.
Mecheln (Malines), Stadt in der belgischenProvinz Antwerpen, auf halbem Wege zwischenAntwerpen und Brüssel, an der Dyle und am Kanalvon Löwen, mit 33,000 Einw., einer sehenswerthenKathedrale, einer Malerakademie, wichtigen und zahl-reichen Fabriken in Spitzen, die für die besten unterden brabantischen gelten und die Mecheln lange be-rühmt gemacht haben. Die übrigen Manufacte be-stehen in Wollstoffen und Wolldecken, Leinen, Filz-und Strohhüten, Möbeln, Leder, Wachstuch, Oel,Leim, Stärke, Juwelenarbeiten, Seilen, Nägeln,Wachs- und Talgkerzen rc., auch sind bedeutendeBierbrauereien vorhanden, die einen großen Ruferlangt haben. Wichtig ist der Handel dieser Stadt,die das Centrum aller belgischen Eisenbahnen ist.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. B elgien.
Mechlinet heißt ein englischer feiner Westenzeugaus Baumwolle und Leinen.
Mechoacannawurzel, s Jalappenwurzel.
Mecklenburg blue heißt eine in England ver-fertigte blaue Farbe , die in kleine Kuchen mit demaufgedrückten Bildnisse einer englischen Königin undder Umschrift Mecklenburg geformt ist.
Mecklenburghs sind glänzende, damastartigewollene Zeuge mit bunten Streifen und einbroschir-ten Blumen, welche in England, besonders in Bristol,Norwich, Halifax rc. verfertigt werden.
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