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Zweiter Band.
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Steuern

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Stickereien

Alkoholgehalt haben, jeder zu liefernde Abschnitt aberdurchschnittlich 80% halten; gewöhnlich contrahirtMan bei Lieferungsgeschäften auf 10,000 Quart.

solchen Geschäften hat die Abnahme binnen^Werktagen nach dem Anmeldungstage zu er-folgen. Die zu liefernden Gebinde müssen je 3OOois 550 Quart Inhalt haben und werden mitJVa Thlr. für jede 100 Quart Inhalt besondersbezahlt; die Pipenfvrm ist dabei ausgeschlossen.Ansprüche wegen Maß-Differenz müssen inner-halb 10 Werktagen nach der Empfangnahme nach-gewiesen sein.

. Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,f- Preußen.

Steuern. Die wenigsten civilisirten Staatenbesitzen so viel Privateigenthum, um aus der Rentedesselben ihre Ausgaben dauernd zu bestreiten, undund daher in der Regel darauf angewiesen, zur Bestrei-lung des Aufwandes des Staates Beiträge von denÄtaatögenossen in Anspruch zu nehmen. Diese Bei-trage nennt man Steuern. Damit dieselben gerechtfdlen, müssen sie dem Einkommen der UnterthanenEntsprechen, sowohl in ihrer Gesammtheit, als inchrer Anlage auf die Einzelnen. Namentlich Ist inLetzterer Beziehung leitender Grundsatz die relative^senergleichheit. An und für sich wäre solche amdeulsten zu erhalten, wenn nian im Stande wäre,das reine Einkommen jedes Bürgers direct zu er-Mitteln und nach diesem ihn belasten würde. DieseErmittlung ist jedoch so schwierig, daß bis jetzt dieAnführung einer reinen Einkommensteuer als allei-Mger Steuer noch nirgends gelungen ist und mandaher überall vorgezogen hat, die Steuer nach derGröße der Einkommensquellen statt nach dem Ein-kommen zu ermitteln. Diese EinkommensquellenMd: 1) Grundbesitz und Gebäude; 2) Gewerbe;Ä Kapitalien; 4) Besoldungen; 5) Gefälle und^orechtigungen. Indem man auf mancherlei Artden Reinertrag dieser Einkommensquellen bei jedemdUlzeliieu Unterthan zu ermitteln sucht, erhebt manden Betrag der Steuer, welche sich nach diesemReinertrag ergibt, direct von demselben, daher ihreBezeichnung als directe Steuern. Größteutheilsfkeheu aber diese nicht allein, sondern es werdendaneben in der Regel noch die Staatsbürger mittel-bar, indirect, besteuert, indem der Staat auf denGebrauch und Genuß gewisser Gegenstände Ab-ölen legt, und solche, sofern sie Gegenstände desunern Verkehrs sind, entweder aus Veranlassungyrer Hervorbringung, oder ihres wirklichen Ge-rauchLs oder Verbrauches, sofern sie aber für den^rrkehr mit anderen Staaten bestimmt sind, danncheiiii sie in diesen Verkehr eintreten, oder wenn sieJ Mitten Staaten erzeugt werden, wenn sie inrneil Verkehr kommen, bezieht. Unter dieseUdlrecten Steuern gehören z. B. der Zoll, dieAbgaben aus der Getränkefabrikatiou und deren./swerchung, die Uebergangssteuern, Luxussteuerni 6bhiedenster Art. Endlich legt der Staat noch

ber Regel eine Anzahl Steuern auf, welche mehrall" ^arakter von Gebühren tragen, wie Stempel-t ff^bon, Sporteln, Concessionsgelder, Accise, Pa-ri, ^"gaben, Hundesteuer. Alle diese Steuern dienen

1. -oestrertung des ordentlichen Staatsaufwandes..->>erzu kommen dann noch, je nachdem sich der Staatlj^^ner finanziellen Lage befindet, für außerordem-oye vorübergehende Zwecke, wie z. B. Krieg, Theu-kc., außerordentliche Stenerzuschläge. Wie demso steht auch den Gemeinden zur Bestreitung

ort's llnio. *tfejiceti. TI.

