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Geschichte einer konstitutionellen Monarchie : oder Geschichte Frankreichs unter Louis Philipp b.i. 1830-1848 : nach den besten Werken und authentischen Aktenstücken / dargestellt von Simon Kaiser
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Bedingungen der Freiheit Genüge zu leisten. Frankreich ist nochder Meister seines Geschickes, jede Entmuthigung, ein jeder unsin-nige Zorn wäre eine Unbill für selbes. Es sei mir daher erlaubt,die Erinnerungen an unsere Revolution vom Juli wach zu rufen,an diese neue und, wie ich hoffe, beständige Verherrlichung derVolkssouveränetät, und auszurufen: Es lebe die Juli-Revolution!"Nicht minder praktisch war Pagnerre, der ihm folgte in den Wor-ten:Wenden wir uns an die Mehrheit der Nation; gebrau-chen wir alle rechtmäßigen Mittel, welche das Gesetz uns gewährt,sie sind mächtig genug, wenn wir ste zu benutzen verstehen. UnsreAnstrengungen müssen anhaltend, kräftig, hartnäckig sein; es darfkeinen Tag Ruhe, keinen Tag Entmuthigung geben; verzweifelnwir nie an Zukunft und Freiheit, und verlangen wir ohne Unter-laß die Wahl- und parlamentarische Reform. Ste wird nur nochmit Interessen, nicht mehr mit Grundsätzen bekämpft, sie hat keineGegner mehr, nur noch Feinde^. Allein, welches ist ihre Kraftgegen den festen Willen der wählenden Mehrheit? Wer unter ihnenhätte eine Stimme, mächtig genug, um den großen Ruf der Pe-titionen zu ersticken, der immer wachsend ohne Unterlaß diese Wortean der Pforte des Deputirten-Palastes ertönen läßt: die Nationwill es." Duvergier de Hauranne machte sich zur Aufgabe, diejetzige Regierung der gefallenen der Restauration gegenüber zu setzen,und er fand den Vortheil nicht aus Seite der ersteren.Die Lek-tion von 1830 sagte er hat ihnen Vortheil gebracht, undman beginnt in 20 Jahren nicht zwei Mal dieselben Thorheiten.Um zu ihrem Ziele zu gelangen schlug die Restauration gerne diegroßen Straßen ein und liebte viel Geräusch zu machen. Die jetzigeRegierung ist bescheidener, sie sucht abgelegene Fußpfade auf undgeht beinahe geräuschlos vorwärts. Mit andern Worten, was dieRestauration mit Drohungen und Gewalt thun wollte, will diejetzige Regierung mit List und Erschleichung thun. Man zernichtetdie Einrichtungen nicht, aber man fälscht sie, man thut den Ge-wissen nicht Gewalt an, aber man kauft sie. Glaubt Ihr, daßdies besser sei? Ich bin ganz anderer Ansicht. Für die Freiheit

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