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Zweiter Band.
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Teufelsrnilch

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Thee

^ukveilen in der Küche und um Hafen und anderesÄrld vom Abfressen der Rinde junger Bäume, desKrautes und des Getreides abzuhalten. DurchDestillation gewinnt man ein blaßgelbes, sehr stin-«nbeg, schwefelhaltendes Oel. Oft ist der Teufels-dreck verunreinigt durch Sand, Steine und Pech;auch wird ein Gemisch aus weißem Harz und Knob-lauchss^ft in den Handel gebracht, welches in Wein-Zelst ganz auflöslich und nur von schwachem Ge-rüche ist. Man muß die Asa foetida in wohlver-.chlossenen Gefäßen verwahren. Durch Licht und^-Uft wird sie geröthet.

Teufelsmilch, s. Euphorbium.

Tha, s. D h a.

Thaler nennt man in Deutschland im Allge-meinen alle größeren, mehr als 1 Loth f. Silberschaltenden Münzen, und dieser Name hat sich alsDaler, Daalder, Tallaro, Dollar rc. auch über au-dere Länder und selbst nach Nordamerika verbreitet.Gegenwärtig ist der Thaler (= l 3 /* Fl. im 527aS- 5 ^uß == iy 2 Fl. im 45 Fl. - Fuß) die gemein-schaftliche Münze der Staaten, die den deutschen>Nünzvertrag abgeschlossen haben. Ueber Reichs-ihaler, Speziesthaler, Conventions-shaler, Kronenthaler, Brabantere Tha-'7^- Löwenthaler, Albertsthaler, spa-nische Thaler oder Piaster rc., s. diese Art.

Thalerwährung, s. Dreißigthalerfuß.

Thalfahrt heißt aus einem Flusse die Fahrtstromabwärts oder zu Thal, und die Fracht fürstromabwärts verladene Giiter wird daher auchDhalf rächt genannt.

Thallium, dieses durch die Hülfe der Spectral-^ulyse zuerst nachgewiesene Element ist aus den^keikammern der Schwefelsäurefabriken durch einÄrmlich mühsames Verfahren jetzt auch dargestelltWorden. Es ist öfters mit Selen verbunden, dochAcht nothwendig, da es auch ohne Selen auftritt,s^ist ein weißes, metallglänzendes, schweres Me-schwerer als Blei; sein spec. Gew. ist 11,g von|5? r alkalischer Natur, das sich jedoch äußerst leichtmrt dem Sauerstoff der Luft zu Thalliumoxyd ver-ödet. Auf Papier, als Griffel gebraucht, färbt esr* i hat dabei einen gelblichen Schein, auch ist esMagnetisch in eben dem Gkade wie Wismuth. SeinGebrauch ist ein äußerst beschränkter, theils wegenver Seltenheit und Schwierigkeit der Darstellungsaus 20 Zollcentner Schwefelkies gewinnt man^wa 16 Loth Thallium), theils wegen seiner raschen^kvdirung.

Thara, s. Tara.

Thebain , s. Paramorphin.

Thee sind die zusammengerollten und getrock-neten Blätter des chinesischen immergrünen^h e e st r a u ch s, mit 5—6 blättrigem Kelche, Thea«hinensis , deren Aufguß in den meisten kultivirtenUlndern, besonders aber in denen der nördlichen ge-mäßigten Zone ein beliebtes warmes Getränk ist,paher sie in großer Menge verbraucbt werden und^neu wichtigen Handelsartikel bilden. Die Pflanze^nchst im östlichen Asien, namentlich in China,>-apan und dem nördlichen Theile von Hinter-und wird besonders in den beiden erstenandern sorgfältig kultivirt; in der neuern Zeit aber1°} rnan sie auch in anderen Theilen Ostindiens,namentlich in Assam, im Pendschab auf den Ab-des Himalaya, auf Java, in Brasilien und

