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Zweiter Band.
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Tmnbac

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Taprten

gebraucht. — Von der französischen und deutschenTamariske wird auch zuweilen eine Art Sumach(s. d.) gewonnen.

Tambac, s. Adlerholz.

Tambourirnadeln oder Häkelnadeln vonStahl mil einem kleinen Widerhäkchen an der Spitze,die in einem Griffe von Holz, Elfenbein, Knochen,Metall rc. vermittelst eines Schränbchens befestigtwerden, verfertigt man in den Rähnadelfabrilen.

Tainis, s. Etamine.

Tainlung, eine Goldmünze in Siam — 3 Thlr.18 Sgr. preuß. Crt.

Tampang , ein Gewicht für Zinn auf der ostin-dischen Halbinsel Dialakka.

Tan, Flächenmaß in Japan.

Tandems nannte man früher weißgebleichte,niittelfeine Leinen aus Böhmen und Schlesien,welche halbgebrochen, gemangelt und in blaues Pa-pier eingeschlagen besonders nach England gingen,was jetzt nicht mehr der Fall ist. In Spanienwerden sie voublo-Lileeisa genannt.

Tang, s. Seegras.

Tanga, eine Rechnungs- und Silbermünze inGoa.

Tank, Perlengewicht in Bombai.

Tanne, Weißtanne, Edel-, Silber-,Taxtanne, Pinus AbieB, Pinus picea oderPicea excelsa, ein bekannter, in fast allen Län-vern Europas, des nördlichen Asiens und Amerikasbesonders in Gebirgsgegenden große Wälder bilden-der Radelholzbaum, mit flachen, an der Spitzezweiteiligen, hellgrünen, einzeln in kurzen Scheidensitzenden, an den Zweigen meist zweireihig einandergegenüberstehenden Nadeln, qnirlsörmig stehendenjungen und herabhängenden alten Zweigen, gegen6 Zoll langen, walzenförmigen Zapfen, die ihreglatten, runden Schuppen mit den Samenkörnernverlieren, und weißgrauer, glatter, brüchiger Rinde.Sie erreicht eine Höhe von 150—180 Fuß, einenDurchmesser von 3—4 Fuß und ein Alter von 400Jahren. Das weiße, biegsame, sehr gerade- undglattspaltige Holz ist weniger harzig, aber auchweniger dauerhaft als Kiefern- und Fichtenholz.Von ausgewachsenen Bäumen ist es jedoch einbesseres Bauholz, während es in der Jugend zumSchwinden und zur Fäulniß geneigt ist. Außerdemwird es, wegen des hohen und geraden Wuchses derStämme besonders zu Schifssmasten benutzt, auchvon Tischler», Böttchern u. a. Holzarbeitern häufigverarbeitet; namentlich verfertigt man auch Dach-schindeln, Schachteln, Siebränder, Resonanzböden,verschiedene musikalische Instrumente und Spiel-und ähnliche kleine Holzwaaren daraus. Das Harzgibt einen weißen oder hellgelben, durchsichtigen,nicht sehr zähen Terpentin, der zuweilen Straß-bürger Terpentin genannt wird. Dieserkommt meist von der Edeltanne. Abies pectinataher. Die beste und feinste Sorte Terpentin liefertdie Abies balsamea, Balsamtanne, welche von Vir»ginien bis Canada in den Bergwalduugen weit ver-breitet ist. Er kommt unter dem Namen canadischerBalsam in den Handel. Abkochungen aus derWurzel dieses Baumes werden zu Arzneien ver-wendet. Die Rinde wird hin und wieder zum Ger-ben gebraucht und die einer andern Art, der Schier-lingstanne, kommt zu diesem Zweck aus Amerikanach England. AnS der Rinde und den Zapfen derTannen und Fichten verfertigt man auch einen har-zigen Extrakt, Neukatechu oder schwarzer

Seidengruud genannt, der in der Färberei ge-braucht wird. Der Samen gibt 24"/„ eines hell-gelben, etwas nach Terpentin riechenden und sehrleicht trocknenden fetten Oeles, das im Schwarz-walde zum Brennen und auch zu Firniß gebrauchtwird.

