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nnd belästigte deswegen die Landschaft mit vielen Auflagen, ver-kalkte auch derselben den jährlich abzuführen gehabten Zins umiz2i2. Kavserl. Pfund, und bekam gedachter l-uclovicu« irioius1494. nach Absterben des ^olirmnk Ozlecrtü das Herzogthumselbst, ward aber 1499. von den Franzosen aus selbigem ver-trieben, da seine Völker sich etwas Zeit in l'irano darwider ge-setzt , aber auch solchen Ort übergeben müssen; doch mußten chieFranzosen nach einem Besitz von s. Monaten nebst dein Herzog-thun: auch das Velclin ihine wieder abwetten, da er aus Deutsch-land mit einigen Hilfs - Völkern darin angelangt, und von denEinwohnern mit vieler: Freuden empfangen worden, des folgen-den Jahrs aber ward er von den Franzosen gefangen, und kamalso irebst dem Herzogthum auch das Veltlin wiederum in derFranzosen Gewalt, welche es auch bis 1512. ingehabt, undsOO. Oalconier unter einen: Namens jUglberbe in Tirziio undkonte gelegt gehabt, welche aber die Landschaft mit EinforderungVieler eontribmwnen, Unsicherheit der durchreisenden und durch-führenden Wahren und andern Gewaltthätigkeiten empfindlichbeschwehret haben. In diesem Jahr wurden die Graubündnerauch vor: Pabst ^ulio II. wider die Franzosen ausgemahnet, undliessen sich darzu desto ehender aufwecken, und sonderlich auch indieser Landschaft einzufallen, weilen ihnen der Widerwillen derEinwohnern gegen die Französische tyrannische Regierung bekant,und sie an den König noch viel Ansprachen von ausstehendenSolden gehabt: aller z. Bündten und auch des Bischofs vonEhur Völker ruckten auch in dein ^umo dieses Jahrs in das Velt-lin ein, lind ward selbiges in 2. Tagen dt-rauf von den Frarpzosen verlassen, so daß der meiste Theil der Einwohnern, jedochder meiste Theil des Adels mit Widerwillen; schon den 27. ^unijzu l'eAlio ihnen die Huldigung'geleistet, und sie folgends daherdie Schlösser von ^irgixi, Trilivio §cc. geschleisset;
mit was Bedingen aber solche Uebergab und Huldigung gesche^her:, sind die Bericht unterscheiden, indem die Graubülidnerischedargegeben, daß sie sich als Unterthanen ergeben, ihnen aberschöne Freyheilen zugestanden worden seyen; einige Bettlmischeaber, daß sie die Graubündner' zu ihrem Schutz angenommen,und diese sie für als Verbündete angesehen, auch nebst Bestätigung
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