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Zweiter Band.
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Monatelli

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Monopol

einen Persicogeschmack geben; die ebenfalls wohlrie-chenden Blätter werden in Amerika als Thee (pen-sylvanischer oder Oswegothee) und sowie dieSamenkörner auch als Gewürz an Speisen benutzt.Die nämliche Anwendung finden die Blätter derrührigen oder purpnrrothen M., Nonaräafistulosa, und aus der 14. puaetata, mit gelben, rothPunktirten Blumen, gewinnt man ein nach Kampherriechendes ätherisches Oel, das in Amerika in derMedizin gebraucht wird.

Monatelli nennt man in Tirol eine Art ausge-zeichneter Aepfel, welche von Trient und Roveredoaus weit verschickt werden.

Mvnatsklee, s. Luzerne.

Moncades, s. Mocades.

Moncahiart oder Moncayard heißt in Frank-reich ein feiner, theils glatter, theils geköperter halb-seidener Zeug, der besonders nach Spanien geht.Auch wird ein gewässerter und changirender Zeugaus Kameelhaar so genannt, der von Konstantinopelund Smyrna nach Spanien und Amerika ausge-führt wird.

. Mondello, ein Getreidemaß auf der Insel Si-cilien.

Mondino, ein Salzmaß (= 8 Mine) in Genua.Mondmilch, s. Bergmehl.

Mondstein, s. F e l d sp a t h.

Monesia heißt ein harter, brauner Extract ausder gleichnamigen Rinde, die von einem noch unbe-kannten Baume in Südamerika, angeblich vonOhrysophylum glycyphorum, kommt, Von süßlichem,stark adstringirenden Geschmack. Er wurde beson-ders gegen Blutungen empfohlen, ist aber bereitswieder vergessen.

Mongolei oder Hochasien heißt das den Chi-Uesen unterworfene, noch sehr wenig bekannte Land,zwischen dem eigentlichen China. Tübet, Tnrän,Sibirien und der Mandschurei, dessen Umfang auf91,000 Meilen mit 3 — 4 Millionen Einwoh-ner geschätzt wird. Es ist eine Hochebene von4000 bis zu 12 und 16,000 Fuß Höhe, die sich gegen^üden in die große Sandwüste Kobi oderSchamo verliert und auch sonst meist eine dürre,schlecht bewässerte und fast baumlose Steppe ist, die"sdessen auch hin und wieder fruchtbare Striche und^häler mit vortrefflichen Weideplätzen hat. ImIsorden fließen der Jrtisch mit dem Tobol, die^olenga und der Jenisei nach Sibirien, östlich1)61 Kirulun oder Argun, später Amur ge-nannt, und der Sira Muren nach der Man-dschurei, u. südlich der Lauho, Paiho, Hoanghound der Uantsekiang mit vielen NebenflüssenUach China. Im Innern gibt es mehrere «steppen-üusse, die sich in Landseen verlieren, unter anderen^ Tarim oder Jarkend, der eine Menge^oenflüsse aufnimmt und sich in den Lopsee er-»wßt. Außer diesem sind besonders im Nordwesten,uver auch im Innern noch mehrere bedeutende Land-meisten Gewässer und an vielen StellenUch der Erdboden enthalten Salz. Das Klima isterst rauh, mit langen, schneereichen und stürmischenUntern, in dem südlichen Theile und den ThälernJr ex lvarm und im Westen sogar drückend heiß.at g . Pflanzenreich liefert noch weniger Produkte,^ Boden hervorbringen könnte, da die meist^mstrenden Bewohner wenig Ackerbau treiben,* fruchtbaren Strecken größtenteils nur alsb.t?5°"d benutzt werden; indessen gibt es Obst,

I noers Melonen, hin und wieder Getreide, Reis

' Sott’3 ltnio..8ejkon. II.

