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Zweiter Band.
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Schweden

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gingen von dort dahin ab 19,287 Fahrzeuge von262,174 Neulasten Tragfähigkeit; 2) durch vortreff-liche Landstraßen, die zwar, der Beschaffenheit desLandes gemäß, an vielen Orten noch uneben, aberdoch in den letzten Decennien durch Sprengung undAufschüttung schon bedeutend geebnet worden sind,und an deren Verbesserung man fortwährend thätigist; 3) durch die Eisenbahnen. Diese sind theilsStaats- oder Stamm- und theils Privatbahnen.Jene, erst seit 1855 begonnen, sind: a) die west-liche Stamnrbahn von Stockholm über Söder-telge,- Sköfde, Falköping und Alingsäs nach Göte-borg, 42,g schwed. Meilen laug, m ihrer ganzenLänge dem Betriebe eröffnet am 1. Dec. 1862 nebstihrer Zweigbahn von Hallsberg nach Oerebro,2,g Meilen lang; b) die südliche Stammbahn,von der vorigen bei Falköping abgehend, über Jön-köping und Lund nach Malmö, 85,g Meilen lang,in ihrer ganzen Länge dem Betriebe eröffnet am1. Dec. 1864. In Anlage begriffen sind: o) dieöstliche Stammbahn, von der westlichen ab-gehend bei Katrineholm über Norrköping und Lin-köping nach Näsjö, 3 Meilen östlich von Jönköping,wo sie die südliche Stammbahn trifft, etwa 20 Mei-len lang, wovon jedoch vorläufig erst an der Streckezwischen Katrineholm und Norrköping, 4,72 Meilen,gearbeitet wird; ä) die nordwestliche Stamm-tz ahn, ausgehend von der westlichen bei Porla überChristinehamn, Karlstad und Arvika bis an die nor-wegische Grenze zur Verbindung der Hauptstädtebeider Königreiche; e) die nördliche Stammsbahn von Stockholm nach Upsala, von Porla,!Christinehamn am Wenersee, 5, 22 Meilen. — SDte jPrivatbahnen sind folgende: a) von Orebro nach jArboga, mit englischem Gelde auf Actien gebaut, die zälteste in Schweden, eröffnet 1856 und 57; b) eine;Zweigbahn von derselben führt von der Schwefel- !fabrik Dylta nach den Bergwerken Ervalla und der!Stadt Nora; o) von Geste nach Falun in Dalarna; jä) zwischen den Seen Barken und Weßman im süd-!westlichen Dalarna (s. o.); o) zwischen Söderhamnund der Ljusna (s. o.); f) in der Nähe der letztge- jnannten, zwischen Sandarna und Marinen; g) zwi- jscheu Hudiksvall und Forssa am See Dellen, die!nördlichste von allen; ll) zwischen der Clara-elf und!dem See Fryken (s. o.); i) zwischen Christinehamn!und dem See Sjöändan; k) zwischen den Eisen-gruben bei Norberg und dem See Amänningen,durch welchen der Strömsholms Kanal führt; 1) vonden Zinkgruben bei Ämmeberg (s. o.) an den Wetter-see; m) von den Knpfergruben bei Bersbo nach Atvi-daberg (s. o.); n) die von der westlichen Stammbahnbei Herrljunga abgehende Zweigbahn nach Boras.Außerdem gibt es noch 15 kleinere, zusammen etwa6 Meilen lange, Pferdeeisenbahnen. Weitere Pri-vatbahnen sind in Anlage begriffen und werden theil-weise in sehr naher Zukunft vollendet werden. —Der Handel mit dem Auslande ist sehr lebhaft. DieHauptgegenstände der Ausfuhr bilden, wie eben er-wähnt, die Produkte des Ackerbaues (Getreide, be-sonders Hafer; doch werden auch in manchen Jahrenbedeutende Quantitäten, besonders Roggen, einge-führt) , der Wälder und des Bergbaues. Die wich-tigsten Importartikel waren im Jahre 1863:Baumwolle, Branntwein (Arac, Cognac, Rum),Baumwollgarn, Reis, Kaffee, roher Zucker, roheHäute, Salz, Getreide, Tabak, Steinkohlen, Sei-den-, Baumwollen-, Wollen- und Leinenwaaren.Außerdem wurden in Schweden Blei- und Zinkweiß,

