Selmit 554 Sfttcrtcm
bleigraue, glänzende, auf dem Bruche muschligglasige Masse. Es ist geruch- und geschmacklos, er-weicht sich in der Wärme, wird bei + 80 0 R. halb,bei + 100 o ganz flüssig und verflüchtigt sich beihöherer Temperatur, indem es sich in dunkelgelbe,höchst unangenehm nach faulem Rettig riechendeDämpfe verwandelt, welche das sehr giftige gasför-mige Selenoxyd sind. In Wasser, Alkohol, Aetherund ätherischen Oelen löst es sich nicht auf, wohl aherin fetten Oelen, geschmolzenem Wachs und in Schwe-felsäure mit schön grüner Farbe. Es gehört zu denBasen, verbindet sich mit Sauerstoff, Chlor, Brom,Schwefel, Phosphor, Wasserstoff, wie mit vielenMetallen. Mit Eisen bildet es das Selcneisen,welches ein gelblichgraues, glänzendes, hartes undsprödes Metall gibt. Die Selensäure und die selenigeSäure bilden mit Basen Salze, welche chemischesInteresse haben. Das Quentchen Selen kosteteinen Thaler. Man erhält es von Tilkcrodeam Harz in Gestalt kleiner, federkielstarker Cylinder-oder runder Täfelchen, braucht es aber nur bei derwissenschaftlichen Chemie.
Selenit, s. Frauen eis.
Sekimskaja heißt ein nankinartiger, dichterBaumwollenzeug von blauer, rother, grüner, gel-ber rc. Farbe, der in der Bucharei und auch im süd-lichen Rußland gewebt wird.
Sellerie, Zellerie oder Wassereppich,Apium graveolens, eine an feuchten Ortenwild wachsende und häufig in Gärten gezogeneDoldenpflauze, deren knollige, fast rundliche Wurzelwegen ihres angenehmen, aromatischen Geschmacksauf verschiedene Art in der Küche benutzt wird. Dielange dicke Wurzel des wilden Sellerie, die einengelben Saft enthält und einen unangenehmen, durchdas Trocknen sich verlierenden Geruch hat, sowieauch der Same desselben wurden sonst in der Me-dizin gebraucht. Aus dem Samen wird ein äthe-risches Oel destillirt.
Selterwasser, Selterser Wasser, s. Mine-ralwässer.
86IN6N heißt Samen. Folgendes sind die latei-nischen Benennungen der im Droguenhandel vor-kommenden Samen, die in unsrem Werke unterihren deutschen Namen aufgeführt sind: SemenAbelmosebi, s. Bisamkörner. — S. Adiowaen,s. Adioweensamen. — 8. Agni casti, s.Keuschbaum. — S. Alliariae, s. Knoblauchs-kraut. — S. Ammi, s. Ammey. — 8. Amomi,s. Piment. — 8. Amomi Cardamomi, s. Carda -momen. — 8. Anaoardü, s. Acajounüsse. —8. Anetbi, s. Dill. — 8. Angelicae, s. Angelika.
— 8. Anisi stellati, s. Sternanis. — 8. Anisivulgaris, s. Anis. — 8. Aquilegiae, s. Waldacke-lei. — 8. Arachis, s. Erdnuß. — 8. Aristoloobiaerotundae, s. H 0 h l w u r z e l. — 8. Bablach, s.Bablach. — S. Badian, s. Sternanis. — 8.Bunium bulbocastanum, s. Erdnuß. — 8. Cacao,s. Cacao. — 8. Cannabis, s. Hanfsamen. — 8.canariense, s. KaNarieNsamen. — 8. Carduibenedicti, s. Kard obenedicte. — 8. CarduiMariae, f. Mariendistel. — S. Carvi, s. Küm-mel. — 8. Cataputiae majoris, s. Ricinus-baumsamen. — 8. Cataputiae miuoris, f.Springköruer. — 8. Ccrvariae, s. Hirsch-wurzel. — 8. Cbiebim oder Cismae, s. Chichim-sameu. — 8. Cieeris, s. Kicher. — 8. Citri, s.Citronen. — 8. Cochleariae, s. Löffelkraut.
— 8. Cocognidii, s. Kellerhals. — 8. Cocculi,
s. Kockelskörner. — 8. Coffeae, s. Kaffee. —8. Colchici, s. Herbstzeitlose. — 8. Colocyn-thidis, s. Coloquiuten. — 8. Contra, s. Zitt-
erfamett. •— S. Coriandri, s. Koriander. -—S. Cucumeris, s. Gurke. — 8. Cucürbitae, s. Kür-bis. — 8. Cumini, s. Kramkümmel. — 8. Cy-doniorum, s. Quitten. — 8. Cynae, s. Zittwer-samen. — 8. Cynobasti, s. Feldro fe. — 8. Da-turae stramonii, s. Stechapfel. — 8. Dauciöretici, s. Möhrensamen. — 8. Baum vulgaris,s. Möhre. — 8. Erucae, s.' Senf. — 8. Foemculiaquatici, s. Wafserfenchel. —• 8. Foeniculimarini, s. Meer fenchel. — s. Foeniculi vulgaris,s. Fenchel.— S. Foeni graeci, s. Bockshorn-samen. — 8. Fraxini, f. Esche. — S Gnidii, s.Keller hals — 8. Granatorum, s. Granat-apfel. — 8. Harmalae, s. Harmalapflanze. —8. Ilordei, s. Gerste — S. Hyoseyami, s. Bil-senkraut. — 8. seu Fabae Ignatiae oder St.Ignatii, f. Jgnatiusbohne. — 8. Lini, s. Lein-samen. — 8. Lithospermii, s. Meerhirse.
S. Lycopodii, s. Bärlappsamen. — 8. Melan-thii, s. Schwarzkümmel. — 8. Millii Solis, f-Meerhirse. — 8. Nigellae, s. Schwarzkümmel.
— 8. Oryzae, s. Reis. — 8. Paeoniae, s. Gicht-rose. — 8. Papaveris, f. Moh N. — 8. s. FabaPechurim, s. Pech urim bohn'e. — 8. Perfoliatae-s. Hasenöhrchen. — 8. Petroselini, s. Peter-silie. — 8. Phellandrii, s. W asserfeuchel. -yS. Psyllii, s. Flöhsamen. — 8. Ricini, s. Rici-nus b a u m s a m e n. — 8. Rutae, s. Raute.
8. Rutae silvestris, s. Harmalapflanze. —8 Sabadillae, s. Sabadillsamen.— S. Santo-nici, s. Zittwersamen. — 8. Seeale cornutuw,s. Mutterkorn. — 8. Seseli, s. S eself amen.
— 8. Sinapis, s. Senf. — S. s. Nuclei Pineae, s-P ini e n. — 8. Staphidis agriae oder Staphi sa "griae, s. Stephanskörner.— 8. Stramonii, f'Stechapfel. — 8. Tana ceti, s. Rain farrn- —'8. 8. FabaToneae, s. Tonkabohne. — 8. Urticaevulgaris, s. Nessel. — 8. Zcdoariae, s. Zittwer-samen.
Semilor, Similor,Halbgold, zuweilen auchMannheimer Gold genannt, ist eine goldähn-liche Metallcomposition, die auf sehr verschiedene Artzusammengesetzt wird. z. B. 5^ Theile Kupfer und1 Theil Zink; 4 Theile Kupfer und 1 Theil Z"u(eigentlich Mannheimer Gold genannt); 1 P>d-Gahrkupfer, 2 Unzen gelbes Messing und 3 UnzenZink rc. Es ist sehr geschmeidig und wird häufigunächten Bijouterien verwendet.
Semlin, befestigte Stadt in der österreichischenMilitairgrenze, mit 10,000 Einw., am rechtenDonau- und linken Sauufer, der türkischen tIrenz-festnng Belgard gegenüber, Mittelpunkt des^Handewzwischen der Türkei und den österreichischen Staaten,dessen Wichtigkeit erwähnt zu werden verdient , be-deutendste Contumazanstalt der ganzen Militärsgrenze. . ,
Rechnungsart, Maße und Gewichte, bOesterreich.
Semola di Storace nennt man in Italien veAbgang beim Läutern des Storax, der besondverkauft wird.
Sempiterne, s. Perpetuan.
Sendrewein, s. Blauchette. ,
Senecterre, eigentlich Fromage de S® 1 ”Issectaire, heißt eine Art sehr guter kleiner Zwg