Schwrherblut
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Schwererde
Schwerzerblut, Sang de Suisses, heißt einsehr guter rother Wein, der im Kanton Basel in denPflanzungen des Hospitals von St. Jakob gewon-nen wird, wo im Jahre 1447 eine blutige Schlachtstattfand.
Schweizer Diamanten nennt man wasserhelleBergkrystalle, die in dem früher zur Schweiz ge-hörenden Veltlin gefunden werden.
Schweizerkräütersaft, ein Geheimmittel, be-stehend aus Pomeranzenblüthensirup mit Extractenvon bitteren unreifen Pomeranzen und laotneavirosa.
Schweizerthee ist ein aus verschiedenen Alpen-pflanzen zusammengesetzter Thee, der besonders imKanton Glarus bereitet wird. Man nennt ihnKräuterthee, wenn er aus Pflauzenblättern,und Blumenthee, wenn er hauptsächlich ausBlumenblättern besteht. Man gebraucht ihn beson-ders gegen Epilepsie.
Schweizerweine werden fast in allen Kantonender Schweiz, sowohl weiße als rothe, und zum Theilvon vorzüglicher Güte erbaut. Die besten liefert derKanton Waadt, besonders die Gegend zwischen Lau-sanne und Vevey, wo sich vorzüglich der Ryffthaler,sowie die Weine von Cully, Desaleö und Lutry aus-zeichnen. Auch die zwischen Lausanne und Coppetin der Landschaft La Côte und besonders die in derGegend von Rolle gewonnenen, sind geschätzt. DerKanton Neufchatel erzeugt sehr gute rothe Weinevon schöner Farbe, Feinheit, Blume und angeneh-mem Geschmack, namentlich bei Cortaillod und Fa-verge, etwas geringere bei Baudry und St. Anbin.Auch die weißen Weine dieses Kantons sind vonangenehmem Geschmack. Im Kanton Basel wirdbesonders der rothe Wein , Schweizer blutgenannt, erbaut. Unter den Weinen von St. Gal-len zeichnet sich der Rheinthaler, besonders derrothe vom Buchberge und die rothen Weine ausder Gegend von Sargans aus. In Schaff-hausen werden sehr gute rothe Weine, erbaut, unterdenen der aus der Gegend von Thayengen derbeste ist. Thurgau erzeugt viel Wein, besondersbei Weinfelden. Auch in Zürich ist der Weinbauüberall verbreitet und die besten Sorten gewinntman am See bei Winterthur und Meylen. Aargauerzeugt gute rothe Weine bei Baden, Kaiserstuhl,Lenzburg rc., die besten weißen bei Castelen, Ober-flaach und Schinznach. In Graubüuden werdenbesonders bei Chur und Maieufeld ziemlich guteWeine erbaut. In Bern werden die besten Sortenbei Erlach am Bielersee gewonnen. Genf erzeugtgute rothe und weiße Weine bei Annemasse undMonnetier, die besten weißen aber bei Bossey, Co-logny und Pressingen, und auch bei Bonneville einenvorzüglichen weißen Wein, G ring et genannt. InWallis zeichnen sich die rothen Weine von Coquem-pin und La Marque aus, ferner die von Sider undSitten, und die weißen von Brieg am Simplon;bei Martigny und Sider werden auch weiße Mal-vasier- und Muskatweine bereitet. In Tessin wer-den'die besten Weine bei Belliuzona und Locaruo,gute Sorten auch bei Lugano und Mendrisio ge-wonnen.
Schwererde, Baryt oder Bariumoxyd,
Terra ponderosa, Oxydum barytieum,35aryta caustica, ein aus Barium und Sauer-stoff bestehendes Miikeral, das in der Natur haupt-sächlich als SchwersPath oder schwefelsaurerBaryt und als natürlicher kohlensaurer Ba-
ryt oder Witherit vorkommt, aus denen diereine Schwererde künstlich bereitet wird. DasBarium (Schwererde-Metall) ist ein dem reinenSilber ähnliches Metall, das vermittelst der Vol-taischen Säule aus der Schwererde dargestellt wer-den kann, in der Rothglühhitze schmilzt, sich dehnen,hämmern und feilen läßt, an der Luft und in Ver-bindung mit Wasser, das davon zersetzt wird, aberschnell matt wird. — Der Schwerspath oderschwefelsaure Baryt, Laryta sulphurica »a*tiva oder Sulphas baryticus nativus, ist eilt CUt dte-len Orten, meist spathig oder krystallistrt, auchstrahlig, faserig, körnig, dicht und erdig, gewöhnlichin Begleitung von Blei-, Silber-, Quecksilber- u. a.Erzen vorkommendes Mineral, am häufigsten weistvon Farbe, oder ins Gelbe, Rothe oder Blaue fallend,durchsichtig bis undurchsichtig, fett- bis glasglänzend.Er wird zur Erzeugung verschiedener Barytpräpa-rate, als Zuschlag beim Schmelzen, zu verschiedenenFarben, als Körper der Pastellstifte, zum Grundirendes Wachstuchs, bei der Verfertigung des Steinguts,des Glases rc., und der ganz weiße hauptsächlich alsZusatz zu Bleiweis, um wohlfeile Sorten zu er-zeugen, in neuerer Zeit auch zur Erzeugung vonSauerstoff im Großen benutzt. Man erhält ihn ge°
pulvert aus chemischen und Bergproduktenfabnken,
besonders aus Tirol, Steiermark, Salzburg, B0^tuen, dem sächsischen Erzgebirge, Erfurt, Suhl, vornHarz, aus Ungarn rc. Man kann ihn auch,künstlichdarstellen und dann bildet er ein feines weißesver. Eine strahlige Varietät, die sich bei Bolognnin rundlichen, aus stängligen Stücken bestehendeMassen findet und die Eigenschaft hat, wenn eeinige Zeit dem Licht ausgesetzt worden, im Dünkezu leuchten, wird Bologneser Spath oder Bo-logneser Stein genannt. Er wird künstlichdurch Mischung von L-chwerspath, Schwefelbaryuund Tragantgummi dargestellt, getrocknet und ^luftdicht verschlossenen Glasgefäßen aufgehängt-Der natürliche kohlensaure Baryt oWitherit, Ikaryta earboui^g nativa, ist ein Istdes, fett- bis glasglänzendes, durchscheinendeshalbdurchsichtiges Mineral, im reinen Zustandeweißer, außerdem auch ins Gelbe, Grüne, Goder Röthliche fallender Farbe, das sich in Stmark, Ungarn, in England und Schottland rc.,stund zur Bereitung mehrerer Barytpräparate, Y" ^sächlich des künstlichen kohlensauren Bary^,liaryta oarbonioa praeeipitata oder Carbolsryticus praecipitatus , verwendet wird. 7 ^,,ettt zartes weißes, geschmackloses, fenerbestan »Pulver, das sich nicht in Wasser, aber inSalpeter - und Salzsäure unter Aufbrausen a-I -Dia» bereitet ihn durch Niederschlagen eine .löslichen Barytsalzes mit kohlensaurem Alkai ^benutzt ihn zur Darstellung der Barytsalze. ^reine Schwererde oder das BariumOxydum barytieum, ist äußerlich dem gevrcu -Kalk ähnlich, erhitzt sich wie dieser mit Wast -sich aber in größerer Menge zu einer star- Mrtreagirenden Flüssigkeit darin auf. ^v'^aryt»kommt sie unter den Namen Aetzbaryt, cllincaustica crystallisata oder Hydras baryti ^ 1 ;aqua in den Handel und wird als Neagei ,Chemie benutzt. Er wird durch Glühen Lgi#tersauren Baryts, Auflösen in Wasser und I ^siren bereitet, löst sich in 24 Theilen ka, gch■ " ■ ■ ' ' 4 Nr^,ss-i- ei und verwanv^^^
2 Theilen kochendem Wasser auf undan der Lust leicht in kohlensauren Daryr,
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