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Zweiter Band.
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Waidasche

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Walbeck

land mit Waid; er wird in Fässern von 12 und 18Nordhäuser Scheffeln versendet und auf dem Langen-«ialzer ist das Stadtwappen, 3 Thürme, die Buch-staben L. 8. und der Anfangsbuchstabe des Namensdes Fabrikanten auf dem Boden der Fässer einge-brannt. — In Böhmen wird in der Gegend vonNboch und Solnitz, in Ungarn im Banate undSlavonien etwas Waid gebaut, der von guterD-ualität ist, aber meist im Lande verbraucht wird.Der französische, welcher Vorzüge vor dem thüringi-schen hat, wird besonders im Languedoc, in derProvence, dem Elsaß und der Normandie gewonnen.Man unterscheidet daselbst zwei Sorten, nämlichBastei, von der eigentlichen Waidpflanze, undY°uede, von einer Varietät derselben, welcher ge-ringer ist. Der von der 4. und 5. Ernte wird PetitBastei genannt, und von noch späteren ErntenMarouchin. — Guter Waid muß gelblichgrün vonHarbe, ziemlich leicht sein und wenn man ihn be-nutzt, auf Papier einen hellgrünen, keinen grauenStrich geben. Er wird mir dem Alter immer besser,vom 10. Jahre an aber verliert er seine Kraft. Ambesten ist der 4jährige, welcher doppelt so viel färbtals der 2 jährige; auch ist im Allgemeinen der auswarmen Ländern besser, als der aus kalten.Waidasche oder Weedasche,s. Potasche.Wakea, Wakih, ein Gewicht in Abessinien.Wakiah, die Gewichtseinheit auf der InselZanzibar.

Walachei oder Wlachei, s. Rumänien.Walachische Weine, s. Türkische Weine.Waldakelei, Aquilegia vulgaris, eine inWäldern, Gebüschen, Hecken rc. wild wachsende undw Mehreren Varietäten auch in Gärten gezogeneperennirende Pflanze mit 2—3 Fuß hohem Stengelgroßen hellblauen Blumen mit hornarlig ge-krümmten Sporen, von der alle Theile einen be-täubenden Geruch und einen ekelhaft bitteren Ge-schmack haben. Der kleine, eirunde, dreieckige Sa-Am, Feinen Aquilegiae und zuweilen auch dieBlumenblätter, werden in der Medizin gebraucht.Waldcochenille heißt eine geringe Sorte Coche-aus St. Domiugo.

Waldeck, deutsches Fürstenthum, besteht ausc??. et ganz getrennten Theilen, dem eigentlichenFnrstenthum Waldeck und der Grafschaft Pyr->u°nt, welche zusammen 20y 2 □ Meilen undtO,000 Einw. haben. Das Hauptland, zwischenDe t r preußischen Provinz Westphalen und Kurhessen^legeu, wird im Süden von der Eder, im Nordenvon der hier entspringenden Diemel durchflossen.

, ® ist durchaus gebirgig, der Boden auf den Höhen,^sonders im Westen, steinig und dürr, daher mehrm.^tehzucht als zum Ackerbau geeignet; dagegenh V®, fruchtbare Thäler und bedeutende, faststrchgängig aus Laubholz bestehende Waldungen.$>■1 baut Getreide, Obst, Flachs rc., und zieht^rndvieh, Schafe, Schweine, Bienen, Pferde; auchwird Bergbau aus Eisen, Kupfer und Schiefer, er-Mvrge und Fischerei getrieben. AußerdemÜUd Holz, Preußel- und Heidelbeeren, Wolle, Mar-m??' Kalk, Mühlsteine, Goldsand tti der Eder undcv^?^ralquellen als Produkte zu erwähnen. Die^bsrstrie ist nicht bedeutend und beschränkt sich aufe Verfertigung von Leinwand, etwas Tuch, Eisen-ftvirf* 611 ' uu ^ Papier, auf Garnspinnerei, Strumpf-D c i'„ Branntweinbrennerei, Rübenzucker rc. —m"® Fürstenthum Pyrmont, welches zwischen!"pk, Hannover, Braunfchweig und Westphalen!