ihrer Zwecke ein Besteuerungsrecht ihrer Bürger zu,Gemeinde- Corporationssteuern, und es richtensich die dort zu erhebenden Steuern in der R^etnach dem Modus der jeweiligen Staatssteuern. Wozwischen Staat und Gemeinde noch andere corpora-tive Mittelglieder eingeschoben sind, Bezirke, Kreise,Provinzen, üben auch diese vielfach ein Besteuerungs-recht für ihre Zwecke aus. Regel ist, daß nur demStaate, respective den staatlichen Verbänden inner-halb ihres Territoriums ein Besteuerungsrecht zu-steht, es kommen hievon aber Ausnahmen vor, woein Staat die Steuer überhaupt an den Besitz einesObjects knüpft, gleichgültig, ob der Inhaber im Aus-land oder Inland sich aufhält. So werden z. B. in ein-zelnen Staaten bei Einlösung der Staatsschuldschein-coupons die Steuern von jedem Coupon erhoben,ohne zu fragen, wer und wo der Besitzer jst-

Stibäthyl, oder Stibtriäthyl, ist eine sehrdünnflüssige, das Licht stark brechende, wasserhelle, nachZwiebeln riechende Flüssigkeit, welche an der Luftzuerst dicken Rauch ausstößt, der bald mit einerblendend weißen Flamme brennt. Sein spec. Gew.ist 1,324; es siedet bei 158° und löst sich in Weingeistund Aether, aber nicht in Wasser. Es verbindet sichleicht und gern mit Sauerstoff, Schwefel, Selan u. a.und gibt eine sehr große Reihe von Salzen, weshalbes für die Chemie wichtig ist. Mit concentrirterSalpetersäure brennt es mit einer prachtvoll schönenFlamme.

Stibinäthyl oder Stibtrimethyl, Tristib -Methyl, hat dieselben physikalischen Eigenschaften,wie das Stibäthyl. Es ist eine schwere, farbloseFlüssigkeit; schwer in Alkohol, leicht in Aether lös-lich, welche weiße Dämpfe ausstößt, die bald ineine sehr helle, weiße Flamine übergehen. Es bildetgleichfalls eine große Reihe von Salzen.

Stibium, s. Spießglauz. — St. hydrothioni-cum oxydulatum, s. Spießglanzschwesel,braunrother. — St. muriaticum liquidum, s.Spicßglanzbutter. — St. oxydatum album,s. Spießglanzblumen und Spießglanz-oxyd, gewaschenes. — St. oxydatum griseum,s. Spießglanzoxyd, graues. — St. oxydula-tum fuscum, s. Spießglanzsafran. — 8t. oxy-dulatum vitriüeatum, s. Spießglanzglas. —St. sulphuratum , s. Spießglanzsafran. — St.sulphuratum aurantiacum, s. Gold s chw efel.

Stichhandel, so viel als Barathandel, s.B a r a t.

Stickereien in Musselin, Mull, Jaconet u. dgl.,werden besonders im sächsischen Erzgebirge undVoigtlande in der Umgegend von Schneeberg,Planen rc. in großer Menge verfertigt, namentlichin Chemisetts, Kragen, Bnsenstreifen, Unterärmeln,Manschetten, Schleiern, Tüchern u. dgl., ferner auchin wollenen Westenzeugen mit Seide und Wolle;auch gibt es in Dresden und Leipzig Manufakturendieser Art. Außerdem werden auch in Tirol, na-mentlich in Hohenembs und Johann-Höchst imBregenzer Kreise, in Wien. Prag rc. viel solche Ar-tikel gestickt, und in Frankreich besonders in und umNancy und in den Gebirgen um Tarare im Rhone-departement. In großer Ausdehnung wird diesesGeschäft in England getrieben, besonders in und umNottingham, Glasgow und an mehreren Orten imschottischen Hochlande. Die größte Stickereimanu-faktur befindet sich in Glasgow; sie beschäftigt inder Fabrik gegen 1000, außerhalb derselben aber inSchottland und Irland 20 — 25,000 Stickerinnen

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