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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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15
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spräche und großer Eleganz des Ausdruckes gebraucht. DemLiebhaber floß das Englisch am leichtesten von der Zunge,aus welchem Umstände die umhcrlauschenden Engländer undderen schone Hälften den Schluß zogen: er müßte ihr Lands,mann und zwar ein Mann »k lckgll rank sein. Einmal zueinem solchen Resultate gekommen, gaben sich die guten Leutedie größte Mühe, den Namen deö vornehmen Reisenden aus-^kundschaften, denn unter allen Völkern Europas stellt keinanderes seinen Adel so hoch, als dieß daö britische thut.Ein bürgerlicher Engländer betrachtet schon für eine Artvon Glück, auch nur in der Nähe eineö kiolüeman sich zubefinden. Ein alter Anglosachse, mit dem ich bekannt ge.worden, war endlich so glücklich, zu erfahren, wer der jungeMann sei. Die Entdeckung wurde als eine höchst wünschenS-wcrthe betrachtet und in wenigen Minuten war der Namevon Lord . . . von Ohr zu Ohr geflüstert. Eine ältlicheetwas fürwitzig aussehende britische Jungfrau, die zufälligerWeise in meiner Nähe saß, vernahm die Nachricht mitdem AuSruf deS Erstaunens: D«ar me, i« it inüeeä

l.» ... I vüat a ün« anü noblv lookiug mau h« i» IUov gentevl and Kraoolul üis dvarinz;! VesI erwiederteihre Nachbarin, aller all tllvrv ^068 uotüiiig tx-^nnd anV» 8 >i 8 l»»Iiiemrm. War vorher unser Paar schon Gegen,stand allgemeiner Aufmerksamkeit gewesen, so wurde dießnoch mehr nach der gemachten Entdeckung, daß der Spröß.ling einer alt adelichen Familie auf dem Schiffe sei. JedeMiene, jede Bewegung desselben wurde aufmerksamst vonseinen plebeischen Landöleuten beobachtet und die offenbareExtravaganz seiner Manieren und sonstige Verstöße gegendas, was man in der Welt Anstand nennt, galten bei ihnen