Schweden
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schehen und hat der Acceptant, nachdem ihm derWechsel zur Zahlung präientirt worden, sallirt, sosoll der Tours, wie er bei Vorzeigung stand, berechnetwerden. Hat der Inhaber mit Vorzeigung desWechsels gezögert und ist der Cours während derZeit gestiegen, so kommt ihm kein höherer Cours zuGute, als der. welcher bei Verfallzeit notirt war. —§ 43. Protest M. Z. ist am folgenden Tage nach demZahlungstage aufzunehmen. — § 52. Der Ehren-acceptant mutz dem Honoraten die geschehene Inter-vention mit der ersten Post , welche nach dem Tageder Annahme abgeht, nolificiren — § 59. Erbietensich Mehrere, den Wechsel, nachdem er protestirtwurde, zu bezahlen, so soll Derjenige, welcher zuEhren des Trassanten cS thun will, zuerst und nachihm Der, welcher zu Ehren des ältesten IndossantenZahlung anbietet, in Betracht kommen. — tz 72.Bei der Ausnahme des Protestes sind unverwerflicheund schristkundige Zeugen zuzuziehen. — In allemUebrigen harmonirt das schwedische Wechselgesetz mitder deutschen W. O. vollständig.
Wechselstempel. Derselbe beträgt bis 100Reichsthaler Reichsmiinze 20 Oere, bis 400 Nthlr.40 Oere, bis 1000 Rthlr. 75 Oere, darüber stets1 Rthlr. 50 Oere.
Staatspapiere. Bis 1857 hatte Schwedenkeine ausländischen Schulden. Damals, in der Han-delskrisis, wurde eine Anleihe von 12 Will. Rthlr.im Auslande gemacht, die jedoch längst getilgt ist;aber man hat statt dieser andere zum Bau der Eisen-bahnen gemacht, so daß die ausländische Schuld,bestehend in Obligationen ausgefertigt aus Rtblr.preußisch Courant (in Schweden berechnet zu 2%Rthlr. schweb. Reichsmiinze) und Pfund Steil, (inSchweden berechnet zu 17y s Rthlr.), am 1. Januar1865 sich folgendermaßen gestaltet: 1) 4ya% Eisen-bahnanleihe von 1858 von 8,190,500 Thlr. preuß.
21,841,333-/» Rth.), abgeschlossen mit RaphaelErlanger in Franksurt a. M., mit der Bank fürHandel und Industrie in Darmstädt, mit der Direk-tion sürDiSconto-Gesellschast in Berlin und Mittel-deutschen Kreditbank in Meiningen. Die Obliga-tionen lauten an den Inhaber und über 1000. 500,200 und 100 Thlr.; Zinsen halbjährlich am 2. Ja-nuar und 1. Juli; Rückzahlung binnen 40 Jahrenzum Nominalbeträge. 2) Eisenbahnanleihe von1801 von 10,400,000 Thlr. (= 26,666,6ü6 2 /» Rth.)abgeschlossen mit Raphael Erlanger und GebrüderBethmann in Franksurt a. M. und mit der Nord-deutschen Bank in Hamburg; a) gegen 4y»°/o Obli-gationen » 1000, 500, 200 und 100 Thlr.; Zinsenhalbjährlich am 1. Mai und l. November; Amorti-sirung bis 1. Novbr. 1898; b) gegen unverzinslichePrämienobligationen, 240,000 ä 10 Thlr. preuß.Lt. Ziehung am 1. Mai und 1. November bis1. November 1898; 3) von den Reichsständen zur
t ortsetzung der Eisenbahnen bewilligte fundirtetaatsanlcihe von ca. 35 Mill., contrahirt mit demBankierhause Schröder & Co. in London (doch nurbedingungsweise) am 15. April 1864 aus den Be-trag von 2,223,000 Psd. Sterl., gegründet auf Ob-ligationen ä 1000 , 500 , 200 und 100 Psd. DieZinsen sollen halbjährlich am 15. April und 15. Oct.ä4y a °/ 0 ausgezahlt und die Anleihe nach dem aufden Obligationen in englischer, schwedischer unddeutscher Sprache stehenden Plane bis zum 15. April1918. Doch sind, da das erwähnte Haus späterhinzurückgetreten ist, nur eingestoßen 554,000 Psd. St.
