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zosenthumes erlöst hat. WaS wäre» ihre Städte heutigenTages/ wenn sie noch von der großen Nation beherrschtwürden? Gewiß nichts andcreS/ als was die meisten StädteFrankreichs sind: matte Wiederscheine von Paris/ langwei-lige/ öde/ jeder Eigenthümlichkeit möglichst beraubte/ ver-nachläßigte und schmutzige Nester. Und was würden sie,die Rheinländer selbst sein/ als die widrigsten aller Zwitter-wesen/ Deutsch.Franzosen, über die sich der geborne Galliergerade so lustig machte, wie er es heute noch über denElsasser thut, welcher, trotz aller seiner Bemühung undAnstrengung, in Sprache und Sitte den Franzosen sichgleichzustellen, bei diesen doch nur als tüte oarrae gilt, dazugemacht, fränkischer Feinheit als Folie zu dienen. Ichtraue indessen den Rheinländern zu viel Einsicht in ihreeigenen Zustände, zu vielen politischen Verstand und vater-ländische Gesinnungen zu, als daß ich dieselben der Luftnach Abtrennung von Deutschland und Wiedervereinigungmit dem Erbfeind unsres Vaterlandes auch nur entfernt fürfähig und das für wahr halten könnte, waS ZeitungS- undandere Schreiber an der Seine täglich ihren eitlen undleichtgläubigen Landsleuten in, und außerhalb Paris überdie Gesinnungen der Rheinbewohner vorschwätzen.*) DiesemGerede nach würde in allen deutschen Herzen am RheinVerrath wohnen und daselbst nur auf die erste Gelegenheitgewartet werden, um den Franzosen sich in die Arme zuwerfen und vaterländische Bande von tausendjähriger Dauerzu zerreißen.
Kann man die Rheinländer empfindlicher beleidigen, in
o) Obiges wurde im Frühsommer tsso geschrieben.
A. b. V.