Schmerz
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Schmeiz
empacher See und die Wiggert. Außer dengenannten Seen enthält er noch den Mauer-, denHeideggersee und einige kleinere. Der KantonVeugt Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Flachs,Obst, etwas Wein rc.; in den südlichen Gebirgenhat er wichtige Viehzucht und viel Wild; fernerSandsteinbrüche, Steinkohlenlager und in der Emmeetwas Waschgold. Die Bewohner beschäftigen sichAßer mit Ackerbau, Viehzucht und Fischerei, mitGeflechten von Stroh, Hans, Roßhaar, Holzschnitze-rei, Uhrenverfertigung und Baumwollenweberei;auch gibt es Baümwoll- und Seidenspinnereien,Gießereien, Eisen- und Kupferhämmer, mechanischeWerkstätten, einige Fabriken von Leinwand, Cigar-ren, Draht und Drahtstiften rc. und lebhaften Tran-sitohandel. Von Getreide, Käse, Vieh, getrocknetenPflaumen, Kirschwasser rc. findet eine nicht unbe-deutende Ausfuhr nach anderen Kantonen statt. —Außer der Hauptstadt Luzern (s. d.) enthält derKanton folgende bemerkenswerthe Orte: Schüpf-s ei in, 3000 Einw.; Su r se e, am Sempacher See,t700 Einw.; Willis an an der Wigger, 1450Ginw. rc.
Wechselrechtliches,s. Bern.
,4) U r i, Kanton zwischen Schwyz, Glarus, Grau-enden, Tcssin, Wallis, Bern und Unterwalden,“P ^Meilen mit 15,000 Einw., ist völliges Ge-dlrgsland mit hohen Bergen und ungeheuren Glet-Mrn, und wird von der Reuß mit mehrerenAebenbächen durchströmt; sie ergießt sich in denWerwaldstädtersee, dessen südlichster Theil dem Kan-nst angehört, und außerdem gibt es noch einigekleine Seen. In den Thälern, von denen mehrereunbewohnt sind, wird nur Viehzucht getrieben, inder Nähe des Sees wird etwas Rübsen, Hanf, Obstund Kastanien erbaut. Die Produkte des Thierreichs isind Rindvieh, Schafe, Ziegen, Gemsen, Murmel-!thiere, auch zuweilen Bären, Luchse, Steinadler undLämmergeier, Alpenforellen und große Hechte; die!Gebirge enthalten Krystalle, Rauchtopase, Gra-!^aten, Amethyste rc. Außer mit Viehzucht und!Käsebereitnng werden die Bewohner durch den Ver-!kshr auf der Gotthardtsstraße beschäftigt und er-;Fähren sich als Führer der Fremden und durch den ;Wandel mit Wild, Mineralien und Gebirgsselten-!heilen. — Die Hauptstadt Altdorf ist regelmäßig!^baut, hat 2450 Einw., eine Spinnerei, einen!Gsienhammer zind eine Orgelfabrik, auch werdenWüchsen, Cigarren, Branntwein rc. fabrizirt; Spedi-non über den Gotthardt. Der Hafen ist Fluelenam Vierwaldstädtersee mit 700 Einw. Urse ren oderA n d e r m a t t, Flecken, mit 1400 Einw.
5) Schwyz, Kanton zwischen Zug, Zürich, St.fallen, Glarus, Uri, Unterwaiden und Luzern,f-J LUMeilen mit 45,100 Einw. Er ist völlig ge-?krgig, doch erreicht von seinen Bergen, unter denenRigi besonders häufig besucht wird, keiner die^chneelinie. Er hat nur einige kleine Flüsse, uament-M die S i h l und die B i s i, wird aber von dem^terwaldstädter -, dem Zuger- und dem Zürichersee^slihrt und schließt den kleinen Lowerzersee in sich.$. le Bewohner beschäftigen sich hauptsächlich mit^ehzncht (vorzüglich schönes Rindvieh), Alpenwirth-(Aaft und Viehhandel; außerdem wird Obst erbaut,Baumwollenspinnerei, Baümwoll- und Seidenwe-J VCI getrieben, auch Branntwein, Most, Glas,^krohhüte, Watten, Feusterbeschläge, Gewehrlänfe,.evßhaar, Seidenband, Kerzen rc. fabrizirt; derAcker-"u ist unbedeutend. Ausgeführt werden Vieh, But-
ter, Käse, Häute, Holz und viel Heiligenbilder undGebetbücher. — Die Hauptstadt Schwyz mit 5800Einw. ist hübsch gebaut, hat ein schönes Rathhausmit Medaillenkabinet, eine schöne Kirche, Kloster,Zeughaus, Theater rc. und eine reizende Umgebung.Außerdem die Flecken: E i n s i e d e l n, 7300 Einw.,berühmter Wallfahrtsort mit prächtiger Benediktiner-abtei. Gersau am Vierwaldstädtersee mit 1750Einw., Floretspinnerei, Gewehrläuffabrikation undZiegelbrennereien. Küßnacht am nämlichen See,mit Glasfabrikation und Gerberei. Art am Zuger-see, mit 2200 Einw., Branntwein-, Litzen- undKlöppelmaschinenfabrikation.
