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Mittlere Geschichte. 45
der Zeit, zumal seit der Mitte des 18ten Jahrhunderts, auszuscheiden und dannder dazu gehörigen Literatur zu gedenken, ohne indessen der Hauptsache, d. h.jener klassischen Werke zu vergessen, welche wie Bekmann, Reichart, v. Münch-Hausen, Luders, Gleditsch, Gerinershausen, v. Justi, Maier, Leonhard, Riem,Zink rc. mehr den GcsammtkreiS landwirthschastlichcn Wissens zu erweiternstrebten und nicht bloß an einzelnen Streitpunkten allein hängen blieben.
Hauptfragen für diese Periode waren: 1) die Frage über Seicht-vder Tiefpflügen, 2) über Fruchtwechsel, 3) Brachanbau und Einführung künst-licher Futterkräuter; 4> den Werth der großen und kleinen Güter; 5) überFrohncn und Leibeigenschaft; 6) Aushebung der Gemeinheiten; 7) das Verhaltender Landwirthichast zur Industrie und gegenseitig.
Alles, wie man sieht, Lebensfragen unseres Gedeihens und dazumal wie
noch jetzt meist gleich in den Vordergrund gedrängt, doch heutzutage schon mehrentschieden! ^
Als besondere Reformatoren bezüglieb der ersten Frage trat Ernst L Li-der s, einer der gediegensten Schriftsteller dieser Periode auf und huldigtegegen Wolf dem Flachpflügen, ohne freilich Klima, Boden, Saatkorn undviele Oertlichkeiten zur Distinktion zuzulassen. Auch sonst war Lüders mit denwerthvollsten Untersuchungen aus dem Gebiete der Landwirthschast beschäftigt(Von 1762 an).
Kretschmar hatte, um besser tief Pflügen zu können, sein System mitdem doppelfurchigen Pfluge (Rigolpflug) bereits 1748 aufgestellt und trat inseiner Reformation nicht minder entschieden, wie um dieselbe Zeit in EnglandEllis auf (bis 1761). Neumanns und Springers gleichzeitige und oftunüberlegte Angriffe auf die alt hergebrachte Praxis des' Landbaues erregtennicht minder den Zorn der konservativen, wie in neuerer Zeit noch in ähn-lichen Fällen geschieht. Dem Tiefpflügen huldigte auch Reichart, der ersteDeutsche, dem wir eine gesunde Idee des Fruchtwechsels verdanken.
M.t Unrecht maßen sich einzelne Nationen diese Entdeckung an, denn esist gewiß, daß an jenem Glanzpunkte landwirthschaftlichen Fortschrittes, in derfruchtbaren Umgebung volkreicher Städte, wie in Flandern und Brabant, wieum Erfurt, Bamberg und Nürnberg rc. jene Kulturmethode längst befolgt war,ehe die Theorie sich ihrer Entwicklung bemächtigte. Reichart nimmt den Frucht-wechsel schon lange um Erfurt als üblich an und sagt in seinem Land- undGartenschatz 1750 S. 44. ausdrücklich und klar: „daß eine jede Frucht oderGewächs nur diejenigen Salia oder Säfte und Bestandtheile aus der Erdesauget, welche zu ihrer Natur und Wesen erfordert werden, hingegen die übri-gen Kräfte, welche zum Wachsthum anderer Früchte und Gewächse erfordertwerden, zurückläßt." Abgesehen von seinem einseitigen Vorschlage „von der18jährigen Nutzung der Aecker ohne Brache" hat er dennoch selbst schon einetheoretische Begründung des Fruchtwechsels gegeben, unbekannt mit allen derar-tigen englischen Entdeckungen. Der römischen desfallstgen Ideen ward schongedacht.
Außer dem Fruchtwechsel ward auch nun die uralte Koppelwirthschaftals verbessertes System vorgeschlagen (Preisschrift v. 1793), noch mehr aberund mit Erfolg die leere Brache bekämpft; daß die Tull'schcn Ansichten vomDrillbau in Deutschland nun auch Eingang fanden, läßt sich erwarten; „dochaber war damals die Nachahmung der Engländer durch deutsche Landwirthschaftuoch keineswegs eine so planlos blinde geworden, wie im Ansang des nächstenJahrhunderts."
Schubart v. Kleefeld trat insbesondere als Verfechter des Kleebaues