Telegraphen
Tega
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Tega ist ein guter rother spanischer Wein ausKatalonien.
Tehl, s. Tael.
Teichbinse, s. Seebinse.
.Teichlilie, Wasserschwertlilie, Geel-ililgen, deutscher Kalmus, Iris pssuàa-eoru8, eine in Sümpfen, Gräben rc. häufigwachsende Pflanze mit breiten schwertförmigenBlättern und gelben geruchlosen Blumen, deren Sa-menkörner das beste Kaffeesurrogat sind. Die außendunkelbraunen, inwendig rothen, schwammigen Wur-zeln wurden zwar deutscher oder falscher Kal-mus genannt, aber nicht gebraucht.
Teiken nennt man in Westphalen die Zwilliche.
. Telegraphen oder Fernschreiber sind Vor-richtungen, durch welche man Nachrichten sehr schnelldurch weit sichtbare oder hörbare Zeichen nach einerbedeutenden Entfernung befördern kann. Man be-diente sich dazu bisher und zwar besonders seit der-bsten französischen Revolution der optischen oderf^esichtstelegraphen. durch welche auf ver-schiedene Weise Zeichen gegeben wurden, welche Buch- jftaben bedeuteten. Diese hatten jedoch den Nachtheil, !daß sie bei trüber undurchsichtiger Luft und meist >auch während der Dunkelheit keine Dienste leisteten,^uch waren es sehr kostspielige Einrichtungen undsisir zup: Gebrauch der Regierungsbehörden be-stimmt. Jetzt sind sie überall durch die elektri-echen Telegraphen, deren sich besonders der^andelsstand zur Mittheilung wichtiger Nachrichtenbedient, ersetzt, eine der wichtigsten Erfindungen derneuesten Zeit, welche darauf beruht, daß sich derElektrische Strom vermittelst eines Kupferdrahts miteuier fast unmeßbaren Geschwindigkeit nach weitenEntfernungen leiten läßt, u. daß durch abwechselndeUnterbrechung und Wiederherstellung deö StromesMit Hülfe ziemlich einfacher Vorrichtungen am ent-gegengesetzten Ende einer solchen Drahtleitung aufverschiedene Art Zeichen hervorgebracht werden,^eneu man die Bedeutung von Buchstaben gebenMnn. Die Mittheilung eines einzelnen Buchstabenserfordert auf diese Art eigentlich gar keine Zeit undzu einer ganzen Nachricht ist daher nur so viel Zeiterforderlich, als nöthig ist, um einen Zeiger oderetwas Aehnliches von einem Buchstaben auf'den an-?^u zu rücken. Der Draht wird entweder, mitGuttapercha umhüllt, in die Erde gelegt, oder aufHohen Stangen geleitet, u. dies geschieht am bänfig-'teu an der Seite der Eisenbahnen, wobei die Bahn-marter die Telegraphenleitung zugleich mit beauf-sichtigen. Es sind oder werden jetzt fast in allenrwltistrten Ländern elektrische Telegraphen angelegt,welche auch meist gegen eine nach der Entfernungund der Zahl der Worte sich richtende Vergütungom Publikum benutzt werden könnet:. — In Amc-?. u hat man auch wirklich fchreibende Telegraphen,~ e jeden Schrift- oder andern Zug, der auf einer. . utwn gemacht wird, auf der andern ganz genauwderholen, doch ist diese Art in der Anwendung-fcht so zweckmäßig, als die mit Strichen u. Punkten,^ue neueste Art von Apparaten ist d e r C a s e l l i s ch e^untelegraph, dessen Leistung die kühnsten Er-urtuugen übertrifft, welche je an dieses moderneENehrsmittel gestellt werden mochten. _ Nachdemï 'eii verschiedenen Systemen der elektrischen Tele-^ uphle nicht gelungen ist, eine Depesche mit? ten ihren wesentlichen Merkmalen ganz! ' wre sie der Absender uicdergeschrie-" ' î » befördern, hat der Abbe Giovanni Ca-
