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englische Nase dadurch zu beleidigen/ indem sie i» ächt deutschbescheidener Weise den hintersten Theil des Schiffes einnah.men/ wo bekanntlich in der Regel nur lvv peopls stchaufzuhalten pflegt. Dieser Umstand gab zwischen einigenenglischen Damen und meiner Wenigkeit Anlaß zu einerUnterhaltung über das Rauchen/ in welcher britischer SeitSdie Behauptung aufgestellt wurde/ daß diese Gewohnheitsxcveclinxl^ vulgär sei und in England ein Mann/ der aufden Titel eines Osulleman Anspruch machen wolle/ derselbendurchaus nicht fröhnen dürfe. Auch fielen in unserer Unter-redung manche Bemerkungen über Deutschland und dessenVorliebe für das »abscheuliche Kraut"/ welche meinem Pa-triotiömuS nicht besonders zusagen konnten/ um so weniger/als ich selbst einer guten Havannah-Cigarre nicht ganz abholdbin. In allem Ernste wurde von meinen schönen Insulane-rinnen/ die/ beiläufig bemerkt/ ein wenig blau und in dermctaphufischen Literatur über Gebühr bewandert waren/kühn behauptet: der Tabacködampf habe auf die Gestaltungder neuern Philosophie in Deutschland wenigstens einen ebenso großen Einfluß ausgeübt/ als der sei/ welchen der Wasser-dampf in den letzten Jahrzehnten auf die britische Industriegehabt. Diese unerhörte und in der That nahe an Blas-phemie gegen den deutschen Geist gränzende Behauptungsuchte man sogar noch physiologisch-psychologisch zu begrün-den. Der narkotische Tabacksrauch wirke auf eine dem Opiumähnliche Weise auf das Gehirn und von diesem zurück aufden Geist. Letzterer werde daher indirekt durch den GenußdeS Tabackes in einen gewissen träumerischen/ halluciniren-den Zustand versetzt, der eS nicht gestatte/ die Dinge zubetrachte«/ wie ste in der Wirklichkeit seien und in welchem