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Zweiter Band.
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Santo

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Sardellen

Sie ist eine der blühendsten Städte Südamerikas,sehr regelmäßig gebaut, hat einen schönen Marktplatzmit dem Negierungspalaste, ein schönes Zollgebäudeund Münze; die Häuser sind jedoch wegen der häu-figen Erdbeben meist nur einstöckig. Der Handel istbedeutend und wird meist über die Hafenstadt Val-paraiso (s. d.) betrieben, wohin eine Eisenbahnführt. Es befinden sich hier auch mehrere Eisenbahn-gesellschaften und eine Gesellschaft für landwirth-schaftliche Zwecke.

Bank. Die hiesige Bank ist eine auf Actien ge-gründete Zettelbank, mit einem nominellen Kapitalvon 1 Mill. Pesos, wovon die Hälfte eingezahlt ist.Sie gibt Noten aus, wovon Ende Mai 1861:42,859 Pesos in Circulation waren.

Rechnung, Münzen, Wechselpreise,Maße und Gewichte, s. Ehili.

Santo oder Vino santo, ein vortrefflicherWein von goldgelber Farbe, der bei Brescia in Ita-lien erbaut und aus überreifen Trauben gepreßt wird.

Santonin ist der wirksame Stoff des levantischenWurmsamens, der in farblosen Krystallen ohne Ge-ruch und von ganz schwach bitterem Geschmack dar-gestellt wird und sich in 43 Theilen kaltem und 3Theilen kochendem Weingeist, sowie in ätherischenund fetten Oelen auflöst, von 1,247 spez. Gew. ImLichte färbt es sich nach und nach gelb. Das weißeSantonin gibt mit Kali und Weingeist eine rothe,das gelbe eine gelbe Lösung. Wenn es nicht völligrein ist, riecht und schmeckt es nach Wurmsamen.Es wird gegen Würmer gebraucht und mit ZuckerSantonin- oder Wurmzeltchen daraus ge-formt. Sie werden in den Conditoreien verschiedenbereitet; jedes Zeltchen soll jedoch nur 72 GranSantonin enthalten. Es werden auch solche alsWurmzeltchen verkauft, in denen kein Santonin ist.

Santorin, ein sehr guter starker weißer Weinvon der gleichnamigen griechischen Insel. Unterdemselben Namen kommt auch ein vulkanisches Pro-dukt von dort, welches mit Kalk vermischt, einen sehrguten hydraulischen Mörtel gibt.

Sapanholz, s. Roth holz.

Saphir ist ein zu der Gattung Korund gehören-der Edelstein von blauer Farbe in allen Nuancen,auch ins Bräunliche und Graue spielend. Sein spez.Gew. ist 3,g bis 4, 0 . Den lebhaft berliner- oderschmalteblauen nennt man auch männlichen oderJndigosaphir; den blässeren, mit einem Stichins Weiße und zuweilen mit himmelblauen Strichenoder Flecken, weiblichen Saphir; den sehrblassen, fast ungefärbten, Wassersaphir; eineArt, die beim Bewegen einen grünlichen, röthlichenoder bläulichen Lichtschein im Innern zeigt, wirdSaphir- oder Rubin-Katzenauge, orien-talischer Girasol oder Sonnenstein genannt.Sternsaphir, St ernstein oder Asterie heißtein in verschiedenen Farben vorkommender Saphir,der, wenn er en cabochon geschliffen ist, bei auffal-lendem Lichte einen sechsstrahligen weißen Schein imInnern wahrnehmen läßt. Man nennt diese SteineSaphir-, Rubin- oder Topasasterien, jenachdem der Grund blau, roth oder gelb ist. Luchs-saphir heißt der schwärzlichblaue, meist etwas trübeaus Ungarn. Außerdem kommt der Saphir auchnoch in mehreren anderen Farben vor. Der rothewird Rubin (s. d.) genannt, der ganz farbloseweißer oder Leukosaphir, der violette orien-talischer Amethyst, der gelbe orientalischerTopas, der grüne mit einem Stich ins Gelbe