und im Süden auch Baumwolle und Südfrüchte,außerdem besonders Ginseng und Rhabarber. DasThierreich liefert viel Pelz- und Raubwild (Bären,Wölfe, Füchse, Fischottern, Zobel, fliegende Eich-hörnchen, Biber, Tiger, Luchse), ferner verschiedeneHirsch - und Hasenarten, zahme und wilde Kameele,Rinder, Pferde, Esel, Schafe, Hunde, Katzen rc.,Raub- und Singvögel, Heuschrecken und Fische.Das Mineralreich wird nur sehr wenig benutzt;man gewinnt nur etwas Blei, Gold und Silber,obgleich die Berge gewiß viel Metalle enthalten;auch finden sich viel Achate, Karneole, Calcedone,Kachelong, Lasursteine, Türkise, Asbest rc. DerHandel ist nur im westlichen Theile, der überhauptder kultivirteste ist, von einiger Bedeutung mit Thee,Seiden- und Baumwollenwaaren, Silber, Por-zellan rc.; außerdem zwischen Maimatschin undKiächta in Sibirien. — Das ganze ungeheure Landenthält nur wenig Städte, von denen folgende diebemerkenswerthesten sind: Urga am FlüßchenTolaoder Tula und an der Straße nach Kiächta, mit10,000) Einw., meist chinesische Kaufleute; dabei eingroßes Kloster mit Tempel und der Wohnung desobersten Priesters aller Mongolen und mit 10,000Priestern (Lamas), die in Filz- und Lehmhüttenwohnen. — Maimatschin, kleine Stadt. Kiächtagegenüber, mit bedeutendem Handel, da sie der ein-zige Communicationspunkt zwischen China undRußland ist. — Ili oder Kuldscha am Jli-flusse, Sitz des Oberstatthalters der Tschun-garei oder Songarei (des nordwestlichen Theilesdes Landes) und Oberturkestans, mit 75,000Einw., treibt, sowie Tschugutschak und Kasch-gar (berühmter Handelsplatz mit 16,000 Einw.)bedeutenden Karavanenhandel mit Semipalatinsk inSibirien, indem sich die Führer der russischen Kara-vanen für Kirgisen ausgeben. — Iarkand oderIerkim, wichtige Handelsstadt am Tschianschanmit 15,000 Einw. und Messen, welche von bokhari-schen und usbekischen Kaufleuten besucht werdendürfen; bedeutender Karavanenhandel auf derStraße von Peking nach Bokhara. — Aksu, amgleichnamigen Flusse mit 30 — 40,000 Einw. undbedeutender Industrie, Baumwollenweberei, Stein-schleiferei.— Uschi oder Uschi Turfau, in obst-und getreidereicher Gegend, mit Münze, Zollamt.— In der Provinz Choten oder Chotan, mitder Hauptstadt Karakasch, wird starker Wein-uud Seidenbau getrieben und es finden sich vielEdelsteine. — Die Geld-, Maß- und Gewichts-verhältnisse sind im westlichen Theile meist wiein Buchara, sonst wie in C h i n a.

Mongopoes sind eine Gattung baumwollenerostindischer Zeuge, welche besonders nach den Phi-lippinen gehen.

Monk, s. Drosin.

Monme (Maß), ein japanesisches Gewicht, alsEinheit des Handels-, Gold- und Silbergewichts.

Monopol nennt man das von einer Regierungeiner gewissen Person oder Gesellschaft ertheilte oderauch sich selbst vorbehaltene Recht, ausschließlich eingewisses Gewerbe betreiben, eine Sache anfertigenoder damit Handel treiben zu dürfen. Regierungs-monopole, welche auch Regale genannt werden,sind in den meisten Ländern die Gewinnung undder Verkauf des Salzes, in vielen Staaten der Han-del mit Tabak, die Verfertigung des Schießpnl-vers rc. Der Zweck derselben ist gewöhnlich eineindirecte Besteuerung der Consumenten, deren Be-

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