liegt, besteht hauptsächlich aus einem schönen, vonwaldreichen Bergen umgebenen und von der Em-mer durchstoßenen Thale, dessen wichtigsten Er-werbszweig die Mineralquellen bilden und dasaußerdem besonders Salz und Holz producirt; auchwird starke Strumpfstrickerei getrieben. — Die be-deutendsten Städte sind: Arolsen, y 2 Stundevon der Aar, Hauptstadt mit 2500 Einw., Wollen-weberei, Gerberei, Tabak- und Likörfabrikation.Korb ach, 2500 Einw., treibt etwas Wollen-weberei. Niederwildungen, 1 900 Einw., mitGesundbrunnen. Pyrmont a. d. Emmer, mit3000 Einw. und berühmten! Gesundbrunnen.

Geldwährung wie Preußen, s. d.

Münzen wie Preußen, nur werden keinehalben Silbergroschen und in Kupfer nur 3-und1 Pfennigstücke geprägt. — Früher prägte man inSilber hauptsächlich Stücke zu 7s Thlr. im 14Tha-lsrfuß, ferner Stücke zu % und y* Thlr., sowieSpeciesthaler zu 17s Thlr. Conv. M., wie ehemalsin Sachsen, und Kronenthaler, letztere 868 , 05 « Tau-sendth. fein im Durchschnittswerthe von 1 Thlr.16 Sgr. 1 Pf. preußisch.

P a p i e r g e l d. In Folge des Gesetzes vom 13. No-vember 1854 sind für 350,000 Thlr. 1 Thlr.- und10 Thlr. Cassenscheine ausgegeben; durch das Ge-setz vom 24. Januar 1863 ist der Betrag der Cassen-schcine auf 150,000 Thlr. beschränkt. Zur Sicherungdieser Scheine sind bei der Staatsschulden-Verwal-tuug deponirt: a. 105,000 in prenß. 472 "/» Obli-gationen ; 1). 45,000 in Waldeck. 4% Rentenbriesen.Die Staatscasse zu Arolsen löst die Cassenscheinejeder Zeit gegen Silber ein.

Staatspapiere. Zur Consolidiruug derfrüher kündbaren Staatsschulden wurde auf Grunddes Gesetzes vom 14. October 1854 eine 4y 2 °/<,Anleihe von 850,000 Thlr. in Staats-Obligationenau porteur ä 100, 500 und 1000 Thlr. emittirt.Die Zinscoupons sind halbjährig (am 1. Mai und1. Novbr.) fällig. Die Schuld wird jetzt.mit y 2 %amortisirt. Nest der* Schuld 829,300 Thlr. Eine1851 mit 50,000 Thlr. aufgenommene Anleihe zu50/0 wird seit 1861 mit jährlich 5000 Thlr. amor-tisirt. Rest 30.000 Thlr. Das Fürstenthum Pyr-mont hat auf Grund des Ges. vom 21. Aug. 1860behufs Consolidiruug seiner kündbaren Landesschul-den eine 47 - 2 "/» Anleihe von 100,000 Thlr. aufge-nommen. Bon 1866 ab wird dieselbe mit 7 2 %amortisirt. Die Zinscoupons sind halbjährig(1. Mai und 1. Novbr.) zahlbar. Im Jahre 1835wurde vom Domanium behufs Tilgung einer Schuldan Kurhessen bei M. A. v. Rothschild und <L>öhnezn Frankfurt a. M. eine 4% Kammer-Anleihe von700,000 Thlr. C. M. aufgenonnnen. Seit 1846wird dieselbe amortisirt. Rückständig sind noch405,000 Thlr. C. M.

Wechselrecht ist die Allgemeine deutsche Wechsel-ordnung.

Handelsrecht, s. Deutschland. — DasAllgemeine deutsche Handelsgesetzbuch ist seit 10. Fe-bruar 1862 eingeführt.

Maße und Gewichte. — Längenmaß. DreElle hat 2 Fuß ü. 12 Zoll und ist = 0, 6847 Meter.— Getreidemaß ist der preußische Scheffel (s.Preußen) zu 4 Spind ä 4 Metzen. — Flüssig-keitsmaß. Die Ohm hat 16% Eimer zu 6 Maßund die letztere ist ----- 1, 4282 Liter; die Ohm wirdgewöhnlich der Frankfurter gleich gerechnet. — Ge-wicht wie Preußen (s. d.). — Im Fürstenthum