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Spichglanzoxyd

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Spinell

auch ungewaschen vor, schmeckt alkalisch-salzig, istmehr oder weniger weiß. Es wurde sonst öfter alsjetzt gegen mehrere Krankheiten innerlich gebraucht.

Spießglanzoxyd , graues, stibium oxy-datum griseum, ist ein graulichweißes, ge-schmackloses, im Master unlösliches Pulver, dasman durch Digestion von gepulvertem Schwefel-antimon mit coucentrirter roher Salzsäure erhaltund das zur Bereitung anderer Spießglanzprä-parate gebraucht wird.

Spießglanzoxydul, hydrothionsaures, s.Spieß glänz sch Wesel, bräun rother.

Spießglanzoxyd, weißes, s. Spießglanz-blumen.

Spießglanzsafran, Metallsafran, oderbraunes Schwefelantimon, Oroous^nti-monii oder Nctallorurn, Stibium sulpku-ratum oder oxydulatum fuscum, ein gelb-braunes , unauflösliches Pulver, durch Verpustenvon gleichen Theilen Antimonium crudum und Sal-peter und Auswaschen mit kaltem Wasser bereitet,wird zu Spießglanzpräparaten und zuweilen in derThierheilkunde verwendet.

Spießglanzsaures Kali, Kali stibicum,weißes oxydirtes Spießglanz, das nicht mehr vielgebraucht wird.

Spießglanzschwefel, braun rother, hydro-thionsaures Spießglanzoxydul, minera-lischer Kermes oder Karthäuserpulver,8u1pbur stibiaturn rubrum, Stibiumsulphuratum rubeum, auch Spießglauz-zinnober, der eine carmoisinrothe Farbe hat,8tibiurn bydrotbionioum oxydulatum,Kermes minerale, Pulvis Carthusiano-rum, ein bräunlichrothes, schwach nach Schwefelriechendes, brechenerregendes, geschmackloses Pulver,das durch Kochen von Antimonium crudum mitPvtaschenlauge oder von Spießglanzleber mit Wassererhalten und in der Medizin gebraucht wird.

Spießglanzschwefelkalk, 6alcarea sulphu-r ato-stibiata, oder Calx Antimonii cumSuljjhure, ein blaßgelbes oder bräunliches, oftgrauliches Pulver, das schwach nach faulen Eiernriecht, scharf und schwefelig schmeckt, sich schwer inWasser auflöst und vor dem Zutritt der Luft ge-schützt werden muß. Es wird durch Glühen vonAntimonium crudum mit Schwefel und Kalk be-reitet und in der Medizin gebraucht.

Spießglanzschwefel, orangefarbener, s.Goldschwefel.

Spießglanzschwefel, schwarzer, oder schwar-zer Schwefelspießglanz, Stibium sulphu-ratum nigrum, kommt in der Natur unrein alsGrauspießglanzerz vor; künstlich dargestellt ist esune schwarzgraue Masse, gepulvert aber bräunlich.^-8 ist bte niedrigste Schwefelantimon - Verbindungdud wird in der Medizin gebraucht.

Spießglanzseife, oder Antimonseife, Sapoantimoniatus oder 8tibiatu8, eine Auflösungvon Goldschwefel in Aetzkalilauge wird mit medizr-Nlscher Seife vermischt und bis zur Consistenz einerplllenmasse abgedampft. Es ist eine weißgraue Massevon seifenartigem, schwefeligem, stark alkalischem Ge-jwmack, die vor der Luft geschützt werden muß undN Medizin angewendet wird. In alkoholischer^Mlilauge aufgelöst, heißt sie aufgelöste oderI. .M.tfle Spießglanzseife, Liquor saponis

"Vati oder Tinctura Antimonii Jacobi,ni) rst eine braune, laugenhaft schmeckende Flüssig-

keit, die einen orangerothen Niederschlag von Gold-schwefel absetzt.

Spießglanzweinstein oder B rech wein stein,s. Spießglanzblumen.

Spigelie, wurmtreibende, Spigdia an-tbelmia, eine in Südamerika und Westindienwachsende Pflanze, deren widrig betäubend riechende,ekelhaft bitter schmeckende Blätter früher als Wurm-mittel in Gebrauch waren, was aber jetzt.selten mehrder Fall ist, da sie durch das Trocknen und denTransport viel von ihrer Kraft verlieren. Sie hateine trichterförmige Blumenkrone, einen krautartigenStengel und oben 4 stehende Blätter darauf. Inder Wurzel ist das Spigelin oder Spigelia-bitter enthalten Auch die marylandischeSpigelie, Spigdia marylandica, aus Nordame-rika. wird in ihrem Vaterlande daz» gebraucht.

Spikanard oder ächte indische Narden-Wurzel, war im Alterthum eine sehr geschätzteund kostbare Arznei, die auch noch in neuerer Zeitals ein magenstärkendes, krampflinderndes Mittelangewendet wurde, jetzt aber nicht mehr in Gebrauchist. Es ist die stark und angenehm riechende, bitterund gewürzhaft schmeckende Wurzel der auf den Ge-birgen von Neapel und Bengalen wachsenden Nar-dostachys oder Valeriana Jatamansi, die aus kurzen,schwarzgrauen Stücken des Wurzelhalses besteht, mitzahlreichen feinen, röthlichen, eine Art Aehre bilden-den Fasern am oberen Ende. Diese Fasern stellenein netzartiges Gewebe dar und sind nur die trocknenUeberbleibsel der Blätter, welche den mittlern Stockumgeben und alle Jahre absterben. Im Handel be-kommt man die indische Narde nur alt und vonWürmern zerfressen, weshalb sie jetzt weniger ge-bräuchlich ist. Es kommt auch aus Indien unterdem Namen Spikanard eine falsche Wurzel (vonAndropogon Nardus abstammend), die aus einerwahren, sehr dünnen und behaarten Wurzel besteht.Sie hat einen erdigen Geruch, der Serpentaria ähn-lich, und faden Geschmack. Man führt an derenStelle jetzt die Wurzel desceltischen oderNar-deu-Baldrians (s. Baldrian), die aber auchnur noch selten gebraucht wird. Auch die Blüthendieser Pflanze, Flores Spicae celticae, wurden frühergebraucht und werden noch jetzt in großer Mengeaus den Alpengegenden nach dem Orient exportirt.Spike, s. Sprcke.

Spilanthes oleracea, s.Paraguay-Roux.

Spindelbaum , Spillbaum oder Pfaffen-hütchenstrauch, Evonymus europaeus, einfast in ganz Europa in Wäldern und Gebüschenwachsender, 6—8 Fuß hoher baumartiger Strauchmit grüngelben Blüthen und purpurrothen drei-oder viereckigen Samenkapseln. Das feine, festeund zähe, blaßgelbe Holz wird häufig zu verschie-denen Drechsler- und eingelegten Arbeiten, zuFächerstäben, Ladestöcken, Schnhzwecken, Zahn- #stochern it. bergt., ferner zum Poliren von Gold-und Stahlarbeiten, zum Ausputzen der Uhrwerke rc.gebraucht; die Kohlen geben das beste Schießpulverund man verfertigt auch gute Zeichenkohle daraus.Die mit einer gelben Haut überzogenen Samen-körner erregen Abführen und Erbrechen und wer-den zur Vertreibung des Ungeziefers bei HauS-thieren gebraucht.

Spinell, ein Edelstein von rother Farbe in allenNuancen und ins Grüne, Blaue, Violette bis insSchwarze übergehend, mit Glasglanz und von ge-ringerer Härte, als der Saphir, Rubin und Chryso-