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Mittheilungen aus dem Reisetagebuche eines deutschen Naturforschers : England / [Ch.F. Schönbein]
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Dämpfer zu. Da angelangt, klopfte das lustige Völklein andie Fenster deS Salons, richtete witzige, aber nicht entferntbeleidigende Worte an die Reisenden und wünschte» uns eineglückliche Reise. Lebensfrohe Menschen frei von Rohheitzu sehen, ist für mich ein höchst erquicklicher Anblick; unserTraktätchenmann, der eben im Saal auf. und abging, run-zelte über die Fröhlichkeit der Vorbeischiffeuden gewaltig dieStirne und man sah es ihm an, daß sein saurer Sinn dieunschuldige Freude verdammte. Ich empfand keine Lust,zum zweiten Male ein Zwiegespräch mit dem Weltfeind anzu-knüpfen, wir hätten uns vielleicht dadurch gegenseitig dieNachtruhe verdorben. Um letztere zu genießen, war ohnehinkeine besondere Vorsorge getroffen; jeder hatte sich im Saalesein Plätzchen auszusuchen und bei der'zahlrrichcn Schiffs,gesellschaft prieö sich derjenige glücklich, welcher eine Eckeerwischt hatte.

Während ein großer Theil der Reisenden die Bedürfnissedes Magens in Düsseldorf befriedigte, hatte ein Enakskindmehrere Polster zusammengetragen, sich daraus eine eomfor.kable Kopsunterlage bereitet und in seiner ganzen Länge ausdie weiche Bank des Saales ausgestreckt. Bald waren dienoch leeren Plätze von den zurückkehrenden Passagieren besetztund da noch immer Plätzesucher ankamen, deren Auge überdie besetzten Bänke einen forschenden Blick warf, so konnteder Ruhende nicht unbemerkt bleiben. Es entstand ein Ge-murmel von Unzufriedenheit über die stattgcfuudene Platz.Usurpation. Der Niese schnarchte fort und als die lautestenAeußerungen des Mißvergnügens nicht in daS Ohr desSchlafenden zu dringen vermochten, so sah man sich genö.thigt, kräftigere Erweckungsmittel in Anwendung zu bringen

Reist n. Enql.

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