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Zweiter Band.
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Mans

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Montevideo

zahlung diesen, da sie für ein tägliches Bedürfnißzwar oft, aber nur in kleinen Beträgen geleistetwird, nicht so schwer fällt, als eine directe Abgabe,und in dieser Beziehung sind sie, wenn ein unent-behrliches Bedürfniß dadurch nicht zu sehr vertheuertwird, oder wenn sie ein entbehrliches, wie den Tabakbetreffen, eine nicht zu tadelnde Einrichtung, da siegewöhnlich dem Staate bedeutende Summen ein-bringen. Sonst ist man von der Ertheilung derMonopole jetzt fast zurückgekommen, da die Indu-strie sich nur bei freier Concurrenz heben kann.Die Privilegien, welche Erfindern für die alleinigeAusführung ihrer Erfindung während einer gewissenZeit ertheilt werden, sind jedoch eigentlich ebenfallsMonopole und ebenso auch die Privilegien oderBerbietungsrechte der Zünfte.

Mons, Hauptstadt der belgischen Provinz Hen-negau, au der Trouille, die mit der Scheide durcheinen Kanal verbunden ist, Hauptknotenpunkt dervon Frankreich kommenden beiden SchienensträngeSt. Quentin -Hautmont und Douai-Balenciennes(der franz. Nordbahnen) und dem belgischen Eisen-bahnnetz, mit 27,000 Einw., einem Handelstribu-nal, einer Handelskammer, einer Bau- und Zeichen-schule, eurer Gesellschaft für Industrie, Handel undAckerbau, großartigem Steinkohlenbergbau, Blei-und'Kupfergießerei, Manufakturen für Tuch, Leinen,Baumwollenwaaren, Feuerwaffen, Messer, Hüte,Tabak, Oel, Seife, Cichorien, Essig, Kerzen, gerei-nigten Zucker rc. und lebhaftem Handel.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. Belgien.

Montagneweme sind sehr gute weiße und rotheChampagnerweine aus dem Bezirk Noàgne deKheims tn der Nähe dieser Stadt.

Mvntalevne, heißt eine Art Seide aus Cala-brien, die meist schon gezwirnt als Nähseide, theilsroh, theils gefärbt über Neapel versendet wird.

Montana oder Montona heißt ein vortreff-licher feuriger weißer Wein von der Insel Majorka.

Montaubansche Weine aus der Gegend vonMontauban im französischen Departement Tarnund Garonne, von denen die rothen dem Burgun-der wenig nachgeben und auch oft für diesen verkauftwerden, und die weißen ebenfalls sehr gut und auchim Auslande beliebt sind. Viel davon geht nachBordeaux, besonders wenn die Lese im Medoc nichtergiebig genug gewesen ist.

Montbartier, ein guter rother Wein aus demBezirk Castel-Sarrasin in der Nähe von Montbar-tier im Departement Tarn und Garonne.

Montbasin heißt ein Muskatwein von angeneh-mem Geschmack a.d. Gegend von Cette in Frankreich.

Montbeillards nennt man in Frankreich ordi-naire, dicht gewebte, blau und weiß gestreifte odergegitterte flächsene Leinen, die ursprünglich in derGegend von Montbeillard im Departement Doubsverfertigt wurden.

Montcayard, s. Moneahiart.

Montefiascone heißt ein Muskatwein vomgleichnamigen Orte im Kirchenstaate.

Monte Giuliani, ein angenehmer sicilianischerWein aus der Gegend der Stadt Trapani.

Montelimart, ein duukelrother Dauphinoweinaus der Gegend der gleichnamigen Stadt im De-partement Drome.

Montella oder Montilla, ein leichter weißerspanischer Wein, nicht sehr geistig, aber von ange-nehmern Geschmack und Geruch, ans Andalusien.

Montenegro oder Czernagora, Fürstenthumim türkischen Albanien, gegen Südwest an Dal-matien grenzend, besteht gegenwärtig aus der eigent-lichen Tschernagora oder dem Hochland und derBerda oder Zjeta. Erstere zerfällt in 4 Districteoder Kreise (Nahien): Katunska, Tschernitschka,Rjetschka und Leschanska. Die Berda, sogenanntvon den 7 Hauptbergen, von denen sie gebildet wird,zerfällt in die 4 Kreise: Bjeloplavitschka, Piperska,Moratschka und Kutschka. Sodann gehören die indem See von Skutari^elegenen Inseln Tschakovice-Velja, Tschakovice-Malja, Kamenik und Lipol-jak zu Montenegro. Man schätzt die Größe undBevölkerung des Landes auf 70—90 □ Meilen undgegenwärtig nahe an 130,000 Einw., außer der stetswechselnden, nicht unbeträchtlichen Anzahl vonFlüchtlingen aus den türkischen Nachbarprovinzen.Montenegro bis dahin thatsächlich ein unabhängigesFürstenthum, hat in Folge des Krieges gegen dieTürkei in den Jahren 1861—62, im September1862 die Oberherrlichkeit der Pforte anerkannt.Obgleich das Ländchen meist aus rauhen Gebirgenbesteht, hat es doch fruchtbare Thäler und erzeugtMais, Kartoffeln, Tabak, Wein, Oliven, Feigen,Wild, Schafe, Ziegen, Schweine, Fische, aber wenigRindvieh. Es führt Fleisch, Wolle, Käse, gesalzeneFische, Schildkröten, Vieh, Gemüse, Wachs, Honig,Häute, Mais, Tabak, Gelbholz aus, und Rindvieh,Salz, Kupfer, Eisen, Oel, Wein, Branntwein,Zucker, Kaffee, Waffen, Schießpulver, Glas, Lein-wand, Baumwollenzeuge rc. ein. Der stärksteHandelsverkehr findet mit Cattaro statt. Die meistsehr rohen Einwohner treiben hauptsächlich Ackerbau,aber sehr unvollkommen, und Fischfang im See vonSkutari. Es gibt keine Städte, sondern nur kleineDörfer und zerstreute Wohnungen; der Fürst resi-dirt in Czettin oder Cettigne. — Man rechnethier meist nach österreichischen Gulden, doch auchnach türkischen Piastern und das umlaufende Geldbesteht auch hauptsächlich aus österreichischen undtürkischen Münzen.

Montepulciano, ein rother Wein von lieblichemGeschmack, der bei der gleichnamigen Stadt anderChiana in Toscana erbaut wird.

Montevideo, Hauptstadt der Republik Uru-guay (die zuweilen auch Montevideo genanntwird) in Südamerika, an der Mündung des Rio dela Plata, seit 1862 nach Vereinigung der OrtschaftenCordon und Aguada mit 45,800 Einw., stark be-festigt, mit schlechtem Hafen aber lebhaftem Seehan-del, der noch bedeutender ist als der von Buenos-Ayres. Es besitzt einige Banken, ist der Haupt*ausfuhrplatz für die südamerikanischen Rindshäute,von denen jährlich 7—800,000Stück von hier aus-geführt werden; ferner Pferdehäute, Kalb- uttvHammelfelle, Hörner, Wolle, Roßhaare, TalgDie Einfuhr besteht hauptsächlich in Getreide, Meyund Fabrikaten aller Art, da in Uruguay sowoyLandbau als Handwerke noch sehr schwach betriebe»werden.

Wechselcourse. Dieselben werden wie folgnotirt:

London, m. o. w. 42 Pence Sterl. für 1 Courant-Piaster.

Paris, m. o. w. 516 Centimen für 1 CourarPiaster. , t

auch m. o. w. 84 Franken für 1 span. Onza ooden Doblon in Gold.