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Zweiter Band.
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Schwefeln, achs

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Schweinfuricr Blau

niffvet darzustellen. Sie werden unter dem Namenarsenikfreie S ch w e f e l s ch n i t t e in den Handelgebracht und sind weit empfehlenswerther, als dieandern, auch nach Verhältniß billig.

Schwefelwachs oder Schwefelpech ist eineMischung von Hellem Schwefel und weißem Wachs,welches von den Schuhmachern zu seinen Arbeitenanstatt des Schusterpeches gebraucht wird.

Schwefelwasserstoffsäure, Schwefe lw asser-st offwasser oder Hhdrothion säure, IIy-drogenium sulphuratura aquosum oderAcidum hydrothionicum, eine Wasserhelle,nach faulen Eiern riechende Flüssigkeit, welche anWasser gebunden in den natürlichen Schwefelquellenvorkommt und bereitet wird, indem man Schwefel-eisen mit verdünnter Schwefelsäure übergießt unddas sich entwickelnde Schweselwasser^tosigas in rei-nes Wasser leitet. Sie muß vor dem Zutritt derLuft geschützt werden und wird besonders in derChemie als Reagens zur Entdeckung der meistenMetalle benutzt-

Schwefelzinn, doppeltes, s. Ziunsulphur.

Schwein, gemeines, ein bekanntes vierfüßigesThier, das in zwei Arten, das wilde, und daswahrscheinlich von diesem abstammende zahmeSchwein zerfällt. Von dem ersteren, welches jetztin Deutschland fast überall ausgerottet ist oder dochnur in Thiergärten gehalten wird, benutzt man dasFleisch zur Speise, die Borsten und zuweilen diedicke, mit den scharzen Borsten besetzte Haut zu Fuß-decken in Kutschen und vor die Stubenthüren, zuRanzen- und Kummtüberzügen K-, die Hauer alsGlättzähue. Das zahme Schwein ist ein wichtigesHausthier, dessen Fleisch sowohl frisch, als geräuchertund gepökelt eine allgemein beliebte Speise ist unddessen Fett ausgelassen als Schweineschmalzund geräuchert' als Speck benutzt wird; dieSchweinsborsten werden zu Bürsten und Pin-seln, das Blut zu Würsten, die Haut als Leder, dieBlase zu Beuteln und zum verschließen von Büch-sen und dgl., die Hauzähne zum Poliren gebraucht.Das geräucherte Fleisch und namentlich die Schin-ken, der Speck, das Schmalz und die Borsten, aberauch die lebenden Schweine selbst sind daher invielen Gegenden bedeutende Handelsartikel, beson-ders da wo die Schweinezucht in einer großen Aus-dehnung betrieben wird, und dies ist vorzüglich insolchen Ländern der Fall, wo es ansehnliche Eichen-und Buchenwälder gibt, deren Früchte die beste Mastfür Schweine geben. Namentlich in der Moldauund Wallachei, in Bosnien, Ungarn, Slavonienund Polen werden sehr viel Schweine gezogen undgemästet und in Menge in die benachbarten Länder,nach Oesterreich, Schlesien, Preußen, dem nördlichenItalien rc. ausgeführt. In Deutschland gehen vielSchweine aus Böhmen nach Sachsen, Baiern rc.,und außerdem ist die Schweinezucht besonders inWestphalen von Bedeutung, dessen Schinken be-rühmt sind und weit versendet werden. In größterAusdehnung aber wird die Schweinezucht m deninneren Staaten Nordamerikas: Kentucki, Tenessee,Mississippi, Arkansas, Missouri, Illinois und be-sonders in Ohio betrieben, wo aber der Hauptzweckderselben die Gewinnung des Schmalzes und desSchmalsöls ist (s. Schweineschmalz); außerdemwerden von den Schweinen in der Regel nur dieSchinken benutzt. Die Stadt Cincinnati, welcheselbst ungeheure Schlächtereien besitzt, ist der Haupt-markt für den Handel und die Versendung dieser

Produkte, die einen der wichtigsten Erwerbszweigeund Ausfuhrartikel jener Gegenden bilden.

