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Shangai
Sesam
Orten, am schönsten bei Snarum in Norwegen undbei Penig in Sachsen/
Sesam sind die gelben, eiförmigen, platt ge-drückten, öligen, süßen Samenkörner des oft in-dischen Sesam, 8esaimim Orientale, einer istOstindien, Syrien, Aegypten, Amerika rc. ein-heimischen und häufig angebauten Pflanze. Manbenutzt ihn in den Tropengegenden zur Speise undzur Gewinnung des darin enthaltenen fetten Oeles,von dem er gegen 23 % gibt. Das Sesamöl hatsrisch geschlagen einen scharfen Geschmack, wird aberdurch das Lagern mild, ist geruchlos und wird nichtleicht ranzig. Es kommt besonders viel davon ausder Levante und dem nördlichen Afrika nach Mar-seille, Italien rc., wo man es zur Seife, in denWollenwaarenfabriken rc. braucht, es auch nichtselten unter das Baumöl mischt und die kostbarenOele, Balsame rc. damit verfälscht. Es wird sowohlgegessen, wie gebrannt, besonders aber von denUhrmachern viel verwendet. Früher wurde es auchw Deutschland in den Apotheken gebraucht.
Seselsamen oder Roßkümmel, SemenSe-seli, die Samenkörner der ästigen Fenckel-lilge, 8e8eli oder Marathrum tortuosum, einer istden Gebirgen des südlichen Europa in Wäldern undauf Bergwiesen wachsenden Doldenpflanze, welcheUoch zuweilen als Thierarznei gebraucht werden.Sie sind länglich, grünlich, gestreift und haben einen ;Kennend gewürzhaften Geschmack und aromatischenGeruch. Auch der Samen von 8e8eli montarum,der länglich, graugrün, gestreift und gekrönt ist, mitgewürzhaften Geruch und angenehm bittern Ge-schmack , wird verwendet. Er gibt durch Destillationsm bläuliches, ätherisches Oel. Die Pflanze wächsttn * südlichen Europa auf Anhöhen.
Sester, Getreidemaß in Baden und früher imKanton Basel.
Setier, Hohlmaß in der französischen Schweizund auch ehemals in Frankreich.
.Setubal, portugiesischer Seehafen in der Pro-^)nz Estramadura, an einem Meerbusen, in densich der Sado ergießt, mit einer Eisenbahn nachnldea Gallega amTago, 16,000 Einw., Weinban,bedeutender Secsalzbereitung und wichtigem See-bandel mit Salz, Korn, Wein und Südfrüchten,welcher der Stadt ihren Platz zunächst nach LissabonUnd Oporto anweist. Der Hafen ist geräumig, hataber eine schwierige Einfahrt,r ^ e ch n u n g, M ü n z e n, M a ß e und Gewichte,''Portugal.
.. Seudresweine sind gute rothe und weiße Weine,ble an den Usern der Deudre im franz. Departement-'"edercharente gewonnen werden.
Hevenbaum, f. Sadebaum.
^overin, s. Souveraind'or.
Sevilla , Hauptstadt der gleichnamigen spanischenIsbovinz und Hauptort von ganz Andalusien, insier großen Ebene am linken Ufer des Quadal-s^'bir, mit Eisenbahn längs des Tajo nordöstlich'ach Cordova und südwestlich nach Cadix. Die^ 'adt hat gegenwärtig 153,000 Einw. und warder Entdeckung Amerikas Hauptstapel des spa-Seehandels bis 1700, auch belief sich die/ic-bölkerung vor ihrer Uebergabe an die Spanierk auf eine halbe Million und die Zahl der/besiwebstühle, die die Araber hier unterhielten,sel,- ^,000. Aus dieser Zeit haben sich manche9 nswerthe Baudenkmäler, namentlich ein Alkazarer maurischer Königspalast, ein Amphitheater,
eine schöne Wasserleitung erhalten; sodann besitztSevilla eine große und prachtvolle Kathedrale, einDominikaner- und Kapuzinerkloster, ein reichesHospital, eine Universität,, eine Münze, Schiffs-werft, eine Zweigbank der Bank Yon Spanien,eine königliche Tabaksfabrik, die Schnupftabak undCigarren liefert und 4500 Personen beschäftigt,köuigl. Gießereien und Gewehrfabriken, Eisen- undMaschinenfabriken, Porzellanfabriken, eine Lakrizen-fabrik, Seifensiedereien, Gerbereien, Baumwollen-,Wollen-, Seiden - und Leinewebereien. Der Handelist bedeutend, und es belauft sich der Totalwerthder im Jahre 1863 bei dem Zollamte aus dem Aus-lande zur Einfuhr deklarirten Artikel auf 81,700.000R B.; aus dem Julande wurden Waaren im Werthevon 17,200,000 R. B und aus den spanischen Be-sitzungen Waaren im Werthe von 24,700,000 R. V.eingeführt. Der Gesammtwerth der nach dem Aus-lande , nach spanischen Häfen und nach Amerika ex-portirteu Artikel belief sich auf 213,300,000 R. L.Die wichtigsten Importartikel waren: Stein-kohlen und Coaks, Fichtenholz, Weißblech, Schienenund Sleepers für Eisenbahnen, Zucker, Thran,kurze Waaren, Butter, Käse, Baumwolle, Seiden-und Baumwollenwaaren, Tuch und andere wolleneGewebe. Ausgeführt wurden hauptsächlich:Oliven, Olivenöl, Korkholz, Wolle, Blei, Kupfer,Eisen, Getreide, Früchte, Wein, Quecksilber, Seife rc.Die Zahl der mit Ladung eingelaufenen auslän-dischen Schiffe betrug 416 mit 49,000 Tonnen;387 ausländische Schiffe mit 44,000 Tonnen liefenbeladen aus. In Ballast kamen 42 Schiffe unterausländischer Flagge mit 3980 Tonnen an; 89 mit10,100 Tonnen liefen aus. Von spanischen Küsten-fahrern sind 1850 mit 72,400 Tonnen hier ein-resp. ausgelaufen. Auf dem untern Quadalquivirfahren Dampfboote.
Course. Man richtet sich nach Cadix undMadrid.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. Spanien.
Sevillan wird in Spanien zuweilen der imLande selbst geprägte Piaster oder Peso, zum Unter-schiede von dem mexikanischen, genannt.
8sviim, s. Talg.
Ssvuin osrvirmm, f. Hirschtalg.
Sewruge oder Schmog, Aceipenser stel-latus, eine Art Stör von 4 bis 5 Fuß Länge mitpfriemenförmigem Rüssel, der im schwarzen, kas-pischeu und asowschen Meere und deren Zuflüssenlebt, ein sehr schmackhaftes Fleisch hat, und denbesten Kaviar, auch gute Hausenblase gibt.
Sexarder ist ein guter, dem Burgunder ähn-licher rother Uugarwein aus dem Toluaer Comitat.
Sezains, s. Car cassonnetücher.
Shangai, wichtigste See- und HandelsstadtChinas und des ganzen Ostasiens, in der ProvinzAuhoei, am Flusse Wampu, der sie durchstießt, mitmehr als 300,000 Einw. Sie besteht aus der be-festigten inneren Stadt, welche allein 5 — 6 engl.Meilen im Umfange hat, und aus den weitläufigenBorstädten, ist aber schlecht gebaut, hat enge,krumme, schmuzige Straßen, elende Häuser undkeine bedeutenden Gebäude, mit Ausnahme des denEngländern eingeräumten Terrains; diese habeneinen großen Palast für den englischen Konsul er-baut, neben welchem jeder Beamte des Konsulatssein eigenes Haus hat und der mit einem großenGarten und öffentlichem Spaziergange umgeben ist.