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Silberoxyd

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Singapore

tieum. Dieses Silberpräparat; welches in der Medi-zin verwendet wird, erhält man, wenn kohlensauresSilberoxyd in Milchsäure gelöst wird. Die Lösungläßt man abdampsen und krystallisiren. Es bildensich weiße, perlmutterglänzende Nadeln, welche durch^-sicht zersetzt und geschwärzt werden, daher gleichfallsvor dem Lichte bewahrt werden müssen. Sie lösensich in Wasser und Alkohol.

Silberoxyd, salpetersaures, s. Höllen-stein; krystallisirtes, s. Silbersalpeter.

, Silberoxyd , schwefelsaures, wird bereitet,Uldem man Silber mit Schwefelsäure kocht, oderem schwefelsaures Salz mit salpetersanrem Silber"llt; es bildet weiße, glänzende Nadeln oder einweißes, krystallinisches Pulver, löst sich in 88 Thei-len heißem Wasser aus, wird vom Lichte geschwärztund ist giftig. Man benutzt es in der Medizin.

Silbervxydul , Argentum oxydulatum , wirdsius citroneusaurem Silberoxyd bereitet und gibt^ne gelbbraune Lösung, aus welchem durch Kali einbrauner Niederschlag entsteht, der sich beim Trock-nen schwärzt. Mit Zinnoxydul entsteht eine pur-purne Flüssigkeit, aus welcher der Silberpurpurbereitet wird. Mit Säuren werden daraus diesilberoxydulsauren Salze gewonnen.

Silbersalmiak, Silberammonium, salz->?Nres, Argentum muriatieum ammoniatum,eine Verbindung des Chlorsilbers mit Ammoniak-llquor. Bläulichweiß, durch Wasser theilweise zer-st^d,.von brennendem, fast kaustischem Geschmack.

Silbersalpeter oder krystallisirtes sal-petersaures Silberoxyd, Argentum nitri-cum crystallisatum, Nitras argenticus, wird durchAuflösen von reinem Silber in reiner Salpeter-laure und Abdampsen bereitet; es bildet WasserhelleKrystalle von widrigem, metallischem Geschmack und§ giftig. Wenn es kupferhaltig ist, spielt seineFarbe ins Bläuliche. Man benutzt es in der Chemieund in der Medizin, sowie auch zum SchwarzfärbenHaare, und muß es ebenfalls gegen das Lichtschützen. Aus ihm wird das sogenannte SilberbadLeitet zur Herstellung von Lichtbildern bei derPhotographie. Es werden dazu verschiedene Vor-schriften gegeben, auch ist das für positive Bilderanders zubereitet, als das für negative. Für Erstereangerathen 10 Grm. Silbernitrat aus 100 Grm.PMllirtes Wasser, 1—3 Tropfen chemisch reineSalpetersäure; für Letztere bleibt dieselbe Quantitätan destillirtem Wasser und Silbernitrat, aber statt^5 Salpetersäure nimmt man 1 — 5 Tropfen reine^istgsäure. Das salpetersaure Silberoxyd mußst^Walls ganz rein und unverfälscht sein.

., Srlberschaum oder nnächtes Blattsilbern!rw U stanz dünnen Blättern, wie das ächte Blatt-^ Blattsilber geschlagenes silberähnliches Me-iv' uns Zinn und Zink bestehend, das ebenfalls in, lnen Büchern von 25 Blättern verschickt und^/chp^ächtich in sttürnberg und Fürth verfertigtDas mit Gummiwasser zerriebene unächteoder Muschelsilber wird ebenfalls Silber-genannt.

^^^berstifte sind dünne Stifte von weichemlan« mit denen man auf Pergament schreiben^ud die in Nürnberg, Augsburg, Ostenbach,

ß; r l c ' verfertigt werden.

8 berstoff, s. Brokat.

JUdertannenol, s. Tanne.

Mertrjppel.s.Polirschiefer.