oder Rth. und das Reichsschuldencontor negocurtgegenwärtig noch das Fehlende. Einstweilen hat dieskandinavische Kreditgesellschaft zu Göteborg aus3 Jahre 8,000,000 Mark Hamb. Bco. vorgeschossen.Zu den Zinsen und zur Abtragung der vorsteheiwenenglischen Anleihe stnd jährlich 481,250 Rth. be-stimmt. — Die inländische Schuld besteht unter An-derem in der sundirten 4y 2 °/o Staatsanleihe voM30. Mär, 1861 von 3 Millionen Rthlr.; getheilt, mObligationen ä 2000, 400 und 100 Rth.; die 3inf enhalbjährlich zahlbar am 30. März und 30. Septbr.Zu der schwedischen Staatsschuld kann man^auchnoch die der Allgemeinen Hypothekenbank in Stock-holm rechnen, welche 1861 die erste und 1863 diezweite ausländische Anleihe, jede zu 12 Mill. Th>r.Preuß. Crt. L 4y 2 % gemacht bat; doch sind von derzweiten bis Ende 1864 erst 7 Millionen wirklich em-geflosscu. Dagegen sind Obligationen L 1000, 500/200 und 100 Thlr. ausgefertigt. Die Zinsen wer-den halbjährlich gezahlt, und zwar die der ersten »m15. Februar und 15. August, die der zweiten am15. Mai und 15. November und daS Amortisstmentgeschieht durch Ausloosung binnen 72 JahresAußerdem sind noch schwedische Obligationen ä.5°/»in Serien von 4000, 2000, 1000, 500, 200 und 10"Rthlr. in Umlauf, von denen in den ersten 10 Iah'ren keine Abzahlung geschieht, die dann aber binnen40 Jahren durch Ausloosung getilgt werden.
M a ß e und G e w i ch t e. Ein Gesetz vom 31.o ä 'nuar 1855 ordnet ein neues Decimal-Systein unterFesthaltung der Grundlagen des seitherigen ShstetN"an; indessen trat jenes System erst am l. Januar1863 in Kraft, bis wohin es dem Einzelnen über-lässen blieb, das bisherige oder das neue System >nAnwendung zu bringen. — A. Neues System.^Längenmaß. 1 Fuß (Fot) hat 10 Zoll (TuMIä 10 Linien und ist der bisherige. Die Staugthat 10 Fuß, 1 Schnur oder Corde (Rcf) = y;Stangen.— Körpermaße für trockne undDinge sind die Würfel der Längenmaße. 1 Kubl>'fuß hat 10 Kannen it 100 Kubikzoll, oder1000 Kubikzoll ä 1000 Kubiklinien. Die Ka«n-(von y,„ Kubiksuß) stimmt mit der bisherigen Kannedes Flüssigkeitsmaßes genau überein. Der Kubikstwhat 5% bisherige Kappen = y 6 bisherige FlüssigkeitS-Ohm = 26,172 Liter. 63 Kubiksuß --- wbisherige Getreide-Tonnen festes Maß (zu 36 Kap'pen). 100 Kubiksuß = 35, 8178 Scheffel in Breine»
— 18,8123 dänische Korn-Tonnen = 9,««3 Jmp'Qnarters in England — 26, me stanz. Hektoliter47,6180 Preuß. Scheffel oder Hamburger Fast12,4686 Tschetwert in Rußland — 42,532» äB' eltttMetzen. 10 Kubiksuß oder 100 Kannen ==*'8l ( s<»Stäbchen in Bremen — 27«,sw dänische Pott 5557,603 Jmp.-Gallons in England = 288,„4 ® am 'bnrger Quartier = 228,56, preuß. Quart — 134,6»Wiener Maß. — Gewichte. Die Einheit derselbenist das 500 Granimen schwere Pfund (Skälpund)-getheilt in 100 Ort ä 100 Korn; alle übrigen davonabweichenden Gewichtssorten, nämlich Stapclstads'-UppstadS-, Bergs- und Medizinalgcwicht sind awverwirrend aufgehoben. 100 Skalpund — 1 Ccntnerund -- 100 Zollpfnnd in Deutschland; 100 Centner
— 1 Neulast (Nyläsi). Nach dieser letzteren (10-xAPsd.) wird jetzt auch die Tragfähigkeit der SchMberechnet, so daß 1 Neulast -- 4y a engt. Tons --2390,64 schweb. Psd., während sie früher nach f®!* £ren oder Commerzlasten ü 14 Schifspfund, 8 t-ieopsund (5760 Psd.) berechnet wurde.