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Esche.
Das Schlagerlohn, Schneiden und Fortschaffen kam noch auf 250Gulden. Fünf Menschen mußten 5 Wochen lang daran arbeiten,bis er gänzlich eingeschifft war. Er muß dem Käufer einen hüb-schen Gewinn abgeworfen haben, da er von den 7 Stammblöckenallein über 800 Gulden gelöst haben soll. (Journal ü'a^ric. liesI'sze-Las, Sevlbr. 1823). Die Esche gehört zu den Holzarten,welche von großem, ökonomischem Nutzen sind, eignet sich ganz vor-züglich zu Schirrarbeitcn jeder Art, wegen seines schön geädertenAussebens wird es auch zu Meublcs verarbeitet. Ferner liefert esSchachteln-, Sieb- und Reifenholz. Das specifische Gewicht desHolzes ist nach Hartiq vom frischen 0,892, vom dürren 0,636. DieHeizkraft nach demselben vom Stammholze 1007, vom Stangenholze1006. Die Asche des Holzes enthält viel Potasche, das Holz giebtaber wenig Kohle.
Die Rinde dient zum Gerben, auch ist sie ein Surrogat derChinarinde.
Das Laub besteht (nach Sprengel): Wasser 58,0. In 100Theilen lufttrockenen Laubes sind enthalten ausziehbare Theile:
. . , (überhaupt — — 39,390.
durch Wasser — — Spur.
r Aetzkali — — — — 42.239.
» Alkohol an Harz und Wachs 1,707.
Pflanzenfaser — — — — 16,664.
Nahrhafte Bestandtheile überhaupt 81,6 Procent. Aschengehalt6,226. Bestandtheile der Asche:
Kali — — —
Natron —Kalkerde —Bittererde —Tbonerde —Kieselerde —Eisenoxyd —ManganoxydChlor — —SchwefelsäurePhosphorsäure
1,384.
0,160.
3,134.
0,396.
0,008.
0,156.
0,005.
0,004.
0,245.
0,317.
0.414.
Das Laub hat man neuerlich sehr als Viehfutter gepriesen. Inden nördlichen Theilen von Lancashire (in England) ist dasselbe ander Tagesordnung, wenn das Gras auf die Neige geht. Der Fran-zose Framoz, welcher sich mit vielfachen Untersuchungen über die An-pflanzung und Benutzung der gemeinen Esche beschäftigte, hat gefun-den, daß die Fütterung ihrer Blätter an Kühen besondern Einflußauf die Beschaffenheit der Milch äußere. Es wurde deshalb eineCommission ernannt, um die Resultate zu prüfen, die er erhalten zuhaben behauptete, und diese hat wirklich bestätigt gefunden: 1) daßdie Milch der Kühe, denen man Esckenblättcr zu fressen giebt, reich-licher und dabei eben so schön weiß ist als bei anderm Futter; 2)daß die Butter von solcher Milch weit konsistenter, von einer weit