Waschbär
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Wasserfmchel
auf London.
„ Petersburg und Moskau
„ Paris.
„ Wien.
für 1 Psd. Sterl.
„ 100 Rub. daselbst.
„ 300 Franken.
„ 150 Fl. Banknoten.
in Rubeln und Kopekenzahlbar in polnischenBanknoten.
Wechsel-Commission 1 / s bis Va%f Courtage gewöhnlich 1 Promille, auch VgO/».
Geldcourse werden, ausgenommen diejenigenfür russische Halbimperialen (für 1 Stück), seltennotirt.
Banken u. H andelsanstalten. Es befindetsich hier die Nationalbank von Polen, eine imJahre 1828 gegründete Staatsanstalt, welche dieBestimmung hat, die Staatsschuld des Königreichsabzutragen. Ihre Operationen bestehen daher: inder Tilgung der polnischen Staatsschulden, wobeisie als Schatzmeister der Regierung erscheint; in derAnnahme von Depositen und von Kapitalien auflaufende Rechnung und zur Verzinsung in Summenvls 3 Rubel herab; in der Gewährung von Darlehnan die Generaldirektion des landschaftlichen Kredit-dereins, an Fabrik- u. a. Jndustrieanstalten und auPrivaten gegen Unterpfand; in dem Kauf und Ver-kauf von Staatspapieren und Wechseln; in Unter-uehmungen, welche die Entwickelung des Kredits,des Handels und der Industrie bezwecken, und inAusgabe von Banknoten zu 1, 3, 5, 10, 25, 50 undk00 Rubeln bis zur Höhe des Stammkapitals derBank, welches 8 Mill. Rubel beträgt. — Außerdembefindet sich in Warschau der landschaftliche Kredit-berein des Königreichs Polen, eine aus den bethei-ugten Gutsbesitzern bestehende Gesellschaft, welcheden Zweck hat, die ländlichen Grundstücksbesitzerdurch Darlehn und durch Hebung der Laudwirth-Ichaft zu unterstützen, und Pfandbriefe ausgibtf)-Polen); ferner die kaiserliche Regierungs-Ver-sicherungsaustalt gegen Feuers- und Stromgefahrbon Waaren u. a. beweglichen Gegenständen auf derWeichsel und den übrigen schiffbaren Flüssen desLandes; eine Eisenbahngesellschaft, 2 Versicherungs-^sellschaften, eine Sparkasse, Münzstätte, Börse,“ Messen, auch wird ein Wollmarkt abgehalten.
Rechnungsart, Münzen, Maße und Ge-wlchte,s.P?len.
^Waschbär, Rakun, Coati, Schupp oder^chuppenthier, Ilrsus oder Proeyon Lo-eine im mittlen Nordamerika lebende, auch zu-'beilen als Hausthier gehaltene Bärenart von derprotze eines Dachses, dessen Haar an der Wurzel?sihgrau, in der Mitte weißlich und an der SpitzeIchwarz ist. Zwischen den laugen Haaren hat er eine^b;e, weiche, bräunlichgraue Wolle. Die Felle,^Ache gewöhnlich Schuppenfelle, in EnglandDevons genannt werden, kommen in bedeutender? .enge aus Canada und den Ländern der Hudfons-ar,. unp werden zu Unterfuttern, Verbrämungen,puffen rc. verarbeitet. Eine andere Art Schuppen-kommt von dem südamerikanischen^chupp^ Pope oder Krebsfresser, Proeyon'-aucrivorus, der auf dem Rücken dunkel gelblich-am Bauche weißlich, der Kopf schwarz undgeringelt^ist.
>,'—.>s«mo,uoe gesarvte L-tarke, womu man »zeugennne unhaltbare und durch das Waschen wieder ver-nbwindende Farbe gibt und die man auch zum Fär-von Conditorerwaaren braucht. Man hat na-Entlich Waschblau oder Neublau, Wasch-
gelb, Wasch grün, Wasch roth oder Neuroth(s. die folg. Art ).
Waschgelb, ein aus Stärke und einem Absudevon Kurkume, Gelbbeeren rc. bereitete gelbe Farbe.
Waschgrün, auch Neugrün, besteht ebenfallsaus Stärke, die mit einer Pflanzenbrühe grün ge-färbt ist. Das sächsische oder Hain er Grün isteine Art derselben.
Waschkraut, s Seifenkraut.
Waschleder, s. Leder. s
Waschroth, s. Neuroth.
Waschschwämme, s. Bad schwämme.
Waschtinktur oder flüssiges Waschblaunennt man eine Auflösung von blauem Karmin inWasser , oder eine Mischung von blausaurem Kaliund Eisenvitriolauflösung, die zum Bläuen derWäsche benutzt wird.
Wäschers oder Washwites nennt man in Eng-land eine Art ordinairer Tuche, die besonders in denGrafschaften Aork und Lancaster verfertigt werden.
Wasserampfer oder Roßampfer, Rumexaquaticus, eine au Gräben und stehenden Ge-wässern wachsende perennirende Pflanze von 5—6Fuß Höhe, mit dicker, außen schwarzer, inwendiggelber Wurzel von bitterem, zusammenziehendemGeschmack und herzeirunden, spitzigen Blättern. DieWurzel und das Kraut werden unter dem NamenRadix und Herba britannica, die erstere auchWasserrhabarber genannt, zuweilen, besondersin England, in der Medizin gebraucht. Die Wur-zel des Riesenampfers, Rumex hjrdrola-j pathum, welcher an denselben Orten wächst und> die gleiche Wirkung hat wie die vorige, wird oft' damit verwechselt.
| Wasserblei , Molybdänglanz oder Schw e-ifelmolybdän ist ein aus 60 Theilen Molybdän! und 40 Theilen Schwefel bestehendes, unschmelz-bares, abfärbendes, etwas biegsames Mineral vonj bleigrauer, ins Silberweiße fallender Farbe, dasj viel Aehnlichkeit mit dem Graphit hat und aus demj man auch zuweilen ganz geringe Bleistifte verfertigt.
I Hauptsächlich aber benutzt man es zum Poliren des1 Stahls, zum Lasiren des Messings und zur Be-1 reitung des Molybdänblau, wie bei der Photogra-! phie. Es findet sich an einigen Orten, doch nicht! häufig, in Sachsen, Böhmen, Schwaben, Amerika rc.,i in blätterigen, krystallinischen Massen.
Wasserbleioker, s. Molybdän.
! Wassereppich, s. Sellerie.
! Wafferfenchel, Roßfenchel oder Pferde-
z saat, Leinen Poeniouliaquati ei oder Pbol-
!iandriiaqnatiei, der länglich eiförmige, grün-gelbe oder bräunliche, gestreifte Samen emer in' stehenden Gewässern wachsenden Doldenpflanzej Pbollandrium aquaticum oder Oenanthe Phellan-driurn. Er hat einen eigenthümlichen unangeneh-men, dumpfigen Geruch und einen scharf aroma-tischen, widerlichen Geschmack, und wird gegenBrustkrankbeiten und auch als Thierarznei gebraucht.Auch kann man ein bräunlichgelbes, starkriechendes,
, ätherisches Oel daraus gewinnen, das aber nicht' angewendet wird.