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Zweiter Band.
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Sicherit

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Sumatra

copodii , s. Bärlapps am en. — 8. praecipitatum,s. Tchwefelm i lch. — S. stibiatum aurantiacum,f. Goldschwefel. — 8. stibiatum rubrum, s.Spießglanzschwefel, braunro ther. — 8.sublimatum, s. Schweselblumen.

Sulzerit, s. Strontian, kohlensaurer.

Sumach oder Schmack sind die gröblich gepul-verten Blätter und jungen Zweige einiger gerbstoff-Halligen Sträucher der Gattung Rhus, die zumGerben, besonders feiner Ledersorten, welche helleFarben erhalten sollen, sowie zum Gelbfärben desLeders, dem es eine gelbliche, nicht wie die Galläpfelschmuzige Farbe gibt, und in der Zeugfärberei undDruckerei als Ersatz der Galläpfel zu schwarz undgrau und als Zusatz zu ordinären Krappfarben, be-nutzt werden. Am häufigsten wird der sogenannteächte Sumach, als der beste, gebraucht, welchervon dem in Asien, auf den griechischen und tür-kischen Inseln und im südlichen Europa wild wach-senden und häufig angebauten Gerber sumach,Gerber strauch, Färb er-, Essig- oderHirsch-hornbaum, Uhus coriaria , kommt. Dies ist einbaumartiger Strauch von 8—10 Fuß Höhe, mitovalen, auf der unteren Seite rauhen und weiß-lichen Fiederblättchen, behaarten Blattstielen undZweigen, grüngelben, in Büscheln stehenden Blü-ten, aus denen rauhe, im Herbst purpurrotheFrüchte mit schwarzen Samenkernen entstehen, einerbraunrothen Rinde und gelblichgrünem, braun-gestreiftem Holze. Im Juli und August werden dieBlatter und jungen Zweige gesammelt, einige Tagelang auf der Erde an der Sonne getrocknet, dannauf einer Tenne geschlagen, oder man läßt sie durchOchsen oder Maulthiere treten, damit die Blätterund Blattstiele abfallen, welche man dann untereinem senkrechten Steine zerreibt, durchsiebt und inSäcke gepackt in den Handel bringt. Es ist ein gröb-liches, gelb- oder braungrünes Pulver von eigen-thümlichem Geruch und adstringirendem Geschmack.Der beste und theuerste kommt aus Sicilien, vonwelchem der aus dem Bal di Noto bei Alcamo ammeisten geschätzt ist; dann folgen die Sorten vonEarini, Montreale (von Palermo), Militello, SänMartins rc., welche ohngefähr von gleicher Qualitätsind. Der Alcamo kommt nur von Palermo, derMelitello nur von Messina. Man unterscheidet dortSommaco in polvere, den gewöhnlichen, und Ma-cina fina, fein gemahlenen. Er wird gewöhnlich inBallen von 150 Pfd. versendet. Außerdem kommtauch viel Sumach aus Spanien, Portugal, demsüdlichen Frankreich und aus Amerika. Der spanischeaus Malaga kommt dem sicilianischen in der Qua-lität gleich, kommt aber nur selten vor. Bedeutendgeringer und wohlfeiler ist der portugiesische ausLissabon, Porto und Faro; der französische, der be-sonders in der Gegend von Avignon (comtatschergenannt) , Montpellier. Nismes rc. erzeugt wird,wird meist im Lande selbst verbraucht. — Der un-ächte Sumach auch venetianischer, triesterund italienischer genannt, besteht aus den ge-trockneten und gemahlenen Blättern, Zweigen undaus der Rinde des Perrückenstrauchs (s. d.),Färberbaumes oder Rujastrauches, Rhuscotinus, der in der Levante, Italien, Frankreich,den südlichen österreichischen Provinzen, Ungarn,Siebenbürgen, der Militairgrenze rc. wächst. Diegetrockneten Zweige und Blätter werden durch Pferdezertreten und die Waare meist in diesem Zustandeverkauft, in manchen Gegenden aber wird er auch

gemahlen. Früher hatte Venedig den Haupthandeldamit; jetzt wird er meist von Trieft aus, wohin erbesonders aus dem Etschthale und aus Jstrienkommt, nach England, Frankreich und Norddeutsch-, land versendet. In Tirol wird er Rausch genannt.

