SpineUan
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Spiräaöl
beryll, der nach seinen verschiedenen Farben auch mitbesonderen Namen bezeichnet wird. Der ponceau-oder dunkelrosenrothe, etwas ins Violette fallendewird Rubin-Spinell, der licht rosenrothe miteinem Stich in Violette oder Bräunliche Rubin-Balais oder Balas-Rubin, der Hyacinth- oderbräunlichrothe, der Farbe des Granats nahe kom-mende, aber hellere und mit stärkerem Glänze, wo-durch er sich von dem eigentlichen Almandin oderedlen Granat unterscheidet, wird ebenfalls Alman-din, der Hyacinth - oder gelblichrothe, oder orange-gelbe, ins Rothe fallende Rubreell, der schwarzeCeylanit oder Pleonast genannt. Die beidenzuerst genannten Sorten sind am meisten geschätzt,weniger der Rubicell. Rother Spinell findet sichbesonders in Pegu, auf Ceylon, in Mysore in Ost-indien rc., grauer und blauer in Südermannland inSchweden, schwarzer am Vesuv, im Fassathale inTirol, in Baiern, Frankreich rc. Zuweilen wirdgeglühter Topas und gebrannter Amethyst für Spi-nell ausgegeben, die aber leicht an der geringerenHärte zu erkennen sind.
Spinellan, s. Hauyn.
Spinnmaschinen sind diejenigen Maschinen, aufwelchen Baumwolle, Wolle, Flachs, Hanf u. s. w. zuFaden gesponnen werden. Ursprünglich hatte man zumSpinnen einfache Spindeln, auf welche mit der Handder Faden gesponnen wurde. Diese sind noch jetzt imOrient gebräuchlich und liefern dort Faden, wie siekeine Maschine bei uns zu fertigen im Stande ist.Um 1530 wurde das Spinnrad durch Jürgens er-funden und verdrängte die Spindeln. Die eigent-lichen Spinnmaschinen sind eine Erfindung derEngländer; der Erste, der 1763 eine solche von3 Spindeln aufstellte, welche durch ein Rad, dasmit der Hand in Bewegung gesetzt wurde, getriebenwurde, war Hargreave; seine Maschine wurde späterbis auf 80 Spindeln vermehrt, er selbst aber warden größesten Verfolgungen ausgesetzt und starb jintiefer Armuth. Auf diese Erfindung construirteR. Arkwright die Spinnramen und ward somitder Begründer der jetzigen Spinnmaschinen. Diesewerden durch Wasser- oder Dampfkraft in Be-wegung gesetzt und arbeiten mit mehr oder wenigerSpindeln, selbst bis zu 120,000. Sie haben sichfast in allen kultivirten Ländern verbreitet und sindaußer in England, in der Schweiz, Deutschland,Frankreich u. s. w. zahlreich vorhanden. — DieSpinnmaschinen sind nach verschiedenen Systemenangelegt und unterscheiden sich hauptsächlich durchdie Art, wie sie den Faden ausziehen und aufrollen.Man hat vier Arten, die man Jennymaschinen, Cy-lindermaschinen, Mulemaschinen und Mater- oderWassermaschinen nennt. Bei der ersten wird zumAusziehen des Fadens eine Presse angewendet; auchhaben die Spindeln keine Spule. Diese Maschine.ist ziemlich veraltet und wird nur noch zur Woll-spinnerei und zum Zwirnen benutzt. Die Cylinder-maschine hat Vorziehewalzen und gleichfalls Spin-deln ohne Spulen; sie wird hauptsächlich für Wollebenutzt. Die Mulemaschine ist die gebräuchlichstevon Allen, weil man auf ihr alle Arten Garne,grobe und feine, gleich gut spinnen kann. Die Spin-deln haben keine Spulen; das Garn wird mittelsteines Wagens, der sich von den Streckwalzen ent-fernt, ausgezogen und beim Zurückgehst des Wagensauf die Spindeln aufgerollt. Wird diese vor- undrückgängige Bewegung des Wagens durch Vorrich-tungen von der Maschine selbst bewirkt, so nennt