6) Unterwalden, Kanton zwischen Luzern,Schwyz, Uri und Bern, 16 O Meilen mit 24,900Einw., besteht aus 2 besonderen Republiken, Obund Nid dem Wald, die jedoch nur einen Ge-sandten zur Tagsatzung schicken. Er ist völligesAlpenländ, auf den Gebirgen mit rauhem Klima,aber mit schönen Weiden und Waldungen. Er wirdvon den beiden kleinen Flüssen, der Melch und derAa durchflossen, von denen die erstere den Sarnerund einige kleinere Seen bildet; der VierwaldstädterSee macht zum Theil die Grenze gegen Luzern undSchwyz. Im Süden wird nur Viehzucht und Alpen-wirthschaft, in dem mehr ebenen nördlichen Theilestarker Obst- und selbst Kastanien- und etwas Wein-bau, in den Seebezirken Schifffahrt und Fischereigetrieben; auch baut man Kartoffeln, etwas Flachsund Hanf. Es gibt Gemsen, Murmelthiere, Herme-line, Wölfe, Luchse und zuweilen auch Bären, Stein-adler und Lämmergeier; die Gebirge bestehen ausKalk und enthalten schwarzen Marmor mit weißenAdern und Alabaster; von Salz und Eisen findensich Spuren. Die Industrie ist ohne Bedeutungund beschränkt sich in der Hauptsache auf eine Eisen-werkstätte, eine mechanische Floretspinnerei, einigePapierfabriken, eine Glasfabrik, auf die Verferti-gung von Büchsen, Branntwein- u. Mostbereitung.Die Ausfuhr besteht aus Käse, Vieh, Häuten undHolz. — Die bedeutendsten Orte sind: Sarnen,Flecken am glcichu. See, Hauptort von Obwalden,mit 3300 Einw., Gymnasium, Gerbereien, Brannt-wein-, Most-, Büchsen-, Kochherd-, Blitzableiter- undZiegelfabrikation; Waarenniederlage. Stanz,Hauptort von Nidwalden. Flecken mit 2050 Einw.,Gipsmühlen, Branntwein-, Most-, Büchsen-, Ta-bak-, Papier-, Seifen- und Kerzenfabrikation; Han-del mit Käs, Branntwein, Wein rc.
7) Glarus, Kanton zwischen Schwyz, St. Gal-len, Graubünden und Uri, 12^ ^Meilen mit33,400 Einw. Die Linth durchstießt den Kantonvon Süden nach Norden und ergießt sich in denWallensee oder Wallenstädter See, der imNordosten die Grenze des Kantons bildet. Außer-dem gibt es noch mehrere kleinere Seen, unter denender Klönthaler und der Muttensee die bedeu-tendsten sind. Der Boden ist fast durchgehends ge-birgig , mit hohen Alpen und Gletschern, besondersim südlichen Theile. Getreide und Wein wird nurwenig gebaut, dagegen ziemlich viel Obst und dieWaldungen liefern viel Holz; auch gibt es Arznei-pflanzen , besonders viel Seidelbast und isländischesMoos. Viehzucht wird stark betrieben und nament-lich berühmter Kräuterkäse (Schabzieger) bereitet.Die Berge enthalten wenig Metalle, aber es werdenMühlsteine und Schiefer gebrochen. Die Spinne-reien, Druckereien , Färbereien und Bleichereien sindzahlreich und es wird bedeutende Weberei, besonders