Cochenille, Indigo, Spanischgrün, Glaswaareu,Hanf, Harz, Leder, Pelzwerk, Hopfen, Ingwer,Pfeffer, Zimmt, Kampher, Kümmel, Süßholz undLakritzensaft, Mandeln, Nelken, Muskat, Oele,Salz-, Salpeter - und Schwefelsäure, Terpentinöl,Papier, Pflaumen, Pomeranzen, Rosinen und Ko-rinthen, Porzellan, Salpeter, Vitriol, Schwefel,Zucker, Sirup, Thee, Wein, rohe Seide, Zink undZinkblende rc. eingeführt.

Der officielle Werth der Handelsaegenstände betrugin 1000 Rth.

Import Export Zusammen1830 16735 20006 36731

1840 27462 30656 58118

1850 35980 36758 72738

1856 105844 92433 198277

1860 82469 86496 169965

1861 106570 81084 187654

1862 98520 86638 185158

1863 96627 92524 189151

Die Zahl der 1863 in Schweden eingelaufenenSchiffe betrug 6759 von 165,599 Neulasten Trag-fähigkeit; ausgelaufen sind 8259 von 349,687 Neu-lasten. Die schwedische Kauffahrteiflotte bestand ingenanntem Jahre aus 3236 Fahrzeugen von 86,404Neulasten. Die bedeutendsten Städte des Landessind folgende: Hauptstadt S t o ck h o l m ff. d.). U p *sala, 9300 Einw., mit Universität, Akademie derWissenschaften rc. und einigen Fabriken. Danne-mora, Bergstadt mit den wichtigsten EisengrubenSchwedens. ' Oeregrund, kleine Seestadt Mitwichtigem Eisenhandel. W e st e r a s am Mälarsee,mit 4900 Einw. und einigem Handel. Sala,4000 Einw., mit einem Silberbergwerk, das auchetwas Gold liefert. Falun, 5000 Einw., Berg-stadt mit dem wichtigsten Kupferbergwerke, dasder Ausbeute des ganzen Landes liefert und wo auchetwas Gold, Silber, Blei rc. gewonnen wird.Oerebro am Hielmarsee, 8400 Einw., hat Fabri-ken und bedeutenden Handel. Nyköping an derOstsee, 4900 Einw., mit Hafen und lebhaftem Hau-del. Eskilstuna, 5000 Einw., hat StahlsEisen- und Gewehrfabriken. Liuköping unwendes Roxensees, 6400 Einw., mit berühmtem Gymna-sium und einigen Fabriken. Norrköping (s- d0'Jönköping am Wettersee, 8700 Einw., seit 1<0uganz neu erbaut, hat bedeutenden Handel, in derNähe eine Gewehrfabrik. Kalmar auf einer 3'0 e *zwischen der Ostküste und der Insel Oeland, 870"Einw., Festung mitHafen und bedeutendem Hande>,Schiffbau und Fabriken. Westerwick, Seestadt,5400 Einw., mit wichtigem Kobaltwerk und leb-haftem Handel. Karlskrona (s. d.). Karls-harn, Seestadt, mit 5900 Einw., Kupferhammer,Fabriken und Handel. Christianstadt a. d.küfte, 6300 Einw., mit Arsenal, Handschuhfabrlken rc.; der Hafen der Stadt ist 2 Meilen davoentfernt bei Ahns. Astadt a. d. Südküste,, 586Einw., mit Hafen, Fabriken und Dampfschiffe^wach Stockholm, Kopenhagen, Lübeck, Stralsuri , ,Stettin rc. Malmö (s. d.) Landskrona, FestEam Sunde, 6300 Einw., mit schönem Hafen, y a 'del und Fabriken, besonders von Handschuhen. H ^singborg am Sunde, der hier kaumbreit ist, 6400 Einw., mit Hafen und einigen Favken; Steinkohlengruben bei Höganäs. <- u 1 lmit 8000 Einw., Universität. Tabaks-, Krapp-Waidbau; Seehandel. Gothenburg oder Go