man sie Selfactor, selbstspinuende Maschine. —Die Mater- oder Wassermaschine hat Streckwalzenund Spindeln mit Spulen. Von ihr werden haupt-sächlich langfaserichte Stoffe versponnen, doch liefertsie nicht so seine Gespiunste, wie die Mulemaschine.—Bevor von diesen Maschinen das Garn gesponnenwerden kann, müssen noch andere Maschinen dieStoffe dazu vorbereiten. Dahin gehören die Wölfefür Baumwolle und Wolle, die bei beiden verschiedenconstruirt sind, die Kratzen, die Vorspinnmaschinen,welche verschiedenartige Operationen vornehmen. —Der Flachs wird in Rinnen gelegt durch Hechelnzertheilt, dann Walzen zugeführt, die ihn gerade undbandweise legen und dann erst den Vorspinnma-schinen übergeben, von welchen er dann zum Fein-gespinnst entweder trocken, oder naß, und zwar mitkaltem oder heißem Wasser verarbeitet wird. Wergwird erst durch die Maschine geklopft, geschüttelt undvon Unreinigkeiten befreit und dann erst wie derFlachs behandelt. Die Wolle wird vor dem Spinnengeölt; auch sie wird durch die Vorspinnmaschinen zuBändern gestreckt, ehe das feine Garn aus ihr ge-wonnen werden kann. Das Maschinengarn vonBaunuyolle und Wolle ist besser, als es hier vonder Hand angefertigt werden kann, und die großeAusdehnung und Vervollkommnung aller Arten vonGeweben verdankt man den Spinnmaschinen. Beidem Flachse jedoch zieht man das von der Handgesponnene Garn, naineutlich das zu den feinstenSpitzen wie zu Damastgeweben gebrauchte demMaschinengarne vor, weil es größeren Glanz hatund deshalb auch für Damastgewebe geeigneter iß.Spinnmaschinen werden in England, in der Schweizvon Escher, Wyß u. Co., in Deutschland und dorthauptsächlich in Sachsen und vielen Orten gebaut.
Spint , Getreidemaß in mehreren norddeutschenLändern.
Spira oder Espira de la Gly, ein rotherRousstllonwein 2. Classe von schöner Farbe undgutem Geschmack, der Ähnlichkeit mit dem Port-wein hat und in der Gegend von Perpignan imDepart. der Ostpyrenäen gewonnen wird.
Spiräaöl wird aus den Blüthen - Blättern undWurzeln mehrerer Spiräaarren, wie der Kpiraoaulmaria, lobata, filipendula u. st., hauptsächlich aberaus den Blüthen der 8pir. ulmaria gewonnen, in-dem diese mit Wasser destillirt werden. Es kommtnoch im Salicin, in der Chinasäure u. a. vor,geht, wenn es mit Kalihydrat behandelt wird , zueiner höheren Oxydationsstufe über, und bildetdann die Salicoyl- oder Spiroylsäure. DasSpiräaöl hat einen starken aromatischen Geruch,ähnlich dem Bittermandelöl, einen brennenden Ge-schmack, eine gelbliche Farbe und ein spec. Gew- von1,i7, brennt mit rußender Flamme, erstarrt bei 20und siedet bei 195°. Es ist eine Säure, röthet Lack-mus , während das Bittermandelöl neutral ist, mn.vbildet eine sehr große Reihe von Salzen. t< Diespiroylsauren Salze riechen nach dem Oel, färbenEisenoxydsalze violett. Mit Chlor und Bromes Verbindungen ein und ibildet Chlor- und Brom-spiroyl, die sich nur in Wasser lösen, wenn drestein doppeltschwefelsaures Alkali enthält, und dannin farblosen Krystallen sich aus der Lösung av-scheiden. Die Salicoyl- oder Spiroylsäure, ovsalicylige Säure krystallisirt in vierseitigen Pnsme ,die keinen Geruch, aber einen süßlichen, sp<".stechenden Geschmack haben. Auch sie ist surChemie wegen der mannigfachen Verbindungen v