Soodbrod
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Spanien
bitterlich scharfen, etwas zusammenziehenden Ge-schmack, der sich aber beim Trocknen verliert, dahersie dann nur noch etwas salzig und herbe schmecken.
Soodbrod, s. Johannisbrot».
Sooko, eine Rechnungsmünze auf der InselJava.
Sopratara, s. Tara.
Sorbin, eine Art Zucker, welchem den Vogel-beeren enthalten ist, so süß wie Rohrzucker schmecktund farblose, octaedrische Krystalle bildet. Aus ihmwird die Sorbinsäure gewonnen, welche in lan-gen, farblosen Nadeln krystallisirt, die leicht in Al-kohol, Aether und heißem Wasser sich lösen. WirdSorbin bis auf 160 0 erhitzt, so entsteht die Sor-bitsäure, eine rothschwarze Masse, die immer inAlkalien mit schwarzbrauner Farbe sich löst und mitKupfervitriol grüngelb wird. Diese Körper habenbis jetzt nur chemisâmes Interesse.
Sorgues ist ein sehr guter rother Wein aus derGegend von Avignon im franz. Départ. Vaucluse.Die beste Sorte, Coteaubrule genannt, zeichnetsich durch Geist, Feinheit und Wohlgeschmack aus;die zweite, welche Fourmalet heißt, hat wenigerGeist, aber mehr Milde und Blume.
Sortiment oder Assortiment von Waarenheißt eine Sammlung oder Zusammenstellung ent-weder aller Sorten einer gewissen Waarengattung,oder derjenigen, die in einem Geschäft oder zu einemgewissen Zweck gebraucht werden; daher: sichassortiren, assortirt oder sortirt sein,,sich mit allen nöthigen Sorten versehen, damit ver-sehen sein und eine vollständige Auswahl haben;ferner: eine Waare sortir en, die verschiedenenSorten derselben von einander absondern. —Sortimentsgeschäft , Sortiment, s. Buch-handel.
Sou oder Sol, ehemaliche Scheidemünze inFrankreich; s. d.
Souchong, s. Thee.
Soumenzac, ein dunkelrother, dicker und berau-schender Wein aus der Gegend von Normande imfranz. Départ. Lot und Garonne.
Sonnt, s.^Bablah.
Sourbassis heißt eine feine Sorte persischerSeide von weißer oder gelblicher Farbe.
Louris de Moscovie, nennt man in Frank-reich die russischen Zobelfelle.
Southampton, sehr rasch aufblühende Handels-stadt in der englischen Grafschaft Hampshire, an derMündung des Flusses Jtcben, hat einen großenHafen, 40,000 Einw. und Eisenbahnverbindungenwit allen Binnen - und Hafenorten der britischenInsel. Sie ist in einer schönen und fruchtbarenGegend gelegen, Haupthafen für Frankreich, Spa-uien, Portugal, das Mittelmeer, zugleich Londons,Hauptstation für die Packetboote nach Westindienund dem Oriente. Transatlantische Dampfer unter-halten die Verbindung mit der westlichen Welt undmit den Niederlassungen in Australien, auch werdensil Southampton die auf Staatskosten zu transpor-^menden Auswanderer eingeschifft. Die hiesigenDocks können zu allen Zeiten Dampfer von 2000Donnen Ladungsfähigkeit und bei Fluth die größtenSeeschiffe aufnehmen. Es wird viel Schiffsbauund Nenfoundland-Fischerei getrieben, auch sind!wichtige Seebäder, Gießereien, Zuckersiedereien, !Brauereien rc. vorhanden. Haupteinfuhrar- îîîkel sind Steine aus den westlichen und Kohlenaus den nördlichen Grafschaften; ferner Korn,
Mehl und Fleisch aus Irland, Bauholz, Wein undBranntwein. Die jährliche Ausfuhr beträgtdurchschnittlich gegen 2 Mill. Pfd. Sterl.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. Großbritannien.
Souveraind'or oder Souverain, auchSe-verind'or und Severin genannt, Goldmünze inOesterreich und im Lombardisch-venetia-nischen Königreich (ital. Sovrano), s. beides.
Svvereign, englische Goldmünze, s. Großbri-tannien.
Sovrano, eine ältere Goldmünze des lombar-disch-venetianischen Königreichs, wovon es 3 Artengibt.
Soy, Soye und Saye, eine jetzt wenig odergar nicht mehr vorkommende Art geköperter wollenerSerge oder Chalon, mit Glanz aus der einen Seite,die früher zu Unterfuttern, Frauenkleidern rc. ge-braucht wurde.
Soya oder Soja ist eine pikante, salzige, brauneSauce, welche aus Ostindien und China in gläser-nen Flaschen und aus Japan in in kleinen Fäßchenkommt und zur Würze an Speisen, besonders anBratenbrühe gebraucht wird, was besonders in Eng-land sehr häufig geschieht. Sie wird bereitet durchAbkochung der bohnensörmigen Samenkörner vonOoliobos 8oja oder Soja hispida.
Soymidarinde, Cortex S oymi dae, von derin Ostindien einheimischen Swietenia febrifuga,! wird daselbst als Fiebermittel angewendet, ist aberin Europa wieder außer Gebrauch gekommen. Esist eine handbreite, 6"' dicke Rinde mit grauer Ober-haut darunter gelbrothe, innen fast weiße Farbe,von sehr bittrem Geschmack.
Spagat, s. P agat.
Spaliere nennt man in Italien ganz wolleneoder aus Seide, Wolle und Leinengarn gemischteZeuge, zum Austapezieren von Zimmern, die theilsin Italien selbst verbraucht werden, theils nach derLevante gehen. Man nannte daher auch besonderssonst dünnes, mit goldenen und silbernen Blumenbedrucktes Leder zum Austapezieren Spalier-leder.
Spanböden oder Spanplatten, ( s. Spar-
Spanhüte, j terie.
Spanien, Königreich im südwestlichen Europa,welches mit Portugal die pyrenäische Halbinsel bil-det, grenzt gegen Norden an den biscayischen Meer-busen und an Frankreich, von dem es durch die Pyre-näen getrennt wird, gegen Osten und Süden an dasmittelländische Meer und gegen Westen an Portugalund das atlantische Meer. Sein Staatsgebiet um-faßt heutzutage a) auf der. iberischen Halbinsel 8981und b) auf den europäischen Inseln 217, zusammenin Europa 9198 □ Meilen, worauf nach denneuesten Zählungen (1861) u. theilweise Schätzungen16,560,813 Menschen leben. Der größte Theil desLandes ist mit Gebirgen bedeckt, welche besonders imNorden (die Pyrenäen und das cautabrische Gebirge)und Süden (Sierra Nevada und Alpujarras) vonbedeutender Höhe sind; das Innere ist ein großes,ebenfalls von Gebirgen durchzogenes Hochland. Diebedeutendsten Flüsse sind: der Ebro mit dem Ara-gon, Gallego, Segre, Guadalupe, Talon, Huerba,
! Alama u. a.; der Duero mit der Pisuerga, Valde-! raduay, Esla, Duraton, Cega, Tormes u. a.; der! Taj o mit dem Xarama, Alberche, Tietar, Alagon,Guadiela und Salor; der Guadiana mit der Gi-guela, dem Montiel oder Jabalon, der Guadisira