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Uhrenfabriken; Sissach, Flecken, mit 1600 Einw.und Floretzwirnerei; das Bors St. Jakob, wo■*444 eine Schlacht geliefert wurde und auf demSchlachtfelde jetzt Wein gebaut wird, den manSchweizerblut nennt.
Wechselrechtliches, s. Bern.
12) Schaffhausen, der nördlichste Kanton amRechten Rheinufer gelegen und übrigens ganz vonbadischem Gebiet umgeben, aus einem größeren und^ abgesonderten kleineren Stücken bestehend, umfaßt0 V 2 HHMeilen mit 35,600 Einw. Er hat einenunebenen, mit niedrigen Vorbergen des Schwarz-waldes bedeckten, ziemlich fruchtbaren Boden und er-äugt hauptsächlich Wein, Getreide, Obst, Hol; rc.;schch gibt es gute Wiesen, welche die Viehzucht be-fördern, im Rheine werden Lachse und andere Fischegefangen und das Mineralreich liefert Eisen, Gips,Sandstein rc. Die Bewohner beschäftigen sich mitWeinbau, Landwirthschaft, Verfertigung von Kirsch -Wasser, Leder, Leinwand, Eisen rc., auch gibt esGießereien, mechanische Werkstätten-, Hammer- undWalzwerke, Drahtziehereien, Schleifereien, Gerbe-^len, Fabriken von Seiden- und Baumwollwaaren,^abak, Stahl, Drahtstiften, Thonwaaren, Cichorien,Uhrenschalen, Waggons und Waffen. Ausgeführt^lrd Wein, Obst, Kirschwasser und Eisen; auchfindet ein lebhafter Speditionsverkehr statt. — DieHauptstadt Schaffhausen am Rhein, mit 9000Ginw., ist blühend durch Industrie und Handel, hat.nne Bank, Wollen- u. Baumwollspinnereien, Eisen-Aeßereien, Hammer- und Walzwerke, Drahtzieherei,Baumwollwaaren -, Tabak-, Cigarren-, Thon-waaren- u. a. Fabriken, Oelmühlen, Gerbereien,Bierbrauereien. Außerdem sind zu erwähnen:jknterhallau, gewerbsamer Flecken, mit 2350^nw., starkem Weinbau und lebhaftem Verkehr,^.tein, am Ausflüsse des Rheins aus dem Zillerfeewnem Busen des Bodensees), mit 1400 Einw.,Baumwollwaarenfabrikation, Schiffsahrt und Spe-°ltion. Nennkirch, 1600 Einw., mit lebhaftemGewerbsbetriebe. I
WechselrechtlicheS,s. Bern.
13) Appenzell, Kanton, 7,7 ^Meilen mit?O,500 Einw., völlig von St. Gallen unigeben.rF zerfällt in zwei besondere Staaten: Außer-^hoden, der nördliche Theil, mit 48,500 Einw.,I n n e r r h 0 d e n, der südliche mit 12,000 Einw.^as Land ist gebirgig; in Außerrhoden sind dieA,^ge jedoch niedrig und fruchtbar, in Jnnerrhodenvoher und steiler. Die Hauptbeschäftigung der Ein-wohner ist die Viehzucht, da es vorzügliche Weidengibt; Getreide wird wenig erzeugt, auch etwas Obstund Wein. Außerdem finden sich verschiedene Mi-«eralien, Wetz - und Schleifsteine, Salpeter, Holz,»ffche, Schnecken, Honig, Wachs, mehrere Mineral-quellen rc. Die Industrie besteht besonders inW*aumwollenweberei, Weißstickerei, Holzschnitzereiund Parquetterie, Schleifereien, Druckereien, Blei-bn, Färberei, Gerberei rc. — Hauptort von Jnncr-hoden: Appenzell an der Sitter, 3200 Einw.,weist hölzerne Häuser, Viehzucht, Handel mit^Schleif-j einen. Die Hauptorte Anßerrhodens sind: H e r i -^.u von der Landschaft hinter der Sitter, 9500s '"w., mit bedeutenden Baumwollenfabriken, be-> nders von glattem und gesticktem Musselin,Nickercien, Bleichen, Papiermühlen, Gerbe-p und lebhaftem Handel. Trogen, von dert» fiuschaft vor der Sitter, 3000 Einw., mit bedeu-oer Baumwollwaarenfabrikation.