"cstas nennt man in Spanien verschiedene

; Gattungen der schlestschen Leinen, welche in der hal-^ ben Breite buchförmig gelegt und gemangelt sind.

Silges heißt ein süßer spanischer Wein, eine Arti Malvasier, von Ambrafarbe, der zwischen Barcel-: lona und Tarragona in Arragonien erbaut wird.

! 8i11vsU3, heißt Schote. — Siliqua arabica, s.

: Tamarinden. — S. dulcis, s. Johannisbrotj — 8. hirsuta, s. Fasel, juckende. — 8. indioaI oder purgatrix, s. Röhrencassia. — 8. Libidibioder Dividivi, s. Dividivi. — 8. Yanigliae, s.Vanille.

Sillery, s. Champagnerweine.

Simarubarinde oder Ruhrrinde, OortexHadiois 8imarubao, von der Wurzel der Si-i maruba oflicinalis, eines in Guyana und St. Do-, mingo wachsenden Baumes. Sie kommt in mehrerei Fuß langen, einige Zoll breiten und 1—2 LinienI dicken, zusammengerollten und der Länge nach zu-I sammengelegten Stücken, ist hell graubraunlich von^ Farbe, faserig, biegsam und sehr zähe , hat außenl runde, scharf anzufühlende Erhabenheiten, ist ge-ruchlos und von rein bitterem Geschmack. Man; braucht sie in der Medizin gegen Schwäche der Ber-danungswerkzeuge, Ruhr rc. Das Extract dersel-l ben wirkt narkotisch. Die Rinde enthält einenbittren, dem Quassln ähnlichen Extractivstoff, äthe-risches Oel, Gallussäure, Ammoniak und viele Salze,i Auch das Simarubaholz wird statt, der Rinde ge-braucht. Es ist weiß und sehr bitter und kommt indicken Stücken in den Handel. Zuweilen kommtauch die Rinde von Simaruba amara aus Jamaicain den Handel, welche gleiche Eigenschaften hat, sichaber von jener durch blässere Farbe, größere Zähig-keit, eine größere Menge Höcker und stärkere Bitter-keit unterscheidet. Nach der preußischen Pharma-kopöe ist sie zu führen erlaubt.

Similor, s. Semilor.

Simiribaum, s. Hülsen bäum.

Simmer, Simri, Getreidemaß in mehrerenStaaten des südlichen und mittlcn Deutschlands; s.die Art. über die betr. Länder.

Sinau, s. Sinnau.

Singapore, Sincapore, Singapur, wich-tige See - und Handelsstadt mit Freihafen auf dergleichnamigen Insel im Westen des die Südspitzeder Halbinsel Malakka bildenden Cap Romania,welche die Engländer nebst einigen benachbartenInseln im Febr. 1819 von dem dortigen Häuptlingefür eine jährliche Rente von 4000 Piaster kauften.Sie hatte nur einige elende Fischerdörfer mit etwa150 Einw., am Ende des Jahres aber schon 5000,und hat sich seitdem rasch zu einer der blühendstenund wichtigsten Colonien in Ostindien emporge-schwungen. In den vierziger Jahren zählte dieStadt 40,000 Seelen, jetzt schätzt man ihre Einw.auf 86,000 worunter ca. 50,000 Chinesen. Dervortreffliche Hafen, die sichere, durch viele Inselngegen Wind und Wellen geschützte Rhede, ihre Lagean der kürzesten Straße von Vorderindien und Eu-ropa nach den chinesischen Gewässern, und die voll-ständige Handelsfreiheit, welche hier stattfindet, rü-dem weder Hafen-, noch Ein- und Ausfnhrabgabenzu entrichten sind, haben sie zum Hauptstapelplatzzwischen den westlich und östlich gelegenen Landern,dem ostindischen Archipel und Australien gemacht.Alle Schiffe, welche von Westen her durch die Straßevon Malakka kommen, müssen an Singapore vor-beigehen, um in das chinesische Meer und in denSunda-Archipel zu gelangen; es begreift dieß also