fttzen, wen» sie anders in der guten Jahreszeit ihre Fahrtennicht einstellen wollen. Wer nicht gerade zn wasserscheu ist,wird gewiß lieber iZ französische Franken bezahlen und insechs Stunden zn Schiff nach Kehl fahren, als sich des Eil-wagens bedienen, mehr als das doppelte der Zeit gebrauchenund überdieß ein noch bedeutend höheres Poftgeld entrichten.
Altbreisach, an dem man vorüber fährt, erinnert durchsein ruinenhaftes Aussehen nur noch zu sehr an die verhäng-nißvolle Zeit der neunziger Jahre und erregt Gefühle ineinem Deutschen, die dem Nachbarlande keineswegs freund-lich sein können. Wie viel Unbilden hat doch Deutschlandschon von Frankreich erlitten, welche schmähliche Behandlungunser Vaterland von der Nation erfahren, dir sich die großenennt, und dennoch gibt eS noch Deutsche, die entwederkurzsichtig oder entartet genug sind, von jenseits deS RheinesHeil und VolkSglück zu erwarten.'
Um zwölf Mittags hatte unser Boot unterhalb der KehlerBrücke angelegt und wir bestiegen unverweilt den stattlichen„Grafen von PariS", der unser sehnlich zu warten schien,da er sogleich, als der letzte von uns an dessen Bord gestiegenwar, seine Reise stromabwärts antrat. Da die Reisenden,von Oben herabkommend, bei dem Schifföwcchsel FrankreichsGebiet nicht betreten, so entgehen sie den Plackereien fran-zösischer Zöllner und Polizeidiener und man hat das Vergnügen,dieses der modernen Zeit unentbehrliche Volk nur von Fernezu sehen. Um die Wasserfahrt von Kehl nach Mannheimschön zu finden, darf man nicht aus der Schweiz kommen,überhaupt kein Freund von Gebirgsgegenden sein. Holländerund Sandmärker aber würden sie entzückend erklären, wenndieselben plötzlich aus ihren Flachländern aus den Mittelrhein