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Sinnestäuschung hallen konnte. Immer deutlicher tratenjedoch die langgestreckten Umrisse hervor/ immer stärker stachdaö bewegliche Meer gegen die starr bleibenden Linien ab.Nun lag vor und hinter unS eine unbegränzte Wasserflächeund zu beiden Seiten zogen sich immer deutlicher werdendeLandstriche hin. Wir waren in die Mündung der Themseeingetreten.
Wie kurze Zeit auch immer eine Seefahrt gedauert habenmag/ mit einem eigenen Vergnügen erblickt man wieder Landund so begrüßten auch wir mit freudigem Gefühle die Ge-stade Albionö und fühlten uns bei dem Gedanken behaglich/dem nächsten Ziel unserer Reise so nahe zu sein und balddie feste Erde wieder betreten zu dürfen.
Mit jeder Stunde weiteren Segelns stromaufwärts wirdeS deutlicher/ daß man dem Mittelpunkt des Welthandels,der Königin der Meere, der reichsten Stadt der Erde sichnähert. Wie zu Lande daö Herannahen einer großen Stadtdurch immer dichter werdende Menschen- und Wagenzügesich ankündigt, so wird zu Wasser die Nähe eines bedeu-tenden Hafens an der wachsenden Menge hin- und hergehen-der Fahrzeuge erkannt.
Noch manche Meile von London entfernt, trug der breiteRücken des Stromes schon Hunderte von Schiffen, welchemit Hülfe der Ebbe und der geschwellten Segel dem Meerezueilten. Wenn ich mich nicht irre, so war es zu GraveSend,daß einige englische Zollwächter unS mit ihrer Gegenwartbeehrten. Dieselben leisteten unS Gesellschaft während desRestes unserer Fahrt, wahrscheinlich in der Absicht: einwachsames Auge darüber zu halten, daß nicht mit den UfernUnterschleif getrieben und etwa holländischer Taback und