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Zweiter Band.
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Schweiz

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Schweiz

bauanstalten, Fabriken von Wollwaaren, chemischen ! Kartoffeln rc. hervor; ungleich wichtiger aber ist dieGeräthschaften und Produkten, Papier, Tabak, Ci -1 Viehzucht und Alpenwirthschaft, welche besondersgarren, Uhren rc., Gerbereien, Appreturanstalten,! den vortrefflichsten Schweizerkäse im Emmen-, Sim-und verfertigt Büchsen, Wagen, Cider, Bürsten,! men- und Saanenthale, von dem jährlich gegenKorsetten, Strohgeflechte rc. Im Ganzen kommen; 40,000 Ctr. ausgeführt werden, liefert. Unter denim Kanton gegenwärtig nahezu 200 Fabrikgeschäfte; Jagdthieren gibt es noch Gemsen, Wölfe, Luchse undmit über 16,000 Arbeitern vor. Der Handel mit j Bären. Nicht unbedeutend ist der Fischfang und dieden Erzeugnissen, besonders mit Seiden- und Baum -1 Schifffahrt auf den Seen; Seidenzucht wird hin undwollwaaren, Vieh, Wein , getrocknetem Obst und > wieder, jedoch in keiner großen Ausdehnung, <3 e#Obstwein rc, ist bedeutend und wird durch die Schiff-! trieben. Die Berge liefern etwas Eisen und SteM-fahrt aus dem See, sowie durch die Schienenstraßen 1 kohlen. Die Gewerbsindustrie ist nicht sehr bedeu-erleichtert. — Die bedeutendsten Städte sind: Zü- > tend, indessen sind die Spinnereien, Gießereien,rich(s.d.). Winterthur, schöne Stadt mit 7560 i mechanischen Werkstätten, die Weberei in Leinen,Einw., großen Maschinenwerkstätten, Eisengieße -1 Wollen und Seide, die Strohflechterei, die Verferti-reien, bedeutenden Fabriken von Wollen- u. Baum-! gung von Spitzen, mathematischen und physikalischenwollenwaaren, Gewehren, Papier, Vitriol, Alam^ Instrumenten, Holzwaaren, die Parquet-, Papier-,und Glaubersalz, bedeutendem Handel, einer Bank! Tabak- und Cigarren-', Pulver-, Zündholz- undund Transportversicherungsgesellschaft „Schweize-! Holzbodeuschuhfabrikation, die Holzschnitzerei in denrischer Lloyd." Eglisau am Rhein, 1600 Einw.,! Alpengebirgen und besonders die Uhrenfabrikationhat starke Warendurchfuhr, Schifffahrt und bedeu- j-im Jura bemerkenswert. Fabriken befinden sichtenden Weinbau. Wädenschweil am Zürichersee, ; besonders in der Hauptstadt. Der Handel beschäftigt6000 Einw., hat bedeutende Tuch-, Leder-, Baum-! sich hauptsächlich mit dem Vertriebe der Landespro-wollen- u. a. Fabriken, starken Obst- und Weinbau, j dukte und mit Transito. — Außer der HauptsiadtHorgen am Zürichersee, mit 5400 Einw., vielen! Bern ls. d.) enthält der Kanton noch folgende be-Fabriken, besonders in Seidenwaaren, mechanischen j merkenswertlp Städte: Burgdors oder Bert/

Werkstätten. Brennereien rc.

Wechselrechtliches. Nach der Züricher Wechselordnung von 1805 müssen Wechsel am Verfalltage,

houd, am Eingänge des schönen Emmenthales,dessen thätige und wohlhabende Bewohner sich mitRindvieh- mid Pferdezucht, Flachs- und Obstbau,

oder wenn dieser/ein Sonn- oder Festtag ist, am j Weberei und Bereitung des besten Käses beschäftige^

darauffolgenden Tage bezahlt oder protestirt werden;Respecttage finden nicht statt. Der Uso ist 15 Tagenach Sicht.

