Wachsöl
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Waffen
auf die nämliche Art verfertigt werden, wie dieDiaphanbilder von Porzellan (s. Diaphan) undebenfalls an die Fenster gehängt werden. Man ver-fertigt sie in Dresden, Berlin, Limbach bei Chem-nitzrc.
Wachsöl, Oloum Oorae, ein dünnes, hell-gelbes, brenzliges Oel von unangenehmem, scharfemGeruch und Geschmack, das durch trockene Destilla-tion von gelbem Wachs mit Kalk gewonnen undzuweilen zu Einreibungen gebraucht wird.
Wachspapier, das in den Apotheken zum Ein-wickeln und zum Verbinden fettiger, flüchtiger oderleicht Feuchtigkeit anziehender Substanzen gebrauchtwird, rst feines Schreibpapier, das mit weißem odergelbem Wachs getränkt ist. Ueber das nach Art desWachstuchs zubereitete und 'zu gebrauchende Wachs-papier s. Wachstuch.
Wachsperlen nennt man die künstlichen Perlenvon Glas, die inwendig mit Perlenessenz überzogenund dann mit weißem Wachs ausgefüllt sind (s.Perlen, künstliche).
Wachsschwamm, s. Badeschwamm.
Wachsstock ist ein mit weißem oder gelbemWachs überzogener baumwollener Docht, der wieeine Kerze angezündet werden kann. Er ist in derRegel cyliuderförmig zusammengewunden; derweiße ist zuweilen äußerlich bemalt und mit auf-geklebten Blumen von gepreßtem Wachs verziert.Außerdem verfertigt man auch dünnern, verschiedent-lich gefärbten, der in Form kleiner Pyramiden,Körbchen, Tischchen und ähnlicher Spielereien zu-sammengewunden ist. Er wird in den Wachslicht-fabriken verfertigt, der gewöhnliche in Stücken vonV», 74, Vs. 1 Pfd. JC.
Wachstaffet ist dünner, seidener Tastet, der nachArt des Wachstuchs gewöhnlich auf beiden Seitenmit einem Firniß aus Leinöl, Bleiglätte, Terpentinund Copalfirniß, oder aus Leinöl, Colophonium,Mennige, Silberglätte und Terpentin bestrichen istund zu Futteralen, Ueberzügen, Regenmäntelnu. dgl. gebraucht wird. Er ist meist grün oder aufeiner Seite schwarz und auf der anderen grün, dochauch zuweilen von anderen Farben; auch gibt esdurchscheinenden, bei dessen Verfertigung der Tastetzuerst einigemale mit Mohnöl bestricken und dannmir Copalfirniß überzogen wird. Man verfertigtihn hauptsächlich in Paris und Lyon, doch auch ineinigen deutschen Wachstuchfabriken.
Wachstuch oder Wachsleinwand ist entwedereine ordinaire, locker gewebte Leinwand, oder auchein baumwollenes Gewebe, das meist auf einerSeite, zuweilen jedoch auf beiden, zuerst mit einemKleistergrunde, dann mit einem schwarzen oder far-bigen Leinölfirniß überzogen, hierauf zuweilen mar-morirt, bedruckt oder bemalt und endlich lackirt ist.Die geringe Sorte, zu der ordinaire Hedeleinwandgenommen wird und die gewöhnlich schwarz ist, wirdhauptsächlich zum Einpacken gebraucht; zu denfeineren Sorten nimmt man jetzt meist rohen Kat-tun oder auch feineren Baumwollenstoff (Wachs-musselin) und zu den Decken über polirte Tischeauch Barchent (Wachsbarchent). Auch wird zumEinpacken starkes Papier mit Firniß wie das ordi-naire Wachstuch überzogen. Zum Einpacken vonKisten u. dgl. verfertigt man, besonders in Frank-reich, auck sogenanntes fettes Wachstuch, Toileciree grasse, dessen Ueberzug aus Pech, Wachs,Terpentin, Oel rc. besteht und das, wenn es bei derAnwendung erwärmt wird, sich fest an das Holz
anlegt. Von besserem Wachstuch verfertigt mau be-sonders allerhand Tischdecken, Fußteppiche und Ta-peten, theils bedruckt mit Handformen oder mitWalzen, theils ausgemalt, die Decken und Teppicheauch abgepaßt; bei den letzteren besteht daö Musterhäufig aus kleinen Vierecken, wodurch sie das An-sehen gewirkter Teppiche erhalten. Die Wachstuch-tapeten sind oft von Papier und wie das wirklicheWachstuch gefirnißt, so daß sie abgewaschen werdenkönnen, und sie sind daher besonders für Gast - undSchenklokale zweckmäßig. Feines einfarbiges, aufbeiden Seiten gefirnißtes Wachstuch wird jetzt auchhäufig anstatt des Leders zu den Schweißfuttern inMannshüte angewendet. Im Deutschland sind diemeisten und bedeutendsten Wachstuchfabriken inLeipzig; außerdem in Berlin, Wien, Breslau, Chem-nitz, Hannover rc.
Wadmel, Watmal oder Watmann ist eingrober, ungeschorener, tuchartiger Zeug, der von denBewohnern von Island und den Färöer-Inselnaus der langen groben Wolle der dortigen Schafej gewebt wird. Auch strickt man daselbst viel Strümpfe! aus solcher Wolle, welche ebenfalls Wadmel-! st rümpfe genannt werden und die einen bedeuten-j den Ausfuhrartikel bilden, da sie besonders von den! Matrosen getragen werden.
! Währung, Geldwährung oder Münz-jWährung nennt man den in einem Lande einge-! führten Münzfuß und die Eintheilung seiner Mün-j zen, und man sagt z. B. die Geldwährung Oester-! reichs ist 45 Gulden ä 100 Kreuzer auf das Pfundfein Silber. Auch bedeutet Währung so viel alsValuta (s. d.).
Waffen theilt man in Schußwaffen, Hieb-!llnd Stichwaffen, und außerdem rechnet manauch noch die Schutz Waffen (Schild, Küraß,
! Helm rc.) hinzu. Von den letzteren sprechen wir^ nicht, da sie keine Gegenstände des Handels sind.
! Die nur für das Militair bestimmten Schußwaffen,
! Geschütze (Kanonen, Haubitzen, Mörser rc.), welche!in neuester Zeit durch das System der gezogenen! Geschütze eine vollständige Umwandlung erfahrenj haben, waren auf der Londoner Ausstellung von! 1862 von England aus mit Beiseitesetzung alles! Geheimnisses vollständig zur Schau gelegt, selbst inj Durchschnitten und die verschiedenen Systeme dieseri Geschütze, theils was die Führung des Geschosses! in den Zügen des Rohres durch eine Umhüllung^ desselben mit einem anderen Metalle, oder ohne' ein solches betrifft, theils durch die Art der Ladungvon vorn oder hinten, vollständig vertreten, wieauch die nöthige Ausrüstung zu jedem Geschütz vor-handen .war. Hauptsächlich waren Geschütze vonLancaster, Blakely, Whitworth und Armstrong vor-handen. Bei den Whitworth- Geschützen war an-gegeben, daß ein 12-Pfünder mit l s / 4 Pfd. Ladungbei 35o Erhöhung 10,000 Jard weit. oder. nahezu6 engl. Meilen schoß. Noch waren die von Kruppaus Essen ausgestellten Gußstahlkanouen sehr be-merkenswerth. Die übrigen, mit der Hand geführ-ten Schußwaffen, welche auch Fenergewehreoder Gewehre genannt werden, sind die Flinte,die Büchse und das Pistol, und diese theilen stwwieder durch ihre verschiedene Einrichtung in mehrereArten. Besonders die Flinte hat in der neuerenZeit bedeutende Verbesserungen erhalten; zuerstdurch die Erfindung der Zündhütchen und des Per-kussionsschlosses, welches jetzt überall und bei anenFeuergewehren das alte Feuerschloß völlig verdrängt