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Geschichte einer konstitutionellen Monarchie : oder Geschichte Frankreichs unter Louis Philipp b.i. 1830-1848 : nach den besten Werken und authentischen Aktenstücken / dargestellt von Simon Kaiser
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XI
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als vom Ankauf von Aktien, ohne sie zu zahlen, von Dividen-den, Zinsen und Millionen. Aktionäre für die Ausbeutungirgend einer eingebildeten Unternehmung werben, mit einerfalschen Erfindung die Menschen zum Besten halten; dashieß man Ideen haben." Dieß wurde für Frankreich und dieRegierung um so bedeutungsvoller, als daran der Sozialismus,der schon früher in einzelnen Erscheinungen aufgetreten und inder Revolution von 1848 bereits als Macht sich zeigte, seinenAnlauf nehmen und sich entwickeln konnte.

Dieser Zeitabschnitt ist aber auch wichtig für Deutschland,weil mit 1830 dort die konstitutionellen Bewegungen ihre Rechtezu erwerben suchten und sie wirklich für eine Zeit lang aucherrangen, für eine Zeit, die gerade so lange dauerte, als inFrankreich die Herrschaft des Konstitutionalismus.

Er ist für die Schweiz wichtig, nicht nur, weil in dieZeit von 18301848 ihre Erhebung und Entwicklung fallt,sondern auch wegen der einzelnen Züge, die sich in der Par-teigestaltung zeigten, in der Aehnlichkeit zwischen den Doktrinärsund den sg. Dreißigern, in der Uebereinstimmung der Reformistenmit dem Radikalismus, und selbst in Kleinigkeiten der Ver-waltung.

Er ist im Allgemeinen für alle sg. konstitutionellen Länderwichtig, indem er uns den nothwendigen Kampf zwischen demKönigthum und der Volksherrschast vor Augen führt, bei demdie letztem das allgemeine Stimmrecht zu erwerben und dannals Republik zu siegen sucht. Er ist wichtig dadurch für dieGeschichte des Parlamentarismus, besonders in konstitutionellenMonarchien, und für die Geschichte des Liberalismus in denRepubliken. Auch dieser muß seine Entwicklungsstufen durch-