! Er kommt in Fässern von 7—800 Pfd., wird aberz in der Regel nur zum Gerben, selten bei der Fär-j berei gebraucht. — Außerdem wird noch von meh-! reren anderen Pflanzen eine Art Sumach gewonnen,

! namentlich in der Provence und in Dalmatien von! dem gemeinen Myrtenstrauche oder derj Gerb ermyrthe, Myrtus communis;in Griechen-land von der Mastixpistazie, Pistacia Lentis-cus, unb von der TerpentinPistazie, P. Tere-binthus, welcher dort unter dem Namen Skinosin den Handel kommt, und in Baiern an der Jsarvon der fr a n z L s i s ch e n und deutschen Tama -riske, Tamarix gallica und germanica, die abersämmtlich weniger Kraft haben als der ächte.

Sumatra, nach Borneo die größte der Sunda-iuseln des ostindischen Archipels, südwestlich von derHalbinsel Malakka und westlich von Java gelegen,7 bis 8000 □ Meilen mit 6—8 Mill. Einw. DreOstseite ist flaches Land, Sand, Sumpf und Marsch-boden, größtentbeils mit Wäldern bedeckt, die vonwilden Thieren wimmeln, sehr fruchtbar, aber nursehr spärlich bewohnt und für Europäer höchst un-gesund. Die Küste rückt hier immer weiter ins Meervor, welches voll Sandbänke und Untiefen ist, dadie Flüsse, auf denen man allein ins Innere ge-langen kann, beständig Land ansetzen. Der übrigeTheil der Insel ist Hochland, das sich im Innerenzu immer höheren Bergketten erhebt, mit herrlichen,fruchtbaren Thälern und Hochebenen; die Westküstehat schöne Häfen, die der östlichen ganz fehlen, starkeBevölkerung in vielen Städten und Dörfern, undgesunde Luft. Die bedeutendsten Flüsse, welchesämmtlich nach Osten fließen, sind der PaleM-bang, S i a k und R e k k a n. Der Boden ist außerin den großen Wüsteneien außerordentlich fruchtbar,aber noch wenig angebaut und das Innere über-haupt den Europäern noch großentheils unbekannt.Die Insel erzeugt alle indischen Produkte, nament-lich Elephanten, Tiger, Bären, Nashorne, Fluß-pferde, Babirussas, Assen, Vampyre, Hausthiere,Speisewild, Salanganen und viele andere tropischeVögel, Krokodille, Schalthiere, darunter die Riesen-muschel, Fische (Haifischhäute), Bienen, großeAmeisen rc.; Pfeffer, Cubeben, Zimmt, Muskaten-nüsie, Gewürznelken, Baumwolle, Kaffee, Zucker,Reis, Tabak, Kampher, Benzoe, Aloe, Drachenblm,Hanf, der als berauschender Tabak geraucht wird,Südfrüchte, Rotang, Bambus, Guttapercha, Kaut-schuk, Farbeholz, Teak- und Ebenholz, viele merk-würdige Pflanzen mit prächtigen Blumen rc.; fernerGold, Silber, Kupfer. Eisen, Blei, Mangan, etwasPlatina, Schwefel, Diamanten; doch werden dieMineralien nicht gehörig ausgebeutet. Die Bewoh-ner beschäftigen sich mit Ackerbau, Bergbau, beson-sonders auf Gold, Fischerei, Verfertigung vontallwaaren, Seiden- und BaumwollenzeugemSchisifahrt und Handel. Die Niederländer besitz^mehrere Küstenstriche, namentlich: Palembanöan der Ostküste, mit 150,000 Einw. und der Ha"*delsstadt gl.N. am Flusse Palembang, 25,000 Einw-,mit Hafen', Fort und bedeutendem Handel; Bei5c o o l e n oder B e n k u l e n an der Westküste, 12 1 ,0*^Einw., mit der gleichnamigen Stadt, auch F" ..Marlborough genannt, von 80,000 Einw., m