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Stärke
Staatspapierhandel
Course zu beziehen. Alan nennt ein solches GeschäftStellgeschäft, Stellage oder Schluß ausGeben und Nehmen, und es wird dabei keinebesondere Prämie festgesetzt, sondern diese liegt indem Unterschiede zwischen den beiden Coursen- Zu-weilen bedingt sich auch der Käufer das Recht aus,die Papiere früher als an dem festgesetzten Lieferungs-tage von dem Verkäufer zu fördern (Wandel-geschäft oder Schluß auf früheres oderspäteres Verlangen), oder nur einen Theilder verkauften Papiere anzunehmen (Schluß auffest und offen), oder auch die Anzahl der gekauf-ten Papiere bis zu einer festgesetzten Menge zu ver-mehren (Nochgeschäft oder S ch l u ß a u f N o ch) rc.Bei allen diesen Geschäften aber ist in der Regelunter Lieferung und Annahme nur die Auszahlungoder Empfangnahme des Unterschiedes zwischen dembedungenen Course und dem, welcher am Lieserungs-tage wirklich stattfindet, zu verstehen. Besondersan der Pariser Börse kommen diese und noch mehrereandere Modificationenim Staatspapierhandel häufigvor. — Die in den Courszetteln notirten Course derStaatspapiere verstehen sich in der Regel nach Pro-centen, d. h. für 100 (Thlr., Fl. rc.) der Summe,aus welche die Papiere lauten, zuweilen jedoch,namentlich bei solchen, die nur auf eine bestimmteSumme ausgestellt sind, wie z. B. die Loose, auchfür das Stück. Sie werden theils in der Währungdes eigenen Platzes, theils In der des Papiers aus-gedrückt, und im letzten Fall ist gewöhnlich ein be-stimmter Cours zwischen der fremden' und dereigenen Währung festgesetzt. Bei dem Verkauf derPapiere muß man auch wissen, an welchem Tagedie Zinsen bezahlt werden, indem der Käufer denBetrag derselben vom letzten Zahlungstermine biszum Tage des Kaufs an den Verkäufer bezahlenmuß. — Außer den eigentlichen Staatspapierensind auch die Pfandbriefe (s. d.), sowie dieObligationen über Anleihen, welche städtische Be-hörden , nicht fouveraine fürstliche Häuser (nament-lich in Oesterreich: Esterhazi, Windischgrätz, Wald-stein) rc. aufgenommen haben, Gegenstände desPapierhandels.
Staatspapierhandel, Effecten- l y öors
* ^Staatsschulden , Staatsan- sleihen, j Ärmei *
Stab, s. Aune.
Stabkraut , Stabbeifuß, Stabwurzel,
f. Eberraute.
Stachelbeeren, die bekannte, fast in ganz Eu-ropa angebaute und besonders in England sehr ver-edelte wohlschmeckende Beersrucht, werden häufig inZucker eingemacht und zu Gelee, Ratafia und zuStachelbeerwein benutzt. Dieser wird auf dienämliche Art bereitet, wie der Johannisbeer-weiu, mit dem er auch viel Ähnlichkeit hat, ob-gleich er gewöhnlich weniger spirituös ist.
Stachelkraut, s. Hauhechel.
Stachelnuß, s. Wassernuß.
Staderzvll, BrunShäufer Zoll, hieß derfür den Waarenverkehr im Allgemeinen so lästigeZoll, welchen Hannover auf Grund von Verträgenmit Dänemark und Schweden (1710) bis zumJahre 1861 auf der Elbe bei Stade erhoben hat.Waaren, die von ihm an: härtesten getrosten wur-den, vertheuerte er ganz unverhältnißmäßig. Diejährliche Brutto-Einnahme von diesem Staderzollhat durchschnittlich in runder Summe 250,000 Thlr.