st m Ungarn mit gutem Erfolge angebaut. Man

unterscheidet 2 Arten der Pflanze, nämlich grünenThee, Thea viridis, dessen Blumen sechsblättrigsind, und schwarzen, Thea Lohea, mit neun-blättrigen Blumen, die sich außerdem noch dadurchunterscheiden, daß der letztere sehr ästig ist und vieleWurzelsprosfen treibt, der erstere dagegen minderzahlreiche Aeste und größere, mehr lanzettförmige,spitze Blätter hat, doch ist es unrichtig, diese Benen-nungen auf die Farbe der nach Europa kommendengetrockneten Theeblätter zu beziehen, obgleich mandieses früher that und die obigen Namen auch daherentstanden sind. Es ist nämlich jetzt erwiesen, daßder Unterschied in der Farbe seinen Grund nur inder Zubereitng hat und daß man in China sowohlgrünen, als schwarzen Thee aus beiden Arten derPflanze bereitet, in den nördlichen Provinzen näm-lich , welche den meisten Thee in den Handel liefern,sowohl grünen als schwarzen von der Thea viridisund in den südlichen, namentlich in der ProvinzCanton, beide Sorten von Thea Uohea. Der Thee-strauch erreicht eine Höhe von 30 Fuß, doch läßtman ihn nicht so hoch wachsen, weil das Einsammelnder Blätter zu beschwerlich sein würde, sondern hältihn durch Beschneiden auf einer Höhe von 5—6 Fuß.Die beiden Arten unterscheiden sich hauptsächlich da-durch von einander, daß die Blätter der Thea viridislanzettförmig, 3mal so lang als breit und eben, dieVon Thea Bohea aber elliptisch, doppelt so lang alsbreit und etwas runzelig sind. Ohne Zweifel abergibt es in China noch mehrere durch Klima, Bodenund Kultur entstandene Spielarten. Uebrigens sinddie Blätter steif, glatt, glänzend dunkelgrün undhaben einen sägeförmig gezähnten Rand; aus denBlattwiukeln kommen einzeln, selten paarweis diekurzgestielten weißen, rosenförmigen Blüthen, ausdenen die aus 3 rundlichen, zwei - oder einsamigenKapseln bestehende Frucht mit rundlichen, glatten,braunen Samen entsteht, welche die Größe einerHaselnuß erreichen und einen öligen, bitterlichschmeckenden Kern enthalten. Vor dem Einpackenin Kisten vermischt man in China manche Sortenmit verschiedenen wohlriechenden Blüthen, unteranderen von Olea flagrans, Chloranthus incon-spieuus, Aglaja odorata u. a. Zur Versendungwird der Thee rn ganze, halbe, 7«, 7«, 7i«, und 7^Kisten, die ganzen ungefähr zu 400 Pfd. gepackt,welche mit den Blättern von Tharus offieinali»,einer reisartigen Pflanze, ausgelegt und außen mitPapier beklebt sind, das, je feiner der Thee ist, mitdesto mehr Zierrathen versehen ist. Nach Europakommen jedoch in der Regel keine größeren als Vier-telkisten. Die feineren Sorten werden auch häufigin Staniolpackete, die mit vergoldetem und bemal-tem Papier überzogen sind, und in Porzellanbüchsengepackt. Man schätzt die Quantität des jährlich inChina erzeugten Thees auf 500 Mill. Pfd., wovonungefähr 100 Mill. Pfd. ausgeführt werden, dasmeiste nach England. Nach Rußland geht eben-falls viel Thee über Kiächta, den man gewöhnlichKaravanenthee nennt und für besser hält,als die zu Wasser kommenden Sorten, werl dieletzteren auf dem länger dauernden Wassertrans-port viel von ihrer Güte verlören. Dies ist jedochkeineswegs der Fall, denn jetzt geht der Transportzu Wasser viel schneller als der zu Lande und derUnterschied besteht daher nur darin, daß man zuLande wegen der bedeutenderen Spesen nur feinereSorten versendet. Was man gewöhnlich Karavaneu-thee nennt, ist entweder eine feine Sorte Pekko mit

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