Schweineschmalz, das ausgelassene Fett derSchweine, welches besonders von den Gegenden aus,wo starke Schweinezucht getrieben wird einen Han-delsartikel bildet und das zu Speisen und zum Theilauch zur Seifenfabrikation benutzt wird. In dergrößten Menge wird es in Nordamerika bereitet,theils zum Verbrauch im Lande, theils zur Ver-sendung nach den östlichen Staaten, Westindien,Südamerika rc., hauptsächlich aber zur Bereitungvon Schmalzöl. Die Versendung geschieht besondersvon Cincinnati aus, wo auch selbst ungeheureQuantitäten Schmalz bereitet werden. Man schnei-det von den geschlachteten Schweinen gewöhnlich nurdie Schinken ab und preßt alles Uebrige vermittelsteiner Dampfmaschine in großen Butten dermaßenzusammen, daß selbst die Knochen zermalmt werden,wobei das Fett in andere Gefäße abfließt. Derausgepreßte Rückstand wird als Dünger, oder zurBereitung von Farben und anderen Chemikalienbenutzt. Das Fett wird dann geläutert und meistin Oel und Stearin geschieden. Das Schmalz ölist der wick)tigste Fabrikationsartikel, der auch ^großer Menge ins Ausland, selbst nach Englandund Frankreich geht. In den östlichen StaatenAmerikas mischt man es unter das Spermaeetiöl, inFrankreich aber wird es zuweilen unter das Olivenölgemischt und man soll diesem 60—70 °/o davon zu-setzen können, ohne das es leicht zu bemerken ist!es verräth sich nur dadurch, daß sich auf dem Bodender Flasche, in welcher man das Oel längere Ze"ruhig stehen läßt, ganz kleine Partickelchen Stearinniederschlagen. In Cincinnati sind viele großeSchmalzölfabriken, die schon im I. 1847 11 'KimPfund Schmalz verbrauchten, wovon 5 / 1 zu 41,009Fässern Oel von 41—42 Gallons und 2 / 7 zu Stearinverarbeitet wurden; die größte Fabrik producirteschon damals monatlich ' 140,000 Pfd. Oel undStearin. Das Stearin wird zur KerzenfabrikatioNnochmals ausgepreßt, wobei s / 8 unreines Olein ab-gehen, das in den Seifensiedereien verwendet wird-Aus dem Blute wird Berlinerblan und aus denübrigen Abgängen blausaures Kali und dgl. ver-fertigt. Auch die Borsten werden gut verwerthet.

Schweinfurt am Main und an der Eisenbahnvon Bamberg nach Würzburg, im baierischen KrenUnterfranken, mit 9000 Einw., einem Handels- ustWechselgericht, Handel und Schifffahrt, Obst-,müse-, Getreide- und Weinbau, BaumwollspinnerebPotaschsiederei, bedeutenden Fabriken vonund Ultramarin, ferner von Zucker, Tabak, EiÄmit, Chemikalien, Tapeten, Zündhütchen, Schrote' 'Kupfer- und Metallwaaren rc., einer Graviranstm,einer Pfingstniesse und einem Wollmarkte. ,

Rechnung, Münzen, Maße u. Gewicht"s. Baiern. t

Schweinfurter Blau und SchweinfügteGrün sind Farben zur Oel- und Wassermaler ,die zuerst in der Sattlerschen FarbenfabrikSchweinfurt verfertigt wurden, jetzt aber auch^gmehreren anderen Fabriken geliefert werden. ~Grün ist durch seinen Glanz und sein Feuer aae ^zeichnet vor allen grünen Farben, und erscheint <ades Abends *">' m-iin *„rf mx,,., „<s am Tag"Diese

Tapeten ... ............ „ .

da sie eine der giftigsten Farben ist, indem sie J j,arseuige Säure, (weißen Arsenik) Grünspan