Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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Gewebe dem ausgeschmolzcnen Mineral (5.) vollkommengleich. Sie hatte eine polirt glänzende Oberfläche, welchein verschiedene meist rhomboidalische Flächen zusammgezogen,zum Theile mit einem dünnen graugrünlichen erdartigen An-finge angeschmauchet, und an einigen Stellen pfauenschwei-fig gefärbt war. Sie wog 2. Loth i. Quinte! 10. Grau.Vor dem Löthrohre verhielt sich diese Masse wie das roheMineral (2.), nur schien sie etwas wenig zu rauchen, undder Korn bekam beim Erkalten eine Oberfläche, die in vieleDreiecke zusammgezogen war, deren Spitze gegen den Mit-telpunkt zusamm, und gegen den Umkreis auseinander lie-fen. Die Streifgen, welche diese Dreyecke bildeten, schienenwieder aus kleineren Querstteifgen zusammgesetzt zu seyn.

b. Am Bauche, und bis z. Querfingerbreit unter dem HalSder Retorte hatten sich kleine und größere metallische festeTropfen oder Körner, bis zur Größe eiuer Erbse, zerstreutangelegt, auch den unteren Rand eines gelben Sublimats(c.) eingefasset. Sie gliechen an Farbe, und Glanz derunteren am Boden verbliebenen Masse (a ); verhielten sichauch vor dem Löthrohre eben so .wie diese, nur wurde dieOberfläche des Korns nicht figurirt, sondern glat und matbleyfärbig, wie sich solche bei dem rohen Mineral (2.) zuzeigen pfleget. Diese Tropfen, soviel möglich rein gesammeltwogen 25. Gran.

c. Drey Querfingerbreit unter dem Halse der Retorte hattesich ein ziemlich fester schwefelgelber Sublimat angelegt, dergegen den Hals zu bei einer Linie dick, im Bruche strahligkrystallinisch war, und 2. Loth r. Quinte! 5. Gran wog.Vor dem Löthrohre schmolz dieser Sublimat leicht, rauch-te stark mit Dämpfen von Salzsäure, und verflog bis aufeinen kleinen Korn, der sich kaum in ftine metallische Gestaltreducirt hatte, als er mit starkem Deflagriren, und denbei der BehaMung des Minerals vor dem Löthrohre über-haupt gewöhnlichen Erscheinungen davon gieng.

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