betragen und es blieb nach Abzug der Verwaltungs-kosten ein jährlicher Nutzen von 220,000 Thlr.,welcher aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem zu-nehmenden Verkehr der Elbhäfen von Jahr zu Jahrgestiegen fein würde, allein nach Abschaffung desSundzolls (s. d.) mußten auch die Tage des Stader-Zolls gezählt sein. Hamburg hatte das meiste In-teresse an der Abschaffung eines Zolles, welcher demNachbarhafen Harburg eine ganz ungerechte Be-günstigung verschaffte und dem Handel eine unan-genehme Fessel auferlegte. Eine energische Agitation,die von Hamburg ausgegangen war, hat ihr Zielhauptsächlich durch die mächtige Unterstützung Eng-lands erreicht. Obwohl Hannover jährlich etwa100,000 Thlr. verliert, so mußte doch die politischeUnsicherheit der Fortdauer des Zolls und die Ge-fahr einer Weigerung zur Fortzahlung ohne Ersatz,Hannover endlich die Ablösung räthlich erscheinenlassen, und so kam denn zwischen Großbritannien,Hannover und Hamburg die bekannte Vereinbarungzu Stande, nach welcher Hannover sich anheischigmachte, den Stader Zoll gegen eine Summe von3,100,000 Thlr. aufzuheben. England und Ham-burg übernahmen jedes ein Drittel dieses Betrages;das letzte Drittel sollte unter die übrigen seefahren-den Staaten verhältnißmäßig vertheilt werden.Durch den am 22. Juni 1861 unterzeichneten Ver-trag ist endlich das Werk mit dem Schlußsteine ge-krönt worden. Folgende Staaten, außer Hannover,nahmen an dem Abschlüsse Theil: Oesterreich, Bel-gien, Bremen, Brasilien, Dänemark, Spanien,Frankreich, Großbritannien, Hamburg, Lübeck,Mecklenburg-Schwerin, Niederlande, Norwegen,Portugal, Preußen, Rußland, Schweden.
Nach Art. 1. des Vertrags verpflichtet sich Han-nover: 1) den bisher von den Ladungen der Schisie,welche bei der Auffahrt in der Elbe die Mündungdes Flusses Schwinge passiren, erhobenen Zoll, voll-ständig und für immer aufzuheben; 2) an die Stelledesselben keine neue Abgabe irgend welcher Art vonden die Elbe auf - oder abwärts fahrenden «schiffe«zu erheben; 3) die, die Elbe aus- und abwärts fah-renden Schiffe in Zukunft keiner auf den aufgehobe-nen Zoll bezüglichen Controlemaßregel zu unter-ziehen. — Die vorstehenden Anordnungen sind nurdenjenigen Mächten gegenüber verbindlich, welchedem gegenwärtigen Vertrage beitreten.
Stärke, Stärkmehl, Kraftmehl, Satz-mehl, A myl o n, A m y d a m ist der in verschiede-nen Pflanzen enthaltene nährende Bestandtheil,namentlich in den Getreidekörnern und anderenmehligen Samen, in den Kartoffeln, dem Salepund einigen anderen Wurzeln, in dein Marke meh-rerer Palmenarten rc. und der aus kleinen durch-scheinenden, glänzenden Körnchen von verschiedenerForm und Größe besteht. Diese liegen zwischen denZellen der Pflanzen uud lassen sich durch Zerquet-schen der letzteren, Auswaschen und Absetzenlasfe«in Gestalt eines weißen Mehles daraus scheide«.Ihre Form und Größe ist in deu verschiedene«Pflanzen, von denen sie kommen, verschieden; dwerstere ist bald rund, bald ellyptisch oder unregel-mäßig und die letztere variirt zwischen Vso '. 6UÜLinie; sie kommen jedoch darin mit einander überdMdaß sie zwischen den Fingern gedrückt knirschen, stwin kaltem Wasser, Weingeist, Aether, fette» ««-ätherischen Oden nicht auflösen, in heißemaber, in welchem ihre Hüllen zerreißen, zu emkleisterartigen Masse aufschwellen und mit Jod, l