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Zweiter Band.
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Stückgüter

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Sue)

in den Rheingegenden von verschiedener Größe: s.Fr ankfurt a. M. und Darmstadt.

Stückgüter oder zählende Güter; s. Gut.

Stück von Achten wird der spanische und mexi-kanische Piaster zuweilen genannt, weil er 8 Realesde Plata gilt.

Stürzgut nennt man solche Güter, welche bei derVersendung lose ins Schiff geworfen werden.

Stütze, ein Flüssigkeitsmaß im GroßherzogthumBaden. 10 Stützen — 1 Ohm.

Stuhlrohr, s. Spanisches Rohr.

Stumpen, s. Seide.

Stumm nennt man einen Wein, der so stark ge-schwefelt worden ist, daß er den Geist verloren hat.

Sturmhut, s. Eisen Hut.

Stuttgart, eine balbe Stunde vom Nekar ent-fernte und regelmäßig gebaute Hauptstadt desKönigreichs Württemberg, deren Lage zu den schön-sten Ttädtelagen Deutschlands gehört, Mittelstationzwischen Wien und Paris, mit 61,000 Einw., einemschönen, großartigen Residenzschloß, mehreren an-dern Palästen und modernen Prachtgebäuden, einemTheater, einer k. Münze, einer Kunst- und polytech-nischen Schule, einem Gymnasium, einer Realschuleund Fortbildungsschule, einer Handels- und Ge-werbekammer , einem Handels - und Oberhan-delsgericht, einer Centralstelle für Gewerbe, Han-del und Landwirthschaft, einer Thierarzneischule,einer Hofbank, deren Haupteigenthümer u. Garantder König ist, einem Kredit-Verein zur Aufnahmevon Kapitalien, die nebst Zinsen durch Rentenzah-lungen wieder abgetragen werden, einer Lebensver-sicherungs- und Ersparnißbank, einer Rentenanstaltund Sparcasse, einer Handwerkerbank, einer In-dustrie- und Landesprodnkten-Börse, einer Export-oder Handelsgesellschaft, welche die Anbahnung undVermittlung des Absatzes württemb. Industrie-erzeugnisse im Auslande bezweckt, Feuer- u. Hagel-schlagversicherungsgesellschaften rc. Stuttgart istweder als Fabrik- noch als Handelsplatz von großerBedeutung, doch ist sein Handel durch die das Landdurchschneidende Haupteisenbahn, welche im Nordenmit den badischen Bahnen in Verbindung gesetzt istund im Süden nach Baiern führt, mehr belebtworden, auch hat sich die Stadt in neuerer Zeit zumHauptplatz des süddeutschen Buchhandels erhobenund ist seit 1856 der Sitz der Geueralversamm-lungen und jährlichen Abrechnungen des Vereinsder süddeutschen Buchhändler. Diejenigen Pro-ductions- und Handelsartikel, in welchen die hiesigeIndustrie auch auf dem großen Markt eine hervor-tretende oder wenigstens bemerkenswerthe Stelleeinnimmt, sind vorzugsweise Farbstoffe, Chemikalien,Droguen, Bijouteriewaareu, musikalische Instru-mente (Pianoforte, Physharmonika rc.), literarischeErzeugnisse. Zu den wichtigsten Fabrikations-zweigen gehören ferner: die Fabriken von Leder-galanteriewaaren, Cartonnage, Eisenwaaren (Sen-sen, Sicheln, Strohmesser», Cigarren, Maschinen,Rübenzucker, Essig, Chocolade, Buntpapier,Schaumwein, Holzleisten, Werkzeug, Möbeln,Baumwollzeug, Korsetten u. s. w.; auch sind dieDruckereien, eine Metallgießerei und Banfabrik er-wähnenswerth. Im April ist großer Pferdemarktund im August dreitägige Tuchmesse; die Mai- undChristmessen sind unbedeutend. — Das nahe, ge-genüber von Canustatt gelegene Dorf Berg hat viel-besuchte Mineral- und Nekarbäder, eine bedeutendeMaschinenfabrik und Kunstmühle.

