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Neueste Geschichte. ^
>, viel von Volksgefühl, Gemeingeist, Gemeinsinn, deutschem Vereinsleben, vonVolkserziehung und Jugendgeist mit philosophischen Katzennebeln -- kurz vonr solchen Dingen die Rede, welche in einer gewissen Periode die ständigen und
a unpraktischen Redensarten einer gewissen Coterie waren und die uns sehr wohl
bekannt find, — aber über das Wichtigste, was wir für die Geschichte brauch-
- ten, wird man in Ungewißheit gelassen. ^ ^
e Wie in Eldcna ist auch in Jena das landwirthschaftliche Institut mit der
- Universität in Verbindung und die Mitglieder der Anstalt haben in Folge ihrerJmmatrienlation bei der Universität die Rechte und Pflichten der Studenten.
-- Es ist Privatinstitut, weil es der Director auf eigene Kosten errichtet hat und
d erhält. Reichere Lehrmittel und ein besonderer Geist des akademischen Lebens
t. sollen durch diese Verbindung mit der Universität den Jnstitutisten erwach, en.
st Als Vorlesungen werden genannt : Aodogetik oder Methodik des akademischen
Studiums — als die w ich tigste aller Wissenschaften für die Akademisten! —e geistige Menschenlehre allgemeine Rechts-- und Staatslehre und andere Zweige-- der Philosophie Geschichte der deutschen Literatur, positive Rechtswissen,chaft,Naturwissenschaft, Reiten, Fechten, Turnen, Exerciren, Völligsten, Schwim-
- wen rc. — Attribute wie gewöhnlich. ^ .
st Es werden als Grundsätze, von denen die Lehrer der Akademie beun
d Unterricht geleitet werden sollen, ausgestellt: die Allscitigkcit, die Anleitung zurSelbstthätigkeit, die Forderung des Gemeingeistes, — wenn man aber Leite^6 liest, daß der Director der Anstalt allein 16 Kollegien gibt und em,otra-r tisches Conversatorium nebst Privatis und Privatisfimis! so muß man m der
> That an der vierten Forderung: dem Prinzip des beso n n enen Fortschrittes zwer-
r sein oder aber denselben eher für bedächtig halten! — Indessen hört wohl
e auch in Jena der Michel noch auf andere Dinge, als die leidige Philosophie,
l- Als Lehrer der Anstalt wirken noch vorzüglich Langethal und Schund.
6 Die Zahl der Jnstitutsmitglicder (Cameralisten, Forst- und Landwirthe)
war von 1826 bis 1834 und von 1839 bis 1843 (von 34—39 bestand kern
Institut), also in 12 Jahren, 211, somit per Jahr 17 Köpfe, die vorwiegend
s Landwirthe waren (Schulze's deutsche Blätter.) Die Frequenz ,oll sich neuer-r sich sehr gehoben haben.
Für die Theilnahme am landwirthschastlichcn Institut, besonders für denBesuch der Kollegien daselbst und Benützung der Attribute werden im st Se-mester 48 Thaler, im Ist Sem. 48 Thlr., 'im III. Sem. 36 Thlr. und unSem. 6 Thlr. bezahlt, — in Summa 138 Thaler. Vorlesungen an derUniversität werden besonders honorirt. Außerdem gibt es noch Privatvor-"llingen gegen Beleggcld für den Famnlns und besondere Prwati„ima. —Schulze berechnet in einem Beispiele die Unkosten eines Jnstitutisten per erstesJahr mit 476 fl. rhn., im zweiten Jahre mit 388 st.
Ais Bedingung zur Aufnahme werden gesetzt solche Schulkenntmsse, welcheZUM Verstehen wissenschaftlicher Verträge in deutscher Sprache erforderlich M,°Me förmliche Prüfung hat jedoch der Eintretende nicht zu bestehen. Daßauch Viele an der Anstalt Theil nehmen, ohne die gehörige Lchulbildnng mit-zubringen, sie aber durch Privatunterricht noch nachholen, wird erwähntester werden selbst gern aufgenommen (st o- S. 82.) Jene, welche nun von dem
r Director recipirt sind, werden von ihm mit einem Ausnahmsscheine vergehen, der
r die Stelle eines Maturitäts- und Dispensationsscheincs vertritt und bei dessen
n Präsentation die Immatrikulation geschieht, worauf dann die Mitglieder des
d Instituts alle Rechte und Verbindlichkeiten der akademischen Bürger — wie
i. Man sieht, etwas wohlfeil — überkommen haben. Moral und Fleiß werden