Tannenföhre, s. Fichte.

Tannenharz nennt man im Allgemeinen allesHarz von Tannen, Fichten und Kiefern, das aus derRinde von selbst oder aus gemachten Einschnittenfließt. Außerdem aber versteht man darunter dasweiße, durchsichtige und wohlriechende Harz, das sichan den Stämmen junger Tannen unter kleinen Er-höhungen der Rinde (Tannenblättern) sam-melt. Man gewinnt dasselbe, indem man die Blat-tern mit einem Messer aufsticht, die HerausfließendenHarztropsen mit dem Messer auffängt und von die-sem in ein Glas fallen läßt. Dieses Harz wird vonden Bewohnern der Waldgegenden gefanimelt undverkauft, indem der Rauch desselben, wenn maneinige Tropfen auf ein heißes Eisen fallen läßt, fürein gute« Mittel gegen Brustbeschwerden gilt. —Wenn man das gewöhnliche Harz der Tanne destil-lirt, so erhält man das Edeltannen-, Weiß-tannen- oder Silbertan neu öl, Oloum Abiotis,welches in der Medizin als ein erweichendes und zer-theilendes Mittel u. auch gegen Zahnweh gebrauchtwird, und das man aus Tirol, von Trieft, Venedig,Marseille rc. bezieht. Es ist ein Wasserhelles, dünn-flüssiges Oel, das nicht so scharf wie der Terpentinriecht.

Tannin, s Gerbstoff.

Tanninblei entsteht, wenn eine Abkochung vonEichenrinde mit essigsaurem Bleioxyd gefällt wird;es wird vielfach gebraucht als ein bewahrtes Mittelbeim Aufliegen in Krankheiten.

Tantalum, Tantal oder Cvlumbit ist ein inder Natur sehr selten, nur im Tantalit und Uttro-tantalit vorkommendes Metall, das noch nicht hatgeschmolzen werden können, sondern nur als einegraue, poröse, unter dem Polirstahle metallisch glän-zende Masse dargestellt werden kann, welche zerriebenein schweres dunkelbraunes Pulver gibt. dessen klein-sten Theile das Glas ritzen. Es wird von keinerSäure angegriffen, aber von Kalkhydrat oxydirt u»dbildet dann ein weißes, schweres, geschmackloses Pul-ver, welches Tantalsäure oder Colnmbin-säure, Aoiäum tantalioum, genannt wird und auchnoch auf verschiedene andere Weise aus dem Tan-talit gewonnen werden kann. Sie ist nur in Aetz-kali löslich. Beide haben bis jetzt nur chemischesInteresse.

Tapeten sind entweder Gewebe oder gefärbtes u.bedrucktes oder bemaltes Papier, womit die Wändeder Zimmer bekleidet werden. Zu den gewebtenTapeten gehören die Gobelins oder Hautelifse-tapeten (s. d.) und außerdem verwendet man dazuverschiedene seidene und halbseidene Zeuge, seidenen,baumwollenen und wollenen Sammt rc. Eine Artder Gobelins mit aufgeschnittener wollener Poile»ach Art des Plüsch, aber ebenfalls sehr theuer, sinddie sogenannten türkischen Tapeten, Points äeTurqaie oder d’IIongrie, Points Sarrasin etc.Früher hatte man auch lederne Tapeten mit einge-preßten vergoldeten oder versilberten Blumen oderanderen Mustern, die aber jetzt wohl nirgends mehrverfertigt werden. Am gebräuchlichsten sind diePapiertapeten, deren Gebrauch sich in derneueren Zeit, da sie jetzt viel wohlfeiler hergestellt