2) Bern, der größte Kanton, von 123 s/Weilenmit 467,200 Einw. Er grenzt im Nordwesten anFrankreich und ist von den Kantonen Basel, Solo-thnrn, Aargau, Luzern , Nnterwalden, Uri, Wallis,Waadt, Freiburg und Neufchatel umgeben. DerHauptfluß ist die Aar, welche an der südlichen

die Stadt hat 4200 Einw., eine Eisengießerei, Flachsspinnerei, Fabriken von Baumwollen-, Leinen- »nvWollenwaaren, Wollgarn, Tabak, Cigarren, Farben,Strohhüten, Kaffee, Essenz, Leder rc., Färbereren undAppreturanstalten. Pruntrut oder PorreN-tr uy im Jura, 3600 Einw., mit einigen Fabriken-Viel oder Bienne, am Fuße des Jura,Einw., mit Eisengießerei, Woll- und Baumwon-spinnereien, Baumwollzwirnerei, Fabriken von

Grenze des Kantons entspringt, innerhalb desselben ! Baumwoll-, Woll- und 'Leinenwaaren, Uhren,den Brienzer und Thuner See bildet, und nachdem , garren, Tabak, Kupferwaaren, Pferdehaar, Drah-sie die Kander, Simmer und Saane, sowie die aus ! und Stiften rc., Bleichereien, Färbereien, Gera-dem Neuenburger und Vieler See kommende Thiele! reien, Weinbau und lebhaftem Handel. Langesoder Zieht aufgenommen hat, in den Kanton Solo-! thal, schöner Flecken, mit 2800 Einw., Fabrikenthurn tritt, wo sich noch die Emmen, welche eben-! von Baumwoll-und Halbwolltnch, Tabak, Essenifalls größtenteils dem Kanton Bern angehört, in ; Ziegeln rc. und lebhaftem Verkehr,dieselbe ergießt. Im nordwestlichen Theile ist noch j Wechselrechtliches. Bern, Luzcrn, So-die dem Rheine zufließende Birs und gegen Frank-! lothurn, Basel-Stadt und Schaffhausenreich bildet der Doubs zum Theil die Grenze. Von ! haben den 1856 abgefaßten Concordatsentwurs zMsiden bereits genannten Seen ist der Brienzer l'/z' Gesetze erhoben. — Verfällt ein Wechsel aus einenMeile lang und 1 / 3 Meile breit, der Thuner 2 1 / i j Sonn- oder Festtag, so gilt der nächstfolgende WerttMeile lang und V 2 Meile breit, und der Vieler 2 ! tag als Zahlungstag.— Respecttage finden keinMeilen lang und ^4 Meile breit; der Neufchateller! statt. — Nur ein Protesttag. — Keine Cassirtage-berührt den Kanton nur auf einer Strecke von 1! — Keine Notifikationspslicht des Regredienten. //Meile. Der Kanton ist im Süden gebirgig und ent- j Die materielle Wechselstrenge ist durch den. Ab-hält hier die höchsten Bergspitzen der Alpen: das j schluß einer Menge von Einreden des Wechselschufv"Finsteraarhorn, die Wetterhörner, die Jungfrau rc., j ners, welche die deutsche Wechselordnung (8welche die hohen Berner Alpen, den Grenzwall ge- zuläßt, erhöht. — Im französischen Theil des Ka>^gen Wallis, bilden. Nach Norden zu werden die! tons Bern (Jura) gelten die Bestimmungen ceGebirge niedriger und verflachen sich endlich fast zu ! französischen Code de commerce.hügelichen Ebenen. Die nordwestlichen Gebirge ge-! 3) Luzern, Kanton zwischen Aargau, Ä/sil

hören zum Jura. Das Klima ist auf den Gebirgen, z Schwyz, Nnterwalden und Bern, 27^«zwischen denen sich viele Gletscher befinden, rauh, j mit 130,500 Einw. Er ist im Süden nnt A» 'aber die Luft ist rein; weiter nördlich und in den ; läufern der berner Alpen bedeckt, deren hvsv>meisten fruchtbaren Thälern aber herrscht ein mil-! Spitzen das Rothhorn von 7600 und der Pnattderes Klima, und die großartigen Naturschönheiten ! berg von 7100 Fuß sind, hat aber keineund herrlichen Aussichten machen den Kanton über- i der nördliche Theil ist schönes Hügelland. In: