Mittlere Geschichte.
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des Continents in vieler Beziehung vor waren, beweisen schon ihre häufigenMissionen zur Bekehrung nach Deutschland.
Wie Carl den Gartenbau beförderte und selbst die Pflanzen, GemüseMedizinalpflanzen und Obstsorten angab, die man in seinen Hosgütern Pflegensolle, ist bekannt genug. Kraut und Rüben blieben dennoch noch langedie ständigen Gartenpflanzen der älteren Zeit und nur spärlich sproßte etwasThymian, Absynth, Raute, Salbei und der „bäurische" Rosmarin neben Abro-tonon, Lilien und Rosen. Kräftiger noch hoben sich die Pomarien oder Obst-gärten, und Kirschen, Welschnüsse, Aepfel und Birnen gehören schon im drei-zehnten und vierzehnten Jahrhundert zu den häufigsten Obstbäumen des Landes.Meist waren sie zehentfrei.
Wie sehr doch ließ sich der große Carl den Weinbau angelegen sein!Und um wie viel mehr noch die Mönche und geistlichen Genossenschaften über-voll! In Brandenburg und um Meißen, um Göttingen und in der Lausitzucffen wir Weinbau vollauf in alter Zeit und was auch das Produkt war,Wein hieß die Losung für damals. Baute ja selbst Britannien dazumal Weinund nicht wenig! (Olonoester) und das erste Weinland Europas, Frankreich,das noch zu Strabos Zeit an den Cevennen seine Weingränze hatte, kennt zuJulians Zeit Wein um Paris, und Gregor von Tours nennt schon Burgunder,Wein von Auvergne, Langres, Reimes und von der Champagne. Von dort-her und vom Rhein ließ sich auch Carl seine Reben schicken, um sie mainauf-wärts zu verpflanzen. Eigene Weinbereiter (Kieeratoros) mußten ihn mitHonig, Beeren und Gewürzen versüßen. Es entstand der Clarct und die Gildeder Weiisichröter zu Mainz (1300). Weiße, rothe, fränkische, hunnische, elsaffcr,und Landweine sind die gewöhnlichsten Weinsorten für damals.
So lange wir von haltbarem, durch Hopfenznsatz gewürztem und in Kellernlängere Zeit aufbewahrtem Biere Nichts hören, nehmen wir jene alten Nach-richten von Gersten- und Malzausgüssen für Bier nicht an. Was man inGermanien zuerst unter Bier (Beere) verstand, ist bloß gegohrener Aufgußniemals gewesen. Hopfen aber kannten schon Celten und Germanen in ihrerUrzeit (Reynier) und daß ihn erstere schon im neunten Jahrhundert demBier zusetzten, letztere ihn aber eben dazu im elften Jahrhundert schon umThüringen und bald darauf in Brandenburg bauten, ist gewiß. Von Deutsch-land wanderte sein Gebrauch in die Niederlande (im vierzehnten Jahrhundert)und von da im fünfzehnten Jahrhundert nach England, wo er sich jetzt erstuüt Schwierigkeit Anerkennung errang.
Malz (braxo) aus Haber, Gerste und Roggen wurde von den Weibernzuerst bereitet und als Abgabe an die Herrschaft geliefert. Zuerst braute Je-dermann sich seinen Bedarf, erst die Städter zogen das Recht für ihren Stadt-bann und »ach Meilenrccht an sich — die Herren, d. i. die Freien in denStädten, daher Brau Herren und Brau knechte!
Wiesen und Weiden sind nun immer mehr geschieden. Beide warennatürlich in jenen Zeiten reicher atmosphärischer Feuchtigkeit noch sehr ertrag-reich. Die Wiesen werden vom Frühling bis Herbst gesetzmäßig gehegt, nach-her erst traten sie mit Stoppeln und Feldern in die Gemeindeweide ein. Imdreizehnten und vierzehnten Jahrhundert schon ist die Rede von zweischürigenWiesen (Grumat, Oemat) und selbst von Wiesenbewässerung, die freilich nochwohl sehr kunstlos war.
Von den dazumal so wichtigen Weiden müssen unterschieden werden Ge-meindeweiden, welche die Landeigner ihren Mancipien anwiesen, als sie ihDich von dem jener getrennt weiden wollten und daher eigenthümliche Weiden