selli in Florenz dieses Problem in glücklichster undvollständigster Art gelöst, und es dürste hier bei derhohen Wichtigkeit der Sache für den Handelsstandan: Platze sein, auseinanderzusetzen, durchweichenzu gleicher Zeit gelehrten , sinnreichen und einfachenMechanismus er zu diesem erstaunlichen Resultatgelangt ist. Der Apparat besteht aus einem Rah-men von gegossenem Eisen, der die Form eines Ahat, und welcher den trägen Theil des Apparatesbildet. An der Spitze des Nahmens ist ein zweiMetres langer Pendel aufgehängt. Dieser Pendelist am Ende seines Schaftes mit einer Armatur ver-sehen , die ihn zwischen zwei Elektro - Magnetenschwingen läßt, die am Fuße jedes der beiden Armejenes Rahmens angebracht sind. Man erhält dieseSchwingung leicht, indem man die elektrische Strö-mung von einem Elektro-Magneten zum andernschickt, was die Bewegung bildet. Etwa in derMitte des Schaftes des Perpendikels findet sich einArm befestigt, der durch die Bewegung der Schwin-gungen einen Schwengelträger, der an dem bätisangebracht ist, und wo sich ein Gesperre findet,einen Theil des Umfangs beschreiben läßt. AmEnde jeder Schwingung erzeugt dieser Schwengel-träger in dem Gesperre zwei Stöße; der eine läßt diemetallische Schwingung stillstehen, der zweite läßteine Gabel in Thätigkeit treten, deren Zinken ab-wechselnd in die Zähne eines Sperrades eindringen,das gezwungen ist, sich umzudrehen. Dieses Sper-rad ist in der Mitte mit einer Schraube ohne Endebefestigt, auf welcher zwei kleine Wagen sich finden,von denen jeder mit einem Schaft von feinem Eisen-draht armirt ist. Die Gabel führt einen Hebel mitsich, der sich, je nach der Stellung, die sie einnimmt,verlängert oder verkürzt, und die beiden Spitzendem Gange der Schwingungen gemäß heben odersinken läßt. Sobald zwei ähnliche Apparate gleich-zeitig functioniren, so ist der Lauf der Wagen der-,selbe, und die eisernen Schafte oder Stiletts schreitenauf der Schraube ohne Ende in einer vollkommengleichen Bewegung voran. Wenn man unter dieBewegung dieser Wagen und Stiletts zwei Schei-ben stellt, welche eine halb cylinderförmige Ober-fläche in Bezrehnng mit dem von den beiden Spitzenbeschriebenen Theile des Umfangs in der Weise dar-stellen, daß sie sich auf allen Theilen der Scheibe,welche sie durchlaufen, berühren, so wird sich nacheiner gewissen Zahl von Pendelschwingungen er-geben , daß diese Stiletts eben so viel Parallelliniengezeichnet haben, als Schwingungen gemacht wordensind, und da diese Parallellinien sich einander bisauf den dritten Theil eines Millimetre nähern, sowird das Stilett wahrscheinlich alle Punkte dieserOberfläche durchlaufen haben. Diese beiden Schei-ben an jedem Apparat sind durch das Funktionirender Spitzen bedingt, und sie erlauben zwei verschie-dene Depeschen zu derselben Zeit zu befördern. Dader erste dieser Apparate die Depesche zu übermachen,der zweite sie zu enipfangen hat, so befestigt man dasvon der Hand des Absenders auf ein besonderesZinnpapier mit gewöhnlicher Dinte geschriebeneTelegramm auf eine der Scheiben des Uebcrmachers.Auf dem Empfänger setzt man^eine mit einem Blattchemischen Papiers bekleidete Scheibe. Die Schei-ben dieser Apparate communiciren beständig mit derErde. Wenn man die Apparate in Bewegung setzt,so werden die eisernen Spitzen oder Stiletts auf dermetallischen Oberfläche. welche die geschriebene De-pesche enthält, und auf der, auf welcher sich das