Rechnung, Münzen, Maße und Ge-wichte, s. Württemberg.

Stuttgarter Wasser, ein in neuester Zeit vonI. H. Franken in Stuttgart erfundenes, vor-treffliches und erfrischendes, dem Lau äs Cologneähnliches Parfüm, das unter den zusammengesetztenParfüms eine der hervorragendsten Stellen sowohlin Bezug auf die Gesundheit als auf die Annehm-lichkeiten seiner Anwendung einnimmt, und beson-ders bei der Toilette der feinen Welt, sowie zur Ver-besserung der Luft in Wohn- und Schlafzimmerndient.

Styracin, Stvrax, Styrol, s. Storax.

8ud6r, s. Kork.

Subhastation, s. Verfteigerung.

Sublimat, s. Quecksilberpräzipitat,rothes.

Succade, s. C i t r o n a t.

Succalo, ein Oelmaß auf der jonischen InselSanta Maura.

8uooimiin, Succinit, s. Bernsteiu.

8ti66U8 heißt Saft. — Suecus Acaciae, s. Aka-zien säst. — 8. Ebuli, s. Attichbeeren. — 8.Asaoias gm-manioas in-ipissatns, s. Schlehen-dorn. — 8. Citri, s. Citronensast. — 8.Hvpo-cistidis, s. Hyp 0 cistensaft. — 8. Juniperi, s.Wachholdermuß. — 8. Lsrinss, s. Kermes. —8. Liquiritiae, s. Lakrizen. — 8. Sambuci, f-Flieder. — 8. viridis, s. Saftgrün.

Süddeutsche Währung, s. Zweiundfünf-zig ein halbguldenfuß.

Südfrüchte nennt man die aus Italien undanderen Ländern des südlichen Europa, aus derLevante rc. theils frisch, theils getrocknet oder einge-macht in den Handel kommenden Früchte, wie Ci-tronen, Apfelsinen, Pomeranzen, Granaten, Wein-trauben, Rosinen, Korinthen, Kastanien, Datteln,Feigen, Brunellen, Mandeln, Citronat, Kapern,Oliven, Pistazien, Pinien u. a.

Sueldo, eine in mehreren Provinzen Spaniensübliche Rechnungsmünze.

Suez an der nördlichsten Spitze des rothenMeeres, mehr Dorf als Stadt, in einer öden, dürrenSandwüste, mit nur 4200 Einwohnern, ist gleich-wohl nach Alexandrien der wichtigste Seehandels-platz Aegyptens aber weniger HandelscmporiuM,als einfache Zwischenstation.' Als südöstlicher Hafen-platz Aegyptens ist Suez für den Verkehr mit Astensowie für das rothe und indische Meer das, wasAlexandrien auf der andern Seite des Isthmusfür den Handel mit Europa ist. Suez hat in letzterZeit sich sehr gehoben. Schon die Organisirung dn'Ueberlandpost allein trug viel hierzu bei. EnglischeUnternehmer stellten einen Postwagendienst zwischenKairo und Suez her und errichteten ein Hotel rnletzterer Stadt. Seit dem Ausbau der Eisenbahners'die jetzt Alexandrien mit Kairo und diese Stadt mstSuez in unmittelbare Verbindung setzen ist dreDurchreise über Aegypten mit keiner Schwierigenverbunden. Die Reisenden, die Post und dieWaaren werden schnell und ordentlich von Alexan-drien und Suez zurückbefördert. Letzterer Platz Wsomit eine zweifache Bedeutung: als Durchgangs-punkt für die indischen Waaren und für den Per-sonenverkehr, und dann als Hauptstapelplatz für denHandel und die Schifffahrt des rothen Meeres.UebrigenS gibt es au diesem Platze kein einzig^selbstständiges Handlungshaus, sondern nurund Agentien von Häusern in Kairo. Durch d