Wechselrechtliches. Appenzell Außerrho-den: Innerhalb 24 Stunden nach Präsentation desWechsels muß Acceptation erfolgen. Bei verweiger-ter Acceptation oder Zahlung erfolgt nach vorherigerachttägiger Anzeige Schätzung an die Hand. — DerIndossant kann auch ohne Obligation (d. h. ohnefernere Verbindlichkeit) indossiren. — Jeder Hand-lungsfähige ist wechselfähig.
14) St. Gallen, Kanton, nördlich anThurgauund den Bodensee, östlich an Voralberg, Liechten-stein und Graubüuden, südlich an Graubünden,westlich an Glarus, Schwyz und Zürich grenzendund den Kanton Appenzell ganz umschließend, hat37 ^Meilen mit 180,450 Einw. Besonders dersüdliche Theil des Kantons ist gebirgig, der nördlichemehr hügelig, mit reizenden Gegenden und frucht-barem Boden, wo viel Obst, Wein und Getreidegebaut wird. Die Gebirge haben viel Holz und vonMineralien besonders Eisen; auch gibt es Gemsen,Lämmergeier und die Gewässer sind reich an Fischen.Der Rhein bildet die östliche Grenze, außerdemist die Thür, welche die Sitter aufnimmt, der be-deutendste Fluß. Der Wallenstädter See gehörtdem Kanton fast ganz an; ferner gehört ihm der öst-liche Theil des Züricher Sees und ein Theil derSüdküste des Bodensees. Die Einwohner treibenWein- und Obstbau (man bereitet viel Kirschsaft),weniger Ackerbau, aber wichtige Viehzucht. Beson-ders blühend ist die Industrie, namentlich das Webenvon Musselins von dem auch viel gestickt wird, Kat-tun, Tüll und alle Arten von Baumwollstoffen,Schleier, die Baumwollen- und Flachsspinnerei, dieMaschinenstickerei, Färberei und Druckerei, wodurchein lebhafter Handelsverkehr erzeugt wird. DerKanton hat auch Bleichereien, Appreturanstalten,Gießereien, Hammerschmieden, Maschinenbau,Branntweinbrennereien, Bierbrauereien, Fabrikenvon Cigarren, Tabak, Uhren, Cement, Wachskerzen,chemisch-technischen Produkten rc. — Die bedeutend-sten Ortschaften sind: Hauptstadt Sanct-Gallen(s. d.). Lichten steig an der Thür, 1000 Einw.,mit Baumwollspinnerei, Schriftgießerei, Baum-wollwaaren- und Branntweinfabrikation, lebhaftemVerkehr und Marmorbrüchen in der Nähe. Wyl,1950 Einw., mit Baumwollenweberei, Druckerei,Bleicherei und Goldleistenfabrikation. Rorschacham Bodensee, mit 2600 Einw., Hafen, Dampfschiff-fahrt, Maschinenwerkstätte, Ölraffinerien, Kattun-druckerei, Fabrikation von Tabak, Cigarren, Teig-waaren re., Bierbrauereien und Mühlen, Spedition,lebhaftem Handel, besonders mit Getreide. Rhei-neck, 1 Stunde vom Einfluß des Rheins in denBodensee, mir 1300 Einw., mechanischen Werkstätten,Baumwollweberei und Druckerei, Stickerei n. Bro-deriewaarenfabriken, Papierfabrik und Gewerbfleiß,Spedition. Altstätten, 7300 Einw., mit ver-schiedenen Fabriken, Handel und Spedition.
Wechselrechtliches. Nach Tit. III. 8 3 derSt. Galler Wechselordnung soll die Acceptation aufden Wechsel gesetzt und in Rechten nur eine solcheanerkannt werden. Jedes Versprechen, es sei münd-lich oder schriftlich, hat keinen wechselrechtlichenWerth. Tit. IV. § 9 wird gesagt: Wenn in einemWechselbrief ein Wort eingeschalten, ausgestrichenoder radirt befunden würde, so sei derselbe nicht fürgültig anzuerkennen. Wer demnach einen solchenbezahlt, habe an Aussteller und Giranten den Regreßverloren. — Briefe, welche auf Sicht lauten, habenkeine Respecttage; alle andere Wechselbriefe, von