Thibet
646
Thran
R.
0 .
F.
R.
6.
F.
20
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77
51
63,75
146.75
21
26,25
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52
65
149
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81,50
53
66,25
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54
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32,5t,
90,58
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207,58
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98,75
209,75
49
61,25
142,25
80
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212
50
62,58
144,58
Thibet oder Tibet ist ein dünner Wollenstoffvon feinem Kammgarn, der aus dem Merino (s. d.)entstanden und jetzt, besonders in Deutschland, fastganz an dessen Stelle getreten ist. Er unterscheidetsich von dem Merino hauptsächlich durch feineresGarn, dichteres Gewebe und durch einen feinerenerhabeneren Körper. Man fabrizirte ihn zuerst inSachsen, wo auch noch jetzt, namentlich in Rochlitz,Penig, Waldenburg, Burgstädt, Merana, Glau-chau rc. die meisten und schönsten Thibets fabrizirtwerden, die fast in allen Ländern der Welt Absatzfinden. Sie sind einfarbig und man hat sie in allenFarben, meist Leipziger Elle breit. Auch sindjetzt durch Zusatz von Baumwolle mehrere wohl-feilere Nachahmnngen derselben unter verschiedenenBenennungen entstanden; unter anderen fabrizirtman in Glauchau unter dem Namen Kaschemireinen Stoss mit baumwollener Kette und Kamm-garnschuß, welcher gegen 30»/g wohlfeiler als derwollene Thibet ist und sich im Aeußeren kaum vondiesem unterscheidet, und in England werden eben-falls dergleichen Nachahmungen aus Baumwolleund weichem Kammgarn von australischer Wolleunter dem Namen Paramattas, Princettas,Victorias, Coburgs rc. verfertigt. Auch inFrankreich werden gute wollene Thibets verfertigt,die den sächsischen fast gleichkommen.
Thicksets, s. Tiksets.
Thierhäute, s. Rehfelle.
Thon ist ein weiches, erdiges, undurchsichtigesMineral, das sich je nach seiner Reinheit mehr oderweniger fettig anfühlt, an der Zunge klebt und dasWasser stark eiusaugt, mit dem es eine schlüpfrige,weiche und bildsame Masse bildet. Er ist gewöhn-
lich weißlich oder bläulichgran von Farbe, zuweilenauch durch Eisenoxyde gelb, braun oder roth gefärbtoder gefleckt; in starker Hitze gebrannt, erhält er emebedeutende Härte und wird dann vom Wasser nichtmehr erweicht. Der Thon von weißer oder grauerFarbe, der sich am häufigsten findet, wird Töpfer-thon, die reinsten Arten desselben Porzellan-thon, Pfeifenthon rc. genannt und zur Ber-fertigung von verschiedenen Thongeschirren undThouwaaren verwendet; auch benutzt man ihn, weiler auch das Fett einsaugt, zum Vertilgen von Fett-flecken aus Zeugen und aus den Stubendielen, denweißen auch zum Anstreichen des Lederzeugs beimMilitär. Er wird zu dem Ende in manchen Ge-genden in kurze viereckige Stangen geformt und soin den Handel gebracht. Der durch Eisen braun-gelb gefärbte und durch andere Stoffe verunreinigteThon wird L e h m oder L e t t e n genannt, und andereArten sind der Bolus, die gelbe Erde, derOcher, Meerschaum, das Steinmark, derTripel, die Walkererde rc., wegen denen wirauf besondere Artikel verweisen.
Thonerde, essigsaure, oder essigsaureAlaunerde ist eine saure, nicht krystallisirendeFlüssigkeit, welche im Großen bereitet wird, indemman Alaun mit einem Zusatz von kohlensauremNatron durch Bleizucker zersetzt. Sie wird in derFärberei und Zeugdruckerei häufig angewendet, umdie Farben auf die Fasern des Zeugs zu befestige«,indem die darin enthaltene Essigsäure schon betmäßiger Wärme verdunstet und die Thonerde an derFaser haften bleibt. An der Luft zersetzt sie sich.
Thonerde, salzsaure.s. Chloraluminium
Thonerde, schwefelsaure, oder schwefel-saure Alaunerde wird aus einer wässerige«Lösung des Alauns erhalten, welcher durch Ammo-niak gefällt und dann in Schwefelsäure gelöst wird-Es ist ein weißes Pulver oder seidenglänzendeBlättchen, welche einen süßlichen, etwas adstnn-girenden Geschmack haben. Sie werden statt Alaungebraucht.
Thonerde, wein st ein saure, ist eine harte, lMWasser leicht lösliche Masse, die in der Färberei alsBeizmittel gebraucht und bereitet wird, indem man2 Theile Weinsteinsäure und 8 Theile Alaun mWasser auflöst.
Thonfisch, s. Thunfisch. .
Thonwaaren, gebrannte, wovon Fabnken «Berlin, Königsberg, Leipzig, Dresden, Hamburg,Wien, Prag, Wagram u. a. O. bestehen, werde« a«Thon, den man in der Masse färbt, gebrannt, oh«^daß man ihnen später eine Glasur gibt. Es wer-den aus ihnen kleine Bildsäulen, Verzierungen l"Häuser, Vasen, Ampeln in schöner, künstlerischeForm, hauptsächlich aber Oefen verfertigt. ,
Thran oder Fischthran ist das aus dem p ettder Wallfische, der Robben und mehrerer ArteFische durch Ausschmelzen gewonnene Oel, welchevielfache Anwendung, besonders zum Einschmieredes Leders in den Gerbereien, um Stiefel wWageuleder geschmeidig zu erhalten, zum Kalsaterder Schiffe, zur Bereitung von Seife, zum Brenne 'in England auch zum Heitzen der Zuckerpfa««^ 'findet. Der meiste wird aus dem Specke der W«fische, Delphine und Robben bereitet, welches m >nach dem Fange der Fische auf dem Schiffe in Stugeschnitten, in Tonnen gepackt und so mit nach Hgenommen wird, um in den Thransiedereren ageschmolzen zu werden. Zuweilen schmelzt man y