Schwefelfadcn
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Schwefeltuch
Schwefel bildet ein graues Pulver; V -2 Schwefel-ten auf 1 Aequivalent Schwefel, zwei Eisen, istdem vorigen ähnlich; einfach Schwefel, 1 Aequiv.Schwefel und 1 Eisen ist das von obxn besprochene,Welches auf nassem Wege ein schwarzes Pulver gibt,das bald pyrophorisch wird; lVs Schwefeleiseu aufO, Aequivalente Schwefel 2 Eisen. ein schwarzes,^cht magnetisches Pulver; endlich doppelt Schwe-feleiseu, 2 Aequivalente Schwefel und 1 Eisen bildet«nduukelgelbes Pulver von Metallglanz.
Schwefelfaden oder gezogener Schwefelm starkes leinenes oder baumwollenes Garn, dasdurch geschmolzenen Schwefel gezogen ist. Manverfertigt ihn im sächsischen Erzgebirge, doch ist erletzt durch die Zündhölzchen zum Feueranmachen fastganz außer Gebrauch gekommen. Das Nämliche8ut auch von den S ch w e f e l h ö l z e r n.
Schwefelgeist, rauchender Beguins oder BoylesSpiritus fumans IJeguini, Liquor fumans Boyli istfMe dunkelgelbe an der Luft rauchende Flüssigkeit,ffynlich dem Schwefelammoninm, die in der MedizinÄußerlich verwendet wird. Man erhält sie durchDestillation von Schwefel, Kalk und Salmiak.
Schwefelige Säure, Acidum sulphuro-suin, ist ein Gas, das bei der Berbrennung desSchwefels in Verbindung mit Sauerstoff entsteht;wird dieses bei einer Temperatur von 20 0 stark zu-lammeugedrückt, iiimmt es eine flüssige Form an; esE sme wasferhelle, wie brennender Schwefel riechendeMssigkeit, von herbem säuerlichem Geschmack, dieWhr leicht verdampft, von l, 4n i spec. Gew. Man be-btet sie gewöhnlich, indem man Kohle, Quecksilbervoer Kupfer in concentrirter Schwefelsäure kocht und^ 2,sich entwickelnde Gas in Wasser leitet. Man ver-wrtigt sie im Großen in chemischen Fabriken undbenutzt sie zum Bleichen von Seide, Stroh, Holz-waaren, Badeschwämmen rc.; sie röchet das blaue^ckmuspapier nicht, sondern macht es völlig weiß.m ? te wird in großen gläsernen Ballons von ca. 150^sund Inhalt versendet und muß vor dem Zutrittgeschützt werden. Von Wichtigkeit sind die^Essigsauren Salze, welche durch diese Säure in^erbindung mit Basen und Metallen entstehen, dieurch pjx ^doch meist bald in schwefelsaure» übergeführt werden, daher sämmtlich gut ver--"Wn gehalten werden müssen,fe^xg^bfelkadmium, s. Kadmium, geschwe-
Ichwefelkalium, s. Schwefelleber.
lkalcium, Kalk"l s ulph u r a turn,t - ouiphurata oberHepar Sulphu-
cal °areum, Wird bereitet, indem man kohlen-mit Schwefel, oder schwefelsauren Kalkh 'W mit Kohle glüht, oder durch Behandlung^ „^Emilch mit Schwefelwasserstoff. Im letzternbildet sich eine weiße, ins Röthliche spielende,^,?wuge Masse. Sonst ist es ein grauweißes oderüi Wasser wenig lösliches Pulver, das6 mw' 7„ "ach faulen Eiern riecht und schrumpfend<iuk schmeckt. Es wird in der Medizin, meistwjL^uch und zu Bädern, wie als Enthaarungs-geraucht und muß vor dem Zutritt der Luft! «ut werden, indem es sonst verdirbt,ein » ^elkies, Eisenkies oder Markasit,)Ur und Schwefel, von beiden ohngefähr
weil?» ^ bestehendes Erz von messinggelber, zu-kep. »»^was dunkel angelaufener Farbe und star--"eetallglanze, das sich in vielen Gegenden in
Menge findet. Er wird besonders benutzt, um durchDestillation Schwefel und rauchende Schwefelsäuredaraus zu gewinnen; das dabei zurückbleibendeEisenoxyd ist Colcothar.
Schwefelkohle, s. Steinkohle.
Schwefelkohlenstoff, s. Schwefelalkohol.
Schwefelleber, Kalischwefelleber oderSchwefelkalium, Hepar Sulphuris ka-linum oder Kali sulphuratum, s. trisul-phuretum Kalii oder Potassae, wird durchZusammenschmelzen von kohlensaurem Kali (Pot-asche) mit Schwefel bereitet, auf 1 Theil Kali 5Theile Schwefel haltend, und ist eine leberbrauneoder gelbe pulverige Masse, die wie faule Eier riecht,sich in Wasser fast ganz auflöst und an der Luft zer-fließt, weshalb sie gegen den Zutritt derselben ge-schützt werdet muß. Sie wirb hauptsächlich zuBädern, auch zuweilen innerlich gebraucht. Natrumsulphuratum , oder subsulphuratum , oder hyposul-phurosum , Sodaschwefelleber wird dargestelltdurch Kochen einer verdünnten Aetznatronlösungmit Schwefel und durch Ueberleiten von schweflig-saurem Gas. Es bilden sich weiße durchsichtigeKrystalle, von kühlendem, bittern Geschmack, ohneGeruch, löslich in Wasser, nicht in Alkohol. Auchmit der Magnesia wird eine Schweselleber bereitet,indem gleiche Theile kohlensaurer Magnesia mitSchwefel vorsichtig zusammengeschmolzen werden.Dieses Präparat ist trocken und weißlichgelb, oderman stellt es dar in flüssiger Form, indem es auseiner Bittersalzlösung durch eine Lösung von Kalk-schwefel niedergeschlagen wird. Dieses ist gelb, mil-der riechend und schmeckend als die übrigen Schwe-fellebern, löslich im Wasser.
Schwefelleinöl, s. Schwefelbalsam.
Schwefelmilch, Lac Sulphuris oder Sul-nhurpraecipitatum, ist Schwefel, der ausAuflösungen durch Säuren niedergeschlagen wordenund ein zartes, gelblichweißes, an der Luft unver-änderliches Pulver ohne Geruch und Geschmack bil-det, das in der Hitze wie der gewöhnliche Schwefelverbrennt und auch wie die Schwefelblumen in derMedizin angewendet wird. Mit Wasser geschüttelt,darf dieses keine Spur von Säure zeigen.
Schwefelmolybdän, s. Wasserblei.
Schwefelnaphta, s. Aether.
Schwefelquecksilber, rothes, s. Zinnober.
Schwefelquecksilber, schwarzes, s. Queck-silber, schwarzes ^Schwefel- aber minerali-scher Mohr.
Schwefelquellen, Schwefel Wasser, Aquahydrothionica, s. hydrosulphurata, kommen in derNatur kalt und warm sehr häufig vor und werdenmeist zu Bädern benutzt, aber auch zum Trinkenversendet. Man bereitet sie auch künstlich aus Em-ser oder Selterser Wasser, dem Schwefelkalium zu-gesetzt wird.
Schwefelrubin, s. Realgar.
Schwefelsäure, s. Vitriolöl.
Schwefeltuch, Schwefelspähne, Ein-schlag, Weineinschlag, Schwefeleinschlag,Schwefel schnitte, Pannum sulfuratum, sindetwa 2 Zoll breite und 9 Zoll lange Papier - oderLeinwandstreifen, welche durch geschmolzenen Schwe-fel gezogen werden und zuweilen noch mit gestoße-nem Koriander und anderen gewürzhaften Samenbestreut sind. Man braucht ihn, um Wein- undBierfässer damit auszuschwefeln. Von Wichtigkeitist die in neuerer Zeit gemachte Erfindung, sie ärse-