Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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wahrscheinlich, daß der größte Theil des metallischen Anflugs Gold ge-wesen seye, welches das Quecksilber, mit dem es durch das Leder gegan-gen seyn mag, in diesem Grade der Hitze nicht hatte fahren lassen.Woher aber ist der gelbe Anflug, und der rothe Sublimat entstanden?Zinnober kann dieser nicht seyn, da sich nicht gläubcn laßt, daß Schwe-fel, wenn doch eine Spuhr davon in unserem Mineral vorhanden wä-re, mit dem Quecksilber durch das Leder hätte gehen können. In de-stillirten Essig, in welchem ich das übergegangene Quecksilber kochte,wurde der Schwefel aus der Schwefelleber braun niedergeschlagen.

rs Ich vermengte einen Theil unsers ausgeschmolzenen Mine-rals (4. ».) mit zween Theilen reinen Schwefel. Nach einem starkenGlühefcuer, welchem - das Gemenge in einem gläsernen Sublimirgefässeausgesetzt wurde, fand sich am Boden desselben eine wohl vereinigte, mitSchwefel überladene, im Bruche strahliche Masse, die zum Theile miteiner rothgelben oder orangefarben Schwefelrinde bedeckt war. EinTheil des Schwefels war in seiner gewöhnlichen gelben Farbe aufsubli-mirt, und nur an der Oberfläche ein wenig röthlich angeschmauchet.Dieser sowohl, als die vrangefarbe Schwef.lrinde, welche die gemengtemetallische Masse bedeckte, gab auf glühenden Kohlen keinen deutlichenGeruch von Arsenik, dessen Gegenwart sich jedoch, obwohlen eine sehrgeringe Menge, durch die beschriebene Farbe, und den bey dem ratenVersuche verspürten Geruch erweiset.

r6 Aus einem Theile des ausgeschmolzenen Minerals (4. s.)mit 4 Theile reinen Schwefel in einem Tiegel zusammgeschmolzen, erhieltich eine vollkommen vereinigte metallische Masse, welche im Bruchestrahlig, und dem feinftrahligen festen Spieglase beinahe völlig ähnlichwar.

17 Nun vermengte ich z. Loth rohes reines Mineral mit 8.Loth ätzenden Quecksilbersublimat; setzte es in einer gläsernen Retorte,welcher eine Vorlage angekleistert ward, in die Sandkapelle, verstärk-te gradeweis das Feuer bis zum Glühen der Retorte, und erhielt hte-mit folgende Produkte:

s. Am Grunde der Retorte war eine metallische reingefchmol--ene Masse, an der Farbe und dem inneren blätterigen

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