Schwedische Himbeeren
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Schwefel
StüfieteS System. — LLnaenmaß. 1 FotJoup) hat 12 Tum (Zoll) L 12 Linien, und hält 0 . 2 sss Mer£1 r 1 ?«? ?uß — 97,41 engt., 104,3 Franks., 94.6 preuß. Fuß.11 . n-. Fuß wird, bei Ländereivcrmeffungen, in 10 Zoll kJ-iw 2 l £ n * 10 Punkte eingetheilt. 1 Aln (Elle) bat 2 Fuß1 ?? y it 0,5938 Meter; 100 Ellen = 64,94 enas. AartS,SS 8 ' 6 io8,q Hamb., 89,03 preuß-, 94,s dänische Ellen,
^uss. Arschin. 1 Famn (Faden) hat 6 Fuß (60 Deci-und hält i,78i4os Meter. — Getreidemaß.Purina (Tonne) festes Maß, wonach gewöhnlich gerechnetAurde und noch jetzt sehr viel gerechnet wird, enthielt 36^Vvar oder 63 Kannen, also 1 Tonne — 6,3 Kubikfuß; da-1 Tonne loses (gestrichenes) Maß 8 FierdingarKappar oder 66 Kannen. — FlüsfigkeltSmaß.LUlNrgkclten wurden früher nach Kannen £ 2 Stop k 8oder 32 Jumfrur (Jungfrau) gemessen, und es istGranne (Kanna) --- 1/10 Kubikfüp — 2,ema Liter. 15 Kan-Sil 1 * 7 1 ^uker; 4 Anker — 1 ®m (Ohm) oder Fat (--- 167 ,o3is!. ^Anker =1 Orhofvud (Orhoft). — Gewichte-ni«-5® Viktualiengewicht oder das eigentliche Handels-L^cht und zugleich Gold-, Silber- und Münzgewicht. Das^chiffpsuud desselben hat 20 Liespfd. »20 Schalpfd. ( 8 Käl-r^^) oder Mark. k 32 Loth k 4 Oucntchen; der Centner
»00, bei Wolle jedoch 120 Scbalvfv., der Stein Wolleot I 2 Schalpfd-, die Wage Zinn 165 Schalpfd. Das Schal-oiund oder die Mark des LiktualicngewichtS ist — 425,0824Wurmen und 100 Schalpfd. desselben sind -- 75,soss Wie-y^^85,oi6s deutsche Zollpfund, 93,7151 engt. Psd. » 6 p.
-orobi rgewickl wie bis in 1858 in Preußen.—^erarbeitetes Gold ist entweder 1 . Dukatengold, 23 Karata Sr* 11 ( 9752r,/ 8ö Tsdth.) fein, oder 2. Pistolengold, 20 Karat4 ( 84 ? 2 / g Tsdth.) fein, oder 3. Kronengold, 18 Karat
CT 6 . 3 S /0 Tsdth.) fein. VerabeiteteS Silber ist 331/4Tsdth.) fein. 3) Medizinalgewicht. Ein-,Wung wie bis in 1858 in Preußen. Das Schalpfd.lPsund) -- 7416 schwed. As — 0,838i Schalpfd. Viktualien-^ewicht^r 856,2246 Gramm.
Schwedische Himbeeren oder nordländischeHimbeeren find die dunkclrothen oder kirschbrau-sten, sehr wohlschmeckenden Früchte von L-ubug aro-'«ons, kleinen, nur 3—6 Zoll hohen stachcilosenWanze mit rosenrothen Blüthen, die im nördlichenEuropa, Asien und Amerika häufig wächst und inSchweden getrocknet und eingemacht, auch zur Be-keitung eines sehr beliebten Weines verwendet wer-den.
Schwedisches Grün, i- Scheelsches Grün.
Schwefel, Lulpünr, ein einfacher Mineral-mrper von lebhaft hellgelber, zuweilen etwas insschliche oder Grünliche ziehender Farbe, der sichstailfig in der Natur findet, gediegen besonders in der^tahe von Bulkanen, meist in gelben durchsichtigen,»uweiir,, auch undurchsichtigen Krystallen, oder alsgelbes Pulver (natürliche Schweselblumen), außer-in Erzen mit Metallen verbunden, j. B, imSchwefelkies, Kupferkies, Bleiglanz rc,; auch ist erm Manchen Mineralwässern enthalten als Schwefel-^asterstossgas und in der organischen Natur in deniberischen Excrementen, in Eiern, Haaren, im Senf,'M Stinkasand rc. oder endlich kommt er als schwef-le Säure vor, wie er auch in den zahlreichenichweselsauren Salzen vorhanden ist. Er ist leicht»Meiblich, geschmacklos und entwickelt gerieben oderkrivarmt einen schwachen Geruch; in der freien Luft""brennt er mit einer blauen Flamme und mit Er-Wsiu.ng von erstickendem, schweseligsaurcm Gas.