orientalischer Smaragd, der grünlichblaue,reine und durchsichtige orientalischer Aqua-marin, der gelblichgrüne orientalischer Chry-s 0 l i t h. Der blaue Saphir ist ebenso wie der Ru-bin ein sehr geschätzter Edelstein, besonders wenn erganz rein ist, was aber selten der Fall ist, und Steinevon bedeutender Größe werden dem Diamant fastgleich bezahlt. Ein in Frankreich im obern Depar-tement Loire gefundener von 165 Karat wurde zuI72 Millionen Franken taxirt. Von geringeremWerthe sind die verschiedenen anders gefärbten Artenund am wenigsten geschätzt sind die farblosen. iRaNschleift sie wie Brillanten, Rosetten und Tafelsteiue;auch wird er zu Zapfenlagern in Taschenuhren, zumAusfüttern der Löcher, durch welche feiner Draht ge-zogen wird und zn Linsen in Mikroskope benutzt-Man findet alle Arten von Saphir hauptsächlich inHinterindien, wo sich östlich von Ava, bei Moyartund. Kyat-Pyan die berühmtesten Saphir- und Ru-bingrnben befinden; außerdem auf der Insel Ceylon(besonders blaue), in China, Brasilien rc., sowie auchhin und wieder in Europa, namentlich in Ungarn,bei Meronitz in Böhmen, bei Hoheustein in Sachsen,bei Le Puy in Frankreich. Sie kommen meist abge-rundet im Geschiebe der Flüsse u. im aufgeschwemm-ten Lande vor. — Unächter Saphir und Sa-phirspath wird der Cyanit (s. d.) zuweilen ge-nannt.

Saphirin, s. Calcedon.

Sapindus, s. Seifenbaum.

Sapo, s. Seife.

Saponin, s. Seifenkraut.

Sajjonine conservatrice gehört zu den Ge-heimmitteln und wird zum Waschen der ledernenHandschuhe empfohlen, besteht aber nur aus einerLösung von gleichen Theilen ordinärer Seife und ve-netianischer Seife in Spiritus. Es ist dick wie eineSalbe.

Saragossa (Zaragoza), Hauptstadt des \Wirischen Königreichs Aragonien, in einer sehr frucht-baren Ebene, von Olivenhainen umgeben, an derMündung des Gallego, der Guerva und des Kaiser-kanales in den Ebro, mit 82,060 Einw. Sie Wviel enge, schlecht gepflasterte Straßen, eine groß^und prächtige Cathedralkirche, Nuestra Seuhora velPilar, welche zugleich ein berühmter WaÜfahrtsor,ist, außerdem noch eine zweite Cathedrale, viel Pfarr-kirchen, Klöster, ein großes Hospital und berühmtUniversität; über den Ebro führen 2 Brücken. ^dann besitzt Saragossa eine Handelskammer, einBank, einen botanischen Garten, Gießereien,

Peter- und Mehlfabriken, Fabriken vonStrümpfen, leinenen und baumwollenen Stoffen,Papier, Stärke, Seife, Likör, Branntwein * c ;'Färbereien, Gerbereien, auch beschäftigen sich DBewohner mit Weinbau. Der Handel ist nicht nsbedeutend, namentlich mit Getreide und Mehl,nach Catalonien gehen. Die Stadt ist in EisenbahnVerbindung östlich mit Barcelona; nordwestlich mBilbao und Pamplona; südöstlich mit Madrid.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewicht,s. Spanien.

Sarcocolla, s. Fleischgummi. ^

Sardelle, Clupea Encrasicolus, ist ^zum Heringsgeschlecht gehörender Fisch', vonZoll Länge, mit goldfarbigem Kopfe, meergrünRücken und silberfarbigen Seiten und Bauche, cin den europäischen Gewässern, besonders an 0Küsten von Italien, Spanien, Frankreich um>