ittt Handel vorkommende geschmolzene ist un-ourchsichjjg oder nur an den Kanten schwach durch-swe>iwr,dbei 111“ R. schmilzt er zu einer klaren,mlben Flüssigkeit; bei 160° wird er dickflüssig, braun,nach dem Erkalten wieder hellgelb; bei 200°itibt er nach dem Erkalten anfangs weich und er-dartet evjl nach einiger Zeit; in verschlossenen Ge-msen bis zu 143° erhitzt, verwandelt er sich in einenJ- atl 8efartencn Dampf, der sich zu einem gelbenlln-," verdichtet, welches Schwefelblumen'i- *■) genannt wird. Gediegener Schwefel findet s
sich besonders am Vesuv, auf den liparischen Inselnund hauptsächlich aus ©teilten, auch in Spanien,Ungarn, Galizien, auf Teneriffa, in Südamerika,Island und andern Orten, welches den meisten inden Handel kommenden liefert. Er wird daselbstaus einem Distrikt von 28 ^Meilen in der Umge-gend der Stadt Favara gefunden, wo 4—5000 Ar-beiter in 150 ©rubelt beschäftigt sind, welche jährlichgegen 1 Mill, Ctr, Schwefel liefern, der gewöhnlichlose als Ballast versendet wird. Man macht davonnach dem Grade der Reinheit 3 Sorten, von denendie zweite am häufigsten bezogen wird. Man reinigtdenselben gewöhnlich durch Umschmelzcn in bedeckteneisernen Kesseln, wobei die erdigen Theile zu Bodenfallen , und gießt ihn dann in angefeuchtete hölzerneFormen zu cylindrischen Stangen, in welcher Ge-stalt er unter dem Namen Stangenschwesel,Lulpüur oltiinum, Lulpünr in baculis, in den Han-del kommt. Er ist citwnengelb, brüchig, und krp-stallisirt auf dem Bruche, In warmer Hand ge-halten knackt und knistert er, gerieben wird er nega-tiv-elektrisch, Seit Kurzem hat man bei Bohar amrothen Meere reiche Schweselminen entdeckt, welchegroße Quantitäten zu sehr billigem Preise liefernkönnen, der auf das Geschäft in Europa ohne Zweifelvon großem Einfluß sein wird. Sehr viel Schwefelwird auch durch Desliüiren, Rösten und nochmaligesLäutern von Schwefelkies, Bleiglanz rc. gewonnen,namentlich in Böhmen, Gallizicn, am Harz (Gos-lar), Schweden, England rc. Der böhmische, welcheraus dünnen Stangen von etwas ins Orange ziehen-der Farbe besteht, ist eine der besten und reinstenSorten; der Goslarschwefel vom Harz ist von grün-gelblicher Farbe und weniger rein; er kommt inTonnen von Netto 300 Psd, Sehr viel Schwefelkommt aus Frankreich von schöner, reingclber Farbe,in Kisten von ca, 115 Kilogrammen; der englische,welcher in Fässern von ca, 3 Ctr, versendet wird,steht ihm ziemlich gleich. Der Schwefel findet viel-fache Anwendung, zur Verfertigung von Schieß-pulver, zum Schwefeln der Wolle, Seide, Stroh-und Holzgeflechte. Weinfässer rc,, zum Abformenvon Münzen und geschnittenen Steinen, zu Formenfür Vergolder, Zuckerbäcker, dazu schmelzt man ihnund gießt ihn dünnflüssig ins Wasser, er wird dannweich und zähe wie Wachs; die Abdrücke, die indiesem Zlistande gemacht werde», erhärten völlig,wenn der Schwefel wieder kalt geworden ist. Diesist der sogenannte amorphe oder Gammaschwefel,dessen spez, Gewicht 1,». ist, während der in der Na-tur vorkommende u, durch Sublimation gewonneneein spez. Gewicht von 2, 0 i hat. Er heißt Alpha-schwesel. Der Betaschwefel der gleichfalls durchSchmelzen gewonnen wird, den man aber dannlangsam erkalten läßt, hat ein spez, Gew, von 1, M . Erist von braungelber Farbe rc,, dient zur Fabrikationder Schwefelsäure, der schwefeligen Säure und meh-rerer anderer chemischer Präparate (s, die folg. Art,),zur Bereitung des Zinnobers, des Kupfervitriols,der Soda rc,, sowie auch innerlich und äußerlich inder Medizin, besonders als Schweselblumen, —Der beim Läutern des Schwefel« in den Kesselnbleibende graue Rückstand, der noch etwa« Schwefelenthält, wird Roßschwesel, Sulphur caballinum,genannt und besonders als Thterarznei benutzt.Man erhält ihn gewöhnlich in der Form ganz kleinerZuckerhüte, die mit etwas gelbem Schwefel überzogensind. Zieht man den Schwefel durch kochendesKönigswasser oder Erhitzungen auS